Niantic – Studio hinter Pokémon GO entlässt circa 230 Mitarbeiter und stellt zwei Projekte ein

  • Am Donnerstag wandte sich Niantic-CEO John Hanke in einer internen Nachricht an alle Mitarbeiter, um einschneidende Änderungen an der Organisation des Unternehmens bekannt zu geben. Man habe schwierige Entscheidungen treffen müssen, um sicherzustellen, dass Niantic langfristig erfolgreich sein und sich auf dem umkämpften AR-Markt durchsetzen könne. Dazu gehöre, den Standort in Los Angeles zu schließen, Teamgrößen zu verringern und so insgesamt rund 230 Mitarbeiter zu entlassen.


    Hanke erklärt, man wolle seinen Fokus auf Projekte richten, welche die Werte von Niantic am besten verkörperten. Zudem müsse man sich mit aufstrebender und zukünftiger Technologie beschäftigen, darunter AR-Brillen. Im Zusammenhang mit den unternehmensweiten Einsparungen werde man zwei Titel einstellen. Zum einen betreffe dies NBA All-World, welches erst letzten Januar gestartet ist, und zum anderen das angekündigte Marvel: World of Heroes, welches hiermit auf Eis gelegt wird.


    Das Wachstum von Pokémon GO aufrechtzuerhalten habe für Niantic höchste Priorität. Daher werde immer mehr in das „Forever“-Spiel investiert. Darüber hinaus wolle man sich bemühen, seine anderen Titel wie Pikmin Bloom, Peridot und das kommende Monster Hunter Now zu Erfolgen zu machen. Hanke zeigt sich optimistisch, gesteht aber ein, hier noch viel Arbeit vor sich zu haben. Was der CEO noch zu den Änderungen im Unternehmen zu sagen hatte, könnt ihr auf der offiziellen Webseite nachlesen.


    Habt ihr abseits von Pokémon GO andere AR-Titel von Niantic ausprobiert? Wie ist euer Eindruck von ihnen?

    Quellenangabe: Niantic
  • Hoffentlich finden die Leute schnell einen neuen Job. Wäre allerdings noch gut zu wissen, um welche Art von Mitarbeitern es sich gehandelt hat. Vielleicht waren die meisten eh nur für einen überschaubaren Zeitraum angestellt und wussten somit im Vorfeld schon, dass sie das Unternehmen bald wieder verlassen müssen.

    Wenn'd Wuarscht dicker ois wias Broat is, dann is wuarscht wia dick as Broat is!

  • Schade für die Mitarbeiter bei Niantic, das sie gehen müssen; man hätte mit ihnen lieber was Neuartiges Erarbeiten sollen anstatt sie zu feuern! Denn Niantic's größtes Problem ist es doch dass sie eine Formel haben auf die sie eben die verschiedenen IP's draufpropfen! Klar Pokèmon Go war ein riesiger Erfolg, aber dies hat doch eher was mit der Pokèmon IP zu tun und weniger mit Niantic zu tun.

    Wobei Pokèmon Go wäre einiges anders gelofen ein viel größerer Erfolg hätte werden können! Na ja, bin gespannt wie sich der AR–Bereich weiterentwickelt; den geeade in diesem Bereich liegt massenweise ungenutztes Potenzial, das man erschließen könnte.

  • Ich bin mir ziemlich sicher, dass das ohnehin Projektverträge waren und die Kündigungen wahrscheinlich eh vorhersehbar waren. Aber ich hätte mir dennoch gewünscht, dass man PoGO etwas mehr Menpower zugeordnet hätte. Dieses Jahr gab es glaub ich noch kein Event was nicht wenigstens einen kleinen Bug hatte. Bin mal gespannt wie sie sich das mit dem Fokus auf PoGo vorstellen...

  • BSnake

    Ist es nach wie vor. Dank Einstellung der Corona-Boni weniger, aber immer noch erheblich mehr als die anderen Games. Deswegen werden diese ja wieder eingestampft.

    Viele Leute vergessen aber auch, dass Niantic keine Spielefirma im klassischen Sinne ist, sondern in erster Linie ein Technologieunternehmen, welches AR Technologie vorantreiben möchte. Das tun sie auf spielerische Weise. Ich rechne fest damit, dass man in ein paar Jahren Pokémon GO mit AR Brille spielen kann sofern sie es nicht vorher an die Wand fahren. Noch ist die Marke Pokémon recht stabil, aber Gamefreak tut ja aktuell auch alles um die Marke zu zerstören...

    Meiner Meinung nach sollte Nintendo als Anteilseigner der Pokémon-Marke langsam bei beiden Firmen mal einschreiten und wieder was für die Qualität tun. Dann wirft das auch wieder mehr ab.

  • Also ersteinmal Wünsche ich den 230 entlassenen Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen viel Erfolg bei der neuen Jobsuche. Das ist echt ein Mieses Gefühl entlassen zu werden,das Gefühl kenne ich auch :/ ist ein paar Jährchen her , ich habe jetzt etwas besseres wo ich Glücklich bin ^^ aber so etwas vergisst man nicht so einfach nicht. :(


    Zu Pokemon Go : Woow , ich habe langsam richtig Angst über ein Pokemon Thema hier zu schreiben =O ,viele haben mich ja als Pokemon Hater abgestempelt der ich ja nicht bin :!:


    Also ich finde,dass Pokemon Go nach wie vor die Schuld trägt,das The Pokemon Company und Game Freak ihre Firmenrichtung geändert haben,weil Sie durch dieses Spiel gemerkt haben,dass man viel mehr Geld mit wenig Aufwand verdienen kann. Das ist zwar schön für Sie aber seitdem

    (bitte nicht haten!) leiden die Pokemonspiele sehr unter der Qualität was mir als Pokemonfan sehr wehtut. ;(


    Angangs eine Tolle Idee auch um frühere Pokemonfans zurückzuholen finde ich so langsam sollte dieses Projekt ein ende finden,damit TPC und GF wieder zurück zu ihren alten Wurzeln finden können.Ich möchte wieder Pokemonspiele haben die mir sowohl Spass machen als auch Qualitätiv Gut sind :thumbup: :pikachu:

    2 Mal editiert, zuletzt von NFan90 ()

  • Klingt nicht gut. Besonders schlimm finde ich in solchen Fällen immer die PR Statements, die solche Horrormeldungen als neue Strategie verkaufen. Hier mal ein Beispiel:


    "Hanke erklärt, man wolle seinen Fokus auf Projekte richten, welche die Werte von Niantic am besten verkörperten. "


    Was soll das heißen? War die alte Strategie, dass man Produkte entwickelt hat, die nicht den Werten des Unternehmens entsprachen?

  • Dinkelmus_Kleinholz

    Reines PR gelaber. Ist wie bei der Waschmittelwerbung, wenn man nach der geht, jede neue Mixtur wäscht so viel besser als die davor...und das geht so seit Jahrzehnten, haben die Waschmittel in den 70zigern die Wäsche wohl eher dreckiger als sauberer beim Waschen gemacht.

    Immerhin kommen jetzt nicht mehr plötzlich Wildfremden Menschen in die Wohnung und beschweren sich über nicht ordentlich geputzte Trinkgläser...

  • Bei Peridot wird das aber schwer, das ist so dermaßen inhaltslos, das es wirklich weh tut.


    Ich mag ja AR Spiele, aber das Genre ist aktuell für mich ziemlich tot. Alles hängt an Pokemon Go, dem Aushängeschild. Alles andere geht schnell ein, ist Nische, wird kaum supportet, hat kaum Inhalte oder ist ohne massiven Geldeinsatz kaum spielbar. Es erinnert mich ein wenig an WoW, das dem MMORPG Genre auf der einen Seite zwar zu einer hohen Bekanntheit verhalf, gleichzeitig das Genre aber auch sehr dominierte das alles andere schnell wieder verschwunden war oder nur 1:1 Klone gewesen sind.

  • Zitat von Haby

    Wobei Pokèmon Go wäre einiges anders gelofen ein viel größerer Erfolg hätte werden können!

    Das würde mich wirklich interessieren?!


    Wunderheiler: Dann führe ich mal meine Meinung etwas aus!

    Am meisten fehlte die Tausch sowie Userinteraktionsmöglichkeit, bei Pokèmon Go.

    Hätte es diese damals zum Start schon gegeben wäre der Titel nicht so schnell wieder verpuft!



    Wobei NFan90 Pokèmon Go ein spitzenmässiges Game ist; das gut umgesetz worden ist.

    Auch die Let's Go Games sind noch super umgesetz. / Nur danach ist es dann recht zügig mit den Pokèmon Publishing voran gegangen. Würde nicht Pokèmon Go die Schuld geben; den es gibt auch jählich ein Fifa oder ein Assasins Creed.

    So hat damals die Assasins Creed Pause den Franchrise auch gut getan. Es gab vor Pokèmon Go auch schon kurze Releasezeitabschnitte bei den Pokèmon Games siehe dazu diese Liste: Pokémon HauptEdition Veröffentlichungszyklen:


    Finde es sehr interessant das Pokèmon Go immer noch, trotz das es nun ja auch Corona gab so eine Treue Fangemeinschaft hat; würde mich mal interessieren wie viele es hier vom Ntower Forum es noch zocken!?

  • Haby

    Ich spiele es, eigentlich auch täglich, aber nicht so viel wie früher.


    Für mich ist einfach zu viel, die permanente "fear of missing out" die Niantic geschaffen hat, geht mir gewaltig auf den Keks. Ständig laufen irgendwelche Events für die bezahlt werden soll- das tue ich nicht mehr. Anfangs mit einem pay-to-play Event im Jahr, war ich nicht glücklich, aber ich habe es bezahlt und bin auch auf meine Kosten gekommen.


    Die letzte Preiserhöhung von Niantic war einfach nur frech und dafür haben sie die Quittung bekommen, dass dies (eventuell) in Entlassungen mündet, zeigt nur, dass die Verantwortlichen nichts verstehen, sondern nur ein Wort kennen: Gewinnmaximierung.


    Ansonsten bin ich in meinem Bekanntenkreis die einzige, die noch spielt und auf den Community days sehe ich auch nicht mehr die Leute von früher.

  • Pirotess: Hieran merkt wie sich Pokèmon Go mit der Zeit immer mehr zerstört hat. / Wenn man bedenkt wie gut der Start war und was hier an Hype entstanden ist, ist es wirklich schade wenn man sieht wie es nun um das Game steht. Echt traurig, das so arg das Geld im Vordergrund steht. / Leider, war Mario Kart Tour lange Zeit auch so Geldgeil.

  • Mich wundert es schon ein wenig, dass sie für „solche“ Spiele so viele Entwickler gehabt haben. Klar wirft das einen Haufen Geld ab, der F2P-Markt ist ja bekanntlich größer als der AAA-Markt - vom Umsatzvolumen.


    Wie wäre das, wenn Nintendo selber mal so viele Entwickler hätte… wobei, bei TotK hatten sie tatsächlich schon 300 Mitwirkende. Für ein japanisches Studio eine sauhohe Zahl… und in Nordamerika macht dieselbe Anzahl an Menschen kleine Handyspielchen.


    Oder wenn Daedalic diese Menge an Leuten für Gollum gehabt hätten - die zehnfache Menge an Entwicklern hätte dieses „zu große“ Spiel sie vielleicht bewältigen lassen können. Es ist immer noch ein Jammer um dieses legendäre Studio. Aber ok, die Fluktuation bis zuletzt war ja nicht unwesentlich…

  • Haby Pokemon Go ein spitzenmäßiges Game? Als es rauskam hat es in meinen Augen nicht einmal die bezeichnung Game verdient gehabt. Jetzt ist es zwar mehr zu einem Spiel geworden aber immernoch eher trashig in meinen Augen. Die Leute haben es aber auch aus völlig anderen Gründen "gespielt" damals als alles angefangen hat. Kein Wunder, dass ein großer Teil der Spieler nicht einmal aus Pokemon Fans bestand oder gar Gamer.

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