Durchgezockt! (Spoilergefahr)

  • Resident Evil HD


    soeben auf der Switch durchgespielt, genauso wie Resident Evil Zero war es ein klassisches Horror Spiel.


    Im Großen und Ganzen war es sehr gut, hab es innerhalb 3 Session durchgespielt und habe insgesamt 25 Stunden gebraucht, gespielt hab ich mit Chris


    mMn sollte es jeder der auf das Genre steht, es noch nicht kennt, wie ich davor, auf jeden Fall spielen.


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    90/100

  • Soeben nach sehr langer Zeit mal wieder AC Revelations, eigentlich ein sehr solides Spiel, doch finde ich es längst nicht so cool wie zum Beispiel Brotherhood. In Revelations gibt es nämlich ein paar Dinge, die mich dann doch sehr stören, damals wie heute:


    1. Die Gesichter von Ezio und Desmond
    Ich frage mich ehrlich was da passiert ist. Klar jeder wird älter, aber Ezio und Desomond sehen aus wie komplett andere Charaktere und haben kaum noch Ähnlichkeiten zu den Charakteren in Brotherhood oder AC2.


    2. Tower-Defence
    Von solchen Minispielen war ich noch nie ein Freund. Vorallem weil es sehr schnell nervig werden kann.
    Man muss ständig darauf achten, dass die Fahndungsstufe nicht komplett gefüllt ist und immer wieder Herolde bestechen, weil man bei einer komplett gefüllten Leiste eventuell bei eines der Türme angegriffen wird, sofern man schon ein paar Türme befreit hat. Reagiert man nicht darauf, dann fällt der Turm wieder in die Hände der Templer und wenn man darauf eingeht, dann muss man das Tower-Defence Minispiel gewinnen um den Turm erfolgreich zu verteidigen. Später ist es aber möglich Meisterassassinen abzustellen, dadurch werden die Türme dauerhaft vor Angriffen geschützt.


    3. Coole Gegenwartsmissionen mit Desmond durch die nervige Desmonds Reise ersetzt
    Ich weiß nicht ob es an Faulheit lag, weshalb es diesmal keine coole Gegenwartsgeschichte gibt. Die Desmonds Reise war absolut furchtbar und hatte mit Assassin's Creed rein gar nichts zu tun. Man muss ständig Blöcke platzieren und durch einen Hindernisparcour hindurch und das über 5 eigene Desmond-Kapitel lang. Wäre es nur ein Kapitel und der Rest wäre eine coole Geschichte gewesen, dann fänd ich das nichtmal nervig, aber vorallem wenn man Brotherhood gespielt hat und das sogar gerne gemacht hat, der wird von diesen Passagen sehr enttäuscht sein.


    Bis auf diese drei Dinge ist Revelations eigentlich ein sehr solides Spiel und die normale Hauptstory mit Ezio (und einem Wiedersehen mit Altair) hat mir wirklich hervorragend gefallen und es war ein würdiges Finale der Ezio-Trilogie. Es hätte für mich sogar auf Augenhöhe mit Brotherhood sein können, denn ansonsten blieb das Gameplay weitestgehend unangetastet und es gab auch einige coole Momente und zwar die Ausbildung der Assassinen zu Meisterassassinen. Das war sehr motivierend und hat mir sehr viel Spaß gemacht.

    Der Sinn des Lebens besteht nicht darin ein erfolgreicher
    Mensch zu sein, sondern ein wertvoller
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  • Agent A: Rätsel in Verkleidung (Switch)
    Ein wirklich nettes Rätselspiel, in dem man einen Agenten spielt, der eine Verbrecherin aufhalten will. Dazu begibt man sich zu deren Haus und muss man dann allerhand Gegenstände einsammeln, Kopfnüsse knacken und was man halt sonst so in Adventures tut. Was ein bisschen genervt hat: Man läuft andauernd von Raum zu Raum bzw. Location zu Location, da man Gegenstände mehrere Bildschirme entfernt findet, sie dann am Anfang einsetzen muss und dann wieder was Neues bekommt, womit man zurück zum Fundort des ersten Gegenstandes darf. Immerhin macht es einem die Steuerung leicht, ich habe es komplett über den Touchscreen gespielt. Ich habe nur einmal länger gehangen, was im Nachhinein allerdings nicht am zu schweren Rätsel lag, sondern daran, dass ich einen offensichtlichen Hinweis nicht gefunden habe.


    Als netter, kurzer Zeitvertreib (vlt. so 4 Stunden) kann ich nicht meckern, vor allem, da ich es im Angebot für glaube ich 2 Euro gekauft habe.


    Darksiders Genesis (Switch)
    Von einigen als Diablo-Klon missverstanden, ist Darksiders Genesis ein lupenreines Action-Adventure mit sehr gutem Kampfsystem und viel Geschnetzel, nur eben aus der Vogelperspektive. Hat mir sehr gut gefallen und ich hatte viel Spaß mit dem Spiel. Die Geschichte war schon okay, das Zusammenspiel von War und Strife mit ihren stichelnden Kommentaren eines der Highlights. Das Kampfsystem hat richtig Laune gemacht, sodass ich mich auch durch die ganzen Arenen kämpfte. Für eines der Ingame-Achievements muss man das auch, um die unendliche Arena freizuschalten und in dieser eine bestimmte Menge an Punkten zu erkämpfen. Das habe ich zweimal versucht, wurde jedoch beide Male durch einen Spielabsturz daran gehindert... Abstürze sind auch sonst ein paar Mal aufgetreten.


    Mein Plan, die 100% zu holen, wurden des Weiteren von einem Geschicklichkeitsparcours zerbrochen, der einfach nur unmenschlich ist, und das in einem Spiel, dessen Steuerung nicht auf delikate Sprungsequenzen ausgelegt ist. Da habe ich nach etlichen Versuchen frustriert aufgegeben. Trotzdem: Das Hauptspiel mag ich nicht missen, sodass ich mit einem lachenden als auch mit einem traurigen Auge auf das Spiel zurückblicke...


    Songbird Symphony (Switch)
    Optisch toll. Liebenswürdige Figuren. Schönes Erkunden in den einzelnen Abschnitten. Nette Musik. Aber dann hat mich eines der Hauptelemente, nämlich die Musik-Rhythmus-Einlagen, fast zur Weißglut getrieben. Einige davon sind so unfassbar nervig, dass ich sie einfach nur hinter mich bringen wollte. Wenigstens kann man sie nicht verlieren, selbst mit einer miesen Bewertung geht die Story normal weiter.


    Was nervt: Da gibt es Abschnitte, in denen werden die zu drückenden Noten unsichtbar und wieder sichtbar werden, innerhalb eines Intervalls. Bäh. Oder sie fliegen in schnellem Tempo in die obere Mitte des Bildschirms und werden darin gestapelt. Viel Spaß, wenn ihr euch innerhalb der Sekundenbruchteile nicht merken könnt, in welcher Reihenfolge die nächsten 20 Noten wieder runterfallen. Oder die Noten fliegen in einem Bogen über den Bildschirm und trotzdessen das Lied gefühlt zehn Minuten lang war, habe ich bis zum Ende nicht rauslesen können, wo genau die nun runterkommen werden. Apropos zehn Minuten: Manche der Battles und Songs gehen vieeeeeel zu lange.


    Ich habe es mir erspart, im Anschluss die Lieder nochmal zu spielen, um bessere Wertungen zu bekommen. Die grauen Haare ist es mir nicht wert. Was ebenfalls aufgefallen ist: Es gibt zwei Nebenquests und einen geheimen Raum, die offensichtlich keine Auswirkungen haben. Nachdem ich alles mögliche ausprobiert hatte, holte ich Google zu Hilfe und siehe da: Auf anderen Konsolen gibt es Trophäen bzw. Achievements dafür. Diese fehlen natürlich auf der Switch und daher wirkt es so seltsam. Hier hätten die Entwickler ruhig eine Ingame-Lösung einbauen können.


    So viel dazu geschrieben, und das Fazit lautet: Wenn ihr dem Spiel nervige Musikpassagen vergeben könnt (obwohl diese eigentlich ein Verkaufsargument sein sollten), dürft ihr im Angebot zugreifen.

  • DEADLY PREMOTIONS ORIGINS (SWITCH)


    Gerade fertig geworden und das Spiel hat mich unheimlich gefesselt, mitgenommen und ganz tief berührt. Das war ganz großes Kino, dieses Spiel zu spielen. Und die Technik, ja was soll ich sagen, es fühlte sich für mich irgendwie an wie die Klassiker aus der PS1 Zeit, wie halt Resident Evil 1 und Silent Hill 1. Ich denke das das Spiel technisch auf dem neusten Stand nicht so funktionieren würde, wie es halt gegenwärtig funktioniert. Das Spiel strahlt einfach ein ganz besonderes Flair aus und das liegt wohl auch zu großen Teilen an der gnadenlos veralteten Technik. Mich hat es wie gesagt nicht gestört. Die Story ist dagegen auf dem neusten Stand und der absolute Hammer! Selten so eine Geschichte spielen dürfen, die vor Unvorhersehbarkeiten und Überraschungen nur so strotzt und immer wenn man denkt, dass wars, dann legt das Spiel nochmal eine Schippe drauf. Haltet mich für verrückt, aber alles andere als eine Höchstwertung, also 10 von 10 Punkte, würde diesem Meisterwerk nicht gerecht werden. :thumbsup::thumbsup:

    "Ich möchte noch hinzufügen, dass ein Mann, der nie einen Blick in die Zeitung wirft, wohl besser informiert ist als einer, der sie liest; wer nichts weiß, ist schliesslich der Wahrheit näher als einer, dessen Geist mit Falschheit und Irrtümern gefüllt ist."


    Thomas Jefferson, Präsident der Vereinigten Staaten im Jahr 1807

  • Hellblade Senua's Sacrafice

    soeben auf der PS4 durchgezockt, Spiel ist relativ kurz und knackig, auch ein bissel verrückt.
    Habe es mit einem Kumpel am Stück durchgespielt, haben ca 6 Stunden gebraucht evtl auch bissel mehr.


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    82/100

  • Final Fantasy VII Remake (Ps4 Pro)


    So, habe das Spiel nun auch komplett ausgeschlachtet und mir nach 90 Stunden nun auch die Platin Trophäe gekrallt. Habe das Spiel auf normal und auf schwer beendet, was für die Trophäe auch nötig ist. Da ich mich relativ "kurz" halten möchte hier mal Stichpunktartig was mir gefallen hat und was nicht.



    Nicht so gut:


    -Viele 0815 Nebenquests, finde Katze, laufe dahin etc..
    -Es gab immer wieder Stellen wo Cloud sehr langsam gelaufen ist bzw. man nicht rennen konnte, manchmal war das schon etwas nervig, gerade nach Zwischensequenzen hat es immer ein paar Sekunden gedauert, bis man wieder drauflos rennen konnte, vermutlich wurde das einfach genutzt um die Gebiete richtig zu laden.
    -Außerdem gab es ständig so schmale Passagen wo man sich ganz langsam durchzwängen musste, dass hat total genervt und auch keinen spielerischen Mehrwert gehabt, wurde vermutlich auch zum Laden das nächsten Gebietes benutzt.
    -Manchmal erschien das Game etwas unfair, gerade auf "schwer" ist es mir mehrmals passiert das ein Boss seine spezielle Attacke in einer Sequenz ausgeführt hat, genau während ich gerade gehindert war, sei es weil ich gerade eine Beschwörung etc. gemacht habe oder gerade eben vorher mein Charakter zurückgestoßen wurde, dass war extrem nervig, denn wenn du keine Chance hast auf den Angriff des Gegners mittels Blocken, Barriere etc. zu reagieren, bist du halt oft 1Hit K.O.



    Gut gefallen hat mir:


    -Zuerstmal hat das Spiel einen guten Schwierigkeitsgrad, selbst auf normal bin ich ab und zu abgekrazt. Schwer sezt dem ganzen die Krone auf und ist wirklich Bock schwer, reizt das sehr gute und auch anspruchsvolle Kampfsystem aber noch mal richtig aus. Tatsächlich gab es hier Bosse die mich mehr Zeit als so mancher Soulslike Bosse gekostet hat.
    -Das Kampfsystem bockt, ich hab immernoch nicht genug davon.
    -Das Spiel sieht optisch verdammt gut aus, vorallem die vorgerenderten Cutscenes sind der Hammer.
    -Die Story ist Top (auch wenn noch leider unvollständig) und jeder Abschnitt wird Kinoreif in Szene gesetzt.
    -Es gab eine Hand voll Minispiele die entgegen der vielen Nebenquests richtig Bock gemacht haben, vorallem das Darts Mininispiel oder die Mottorad Abschnitte.
    -Es gibt eine tolle Charakterentwicklung und irgendwann kannst du auch die Leiden, die du Anfangs nicht sehr mochtest.
    -Spiel läuft immer flüssig, keine laggs etc. wahrgenommen
    -Die Musik war immer on Point, gerade beim Finale und in den Credits der Wahnsinn.
    -Zu guter letzt, hätte nie gedacht, dass ich es sagen würde, aber die deutsche Synchronisation hat mir verdammt gut gefallen, dies wurde mir aber erst nach und nach während dem Spielen klar. Selbst eher unwichtigere Nebencharakter hatten Stimmen die sehr gut zu ihnen gepasst haben. Gerade Clouds eher "arrogante Stimme" finde ich inzwischen richtig gut und passend. Mir gefällts tatsächlich besser als im Englischen und vorher hatte ich die Stimmen noch kritisiert, so kann man seine Meinung ändern.


    FF7R ist ein Brett und ich bin verdammt heiß auf den zweiten Teil des Remakes.
    (92/100)

  • So gestern endlich alle Hauptmissionen in AC Syndicate auf 100% gebracht. Meiner Meinung nach ein sehr starkes Assassin's Creed. Es vereint die Stärken der alten Teile und bietet offensiven Kampf, aber auch Stealth-Möglichkeiten. Anders als in AC Unity wurde ich durchgehend gut unterhalten. Es fühlt sich einfach sehr viel flüssiger an und macht mir sehr viel mehr Spaß. In den einzelnen Attentatsmissionen hat man die Möglichkeit sich für einen bestimmten Weg zu entscheiden, es gibt meistens alternative Wege ein Haupt-Ziel zu erledigen. AC Unity ist kein schlechtes Spiel, aber im direkten Vergleich zieht es einfach den kürzeren, denn AC Syndicate macht in meinen Augen fast alles besser. Das einzige was etwas fehlt sind die begehbaren Gebäude, dafür hat man wieder die Möglichkeit zu Pfeifen um Gegner anzulocken und auch die Möglichkeit Gegner aufzuheben und zu verstecken. Was ich ganz cool finde ist die Möglichkeit Gegner gefangen zu nehmen und in eine Kutsche zu zerren oder mit denen leise an andere Wachen vorbeizuschleichen für Informationen. Ganz stark umgesetzt. Die mobile Basis in Form des Zuges fand ich schon damals ganz toll und hoffe, dass man diesen wieder in Watch Dogs Legion bekommt. Schön wäre es auch, wenn man den Zug selber fahren könnte. Von mir bekommt AC Syndicate eine Punktzahl von 9/10.

    Der Sinn des Lebens besteht nicht darin ein erfolgreicher
    Mensch zu sein, sondern ein wertvoller
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  • Ratchet & Clank (2002) (Vita)
    Die ersten Jahre der Marke Playstation - und damit meine ich so die ersten 20... - sind ohne großes Aufheben an mir vorbeigezogen und während die PSX nicht viel hatte, was ich verpasst zu haben bereue, sieht das in den zwei Folgegenerationen anders aus. Ein Hoch an der Stelle auf die Vita, denn Sony hat auf PSP und Vita fleißig Remakes rausgehauen, so dass sogar Nintendo und die Switch neidisch werden könnten :thumbup:
    Das Reboot von Ratchet und Clank habe ich meiner Frau damals zur PS4 Pro dazugekauft mit einer Kaufentscheidung in bester Manier der frühen 90er:

    • Cover sah sympathisch aus
    • mein Kollege meinte, es wäre ganz ok
    • der erste Treffer bei Google war auch eine eher gute Bewertung (ja, damals hatte man auch meistens nur eine externe Meinung :ugly: )

    Sie hat es zwar nicht gespielt, aber ich hatte meinen Spaß und ab und an geht eben auch mal so ein Third Person Platformer.
    Da es auf der Vita die ersten drei Spiele als Collection gibt, hab ich kurzerhand auch mal dort reingeschnuppert und bin bis auf einige kleinere Schwächen nicht enttäuscht worden. Das Spiel ist grundsolide, technisch einwandfrei und die Steuerung ist auch gelungen. Leicht genervt war ich von einigen recht fummeligen Passagen, die dann auch dummerweise genau die Passagen mit dem größten Abstand zwischen den Checkpoints waren. Aber alles in allem war das noch weit weg von spielspaßraubender Häufigkeit und auch wenn ich beim Endboss etwas gekämpft habe, hatte ich trotzdem meinen Spaß.


    Castlevania: Order of Ecclesia (DS)
    Empfehlungen vom @Blackgoku sind meistens gute Ideen und dieser Castlevaniateil war keine Ausnahme. Nachdem mir Dawn of Sorrow schon gut gefallen hat, war Order of Ecclesia spielerisch noch etwas runder und polierter. Am Anfang hatte ich einmal keinen passenden Angriffsskill gegen ein bestimmtes Monster und hab mich daran erinnert, dass Dawn of Sorrow häufig diese Glücksabhängigkeit hatte, den passenden Skill früh zu bekommen, aber im weiteren Verlauf hat Order of Ecclesia diese eklige Frustration nicht mehr aufkommen lassen. Die Story ist zwar etwas generisch, aber der Rest stimmt großteils. Ob die Bosse wirklich so gewollt sind, dass es einen recht spezifischen Trick für nahezu jeden Boss gibt, mit dem der jeweilige Bosse trivial wird, weiß ich nicht, aber zumindest der Endboss war rundherum ein guter Kampf, wenn auch mit einer zu langen ersten Phase, die man immer wieder machen durfte, während man langsam Phase 2 gelernt hat.


    Ori and the Blind Forest (PC)
    Das Spiel ist schon ein Meisterwerk. Spielerisch und technisch ein ganz großer Wurf steht der Nachfolger schon auf meiner Liste der wirklich ganz kürzlich zu spielenden Spiele. Wenn ich auf Teufel komm raus etwas kritisieren müsste, dann das Skillsystem, welches zwar bei weitem nicht belanglos ist, aber doch recht simpel gestrickt... aber wen juckt sowas in einem Metroidvania?! :D


    Secret of Mana Remake (Vita)
    Sehr paradox... SoM ist gar nicht so gut, wie ich es in Erinnerung habe und das Remake ist gar nicht so schlecht, wie man immer hört. Die Grafik ist in Bewegung weit weg vom Handyspiel, mit dem man sie bei Standbildern assoziiert und beim Sound habe ich regelmäßig zwischen Remake und Original gewechselt, weil mir beides gefiel. Wo ich nicht so zufrieden war, war jedoch die neue Übersetzung - vielleicht war das Original da ein wenig zu sehr ein Spiel von Nintendo Deutschland der frühen 90er, als man als Übersetzer noch kalauern durfte, aber die Elementare hätte man nun wirklich nicht umbenennen müssen.
    Die Schwächen des Spiels kamen mir allesamt bekannt vor (Ausweichchance von Gegnern, teilweise kaum physisch zu treffende Bosse,...), aber mit 25 Jahren mehr LebensGamingerfahrung war das Spiel sehr geschmeidig durchzuspielen.


    ntower Gamechallenge: 21 Spiele dieses Jahr.

  • Toy Story 2 - Buzz Lightyear to the Rescue (N64)


    Ein Lizenzspiel von Disney, aber sehr kurzweilig, wenn auch von den Weihen eines Mario oder Banjo deutlich entfernt. Die damalige N-Zone-Wertung von 89% kann ich nicht nachvollziehen, aber es ist kein Flop, einige Level sind sogar sehr gelungen.


    Man spielt Buzz Lightyear und muss seinen besten Freund Woody davor retten nach Japan in ein Spielzeugmuseum verkauft zu werden. Das Spiel folgt der Handlung des Films, wobei es auf der N64 keine FMV-Sequenzen gibt und die Standbilder doch etwas zusammenhanglos wirken. Sicherlich ein Manko des Spiels. Die Handlung bleibt doch sehr Wage.


    Die verschiedenen Level zeigen die Welt aus Spielzeugsicht. Die Vermittlung der Perspektive gelingt häufig gut. Das Spiel besteht aus 15 Leveln. Immer nach 2 Leveln folgt ein Endgegner-Level. In letzteren gilt es nur den Endgegner zu besiegen, was ziemlich leicht ist. In den anderen Leveln gilt es jeweils 5 Pizza-Planet-Chips zu sammeln. Dabe sind die Aufgaben immer einem Typ zugeordent. Das heißt entweder ein Rennen gegen die Zeit oder einen Gegner, 50 Münzen sammeln, 5 Spielzeuge finden, einen Zwischengegner besiegen und eine Rätselaufgabe. In einigen Leveln muss man außerdem ein Teil von Mister Potato Head, beispielsweise seine Nase oder seinen Arm finden und zurückbringen. Als Dank erhält man Zugriff auf eine Fähigkeit, die man auch in vorherigen Leveln dann nutzen muss.
    Bei den Levels zeigt sich Toy Story 2 vorallem in den Leveln in Wohnungen/ Häusern, wenn man beispielsweise die Küche erklimmen muss, von seiner guten Seite. Der Baustellenlevel ist in meinen Augen sehr gut gestaltet. Auch die Spielzeugmarktlevel wissen zu gefallen. Leider sind es vorallem die letzten beiden Level und die Endgegner, die eher uninteressant gestaltet sind. Die letzten beiden Level wirken sehr lieblos. Durch die schwache Storydarstellung (der Film selbst ist klasse) fehlt es auch ein wenig an Motivation.


    Enttäuschend ist der Bonus für das Sammeln aller Pizza-Planet-Chips, sowie der Abspann. Man wird doch irgendwie ohne Belohnung zurückgelassen.


    Die Steuerung funktioniert, ist aber durchaus manchmal bei Sprungsequenzen störisch. Der Schwierigkeitsgrad ist aber so, dass man dadurch nicht ein Leben verliert. An die Kamera muss man sich gewöhnen. Die automatische Kamera ist eine Katastrophe. Manuell hat man doch mehr Kontrolle, perfekt ist es aber bei weitem nicht. Wer 3D-Jump'n Runs aus der Zeit kennt und mag, findet sich aber zu Recht.


    Alles in allem würde ich dem Spiel aufgrund seiner Kurzweiligkeit 79% geben. Kein Klassiker aber für Genrefreunde und für Zwischendurch sicherlich ein nettes Spiel.

  • Vor kurzem habe ich es mir zur Aufgabe gemacht alle klassischen Ableger des Megami Tensei Franchises in Release Reihenfolge zu spielen. Sprich ich werde nacheinander insgesamt 22 Spiele spielen, die ursprünglich im Zeitraum von 1987 - 2001 veröffentlicht wurden. Viele davon habe ich zuvor schon ein- oder auch mehrere male durchgespielt, aber ein paar werde ich auch zum ersten Mal spielen.
    Bislang habe ich drei von 22 Spielen durch und will hier mal meine Gedanken zu diesen dreien niederschreiben.


    Digital Devil Story: Megami Tensei I (Ursprüngliches System: NES; von mir gespielt: SNES Fassung)


    Das erste Megami Tensei hebt sich von anderen Ablegern der Reihe dadurch ab, dass es ein reiner Dungeoncrawler ist. Soll heißen das ganze Spiel besteht nur aus dem Erkunden eines einzigen riesigen Dungeons aus der Ego-Perspektive. An sich auch kein Problem für mich, da ich solche Spiele eigentlich sehr mag, aber leider zählt MT I nicht zu den Dungeoncrawlern der 80er, die auch noch wirklich Spaß machen. Das Dungeondesign ist passabel, aber auch nicht mehr. Mit den Größen seiner Zeit wie etwa dem zur selben Zeit erschienen Wizardry IV kann MT I in diesem Aspekt leider nicht mithalten. Kämpfe sind ziemlich simpel und erfordern nur wenig Taktik. Das beste am Spiel sind seine für die Zeit einzigartigen und innovativen Mechaniken. Bei allen Problemen, die das Spiel hat eines muss man Atlus wirklich lassen, sie haben hier schon früh ein grundsolides Grundgerüst an Mechaniken aufgebaut. Kein Wunder also das gerade das Fusionssytem im Grunde bis heute unverändert geblieben ist. Immer neue und stärkere Dämonen zu rekrutieren und zu fusionieren ist auch der unterhaltsamste Part des Spiels, auch wenn die Auswahl doch recht überschaubar ist.
    Spaß hatte ich schon mit MT I, aber das ist wirklich kein Spiel das man gespielt haben muss. Eher für große Fans des Franchises zu empfehlen, die sehen wollen wie alles angefangen hat.


    Digital Devil Story: Megami Tensei II (Ursprüngliches System: NES; von mir gespielt: SNES Fassung)


    Während Megami Tensei I nur noch aus historischem Interesse spielenswert ist, verhält sich dies beim zweiten Teil deutlich anders. Megami Tensei II ist für mich eines der besten RPGs der 8-Bit Generation, welches nur von Dragon Quest 3 überboten wird. Das Gameplay wurde rundum verbessert, taktischere Kämpfe, besseres Dungeondesign, mehr Dämonen zum rekrutieren, das Fusionssystem wurde um zwei neue Mechaniken erweitert (Element-Fusionen und Dreier-Fusionen) und das Spiel hebt sich Strukturell mehr von seiner großen Vorlage (der Wizardry Reihe) ab, indem es seine Dungeons durch eine Oberwelt trennt. Im Gegensatz zu MT I hat der zweite Teil auch eine Story (ok der erste Teil hatte schon eine Story, aber sie war so rudimentär wie es nur geht) und für ein NES Rollenspiel von 1990 ist sie sogar ganz gut. Klar verglichen mit späteren RPGs wird die Story hier Niemanden umhauen, aber ich finde schon das die Story deutlich interessanter ist als das Meiste was man sonst zu dieser Zeit geboten bekam und es hat einfach einen gewissen Charme zu sehen, wie die Entwickler es wirklich versucht haben eine Geschichte mit Tiefgang zu erzählen, trotz all der Limitationen, denen sie unterworfen waren.
    Absolut ein Spiel das es sich lohnt zu Spielen, wenn man eine Affinität für Dungeoncrawler oder auch einfach für ältere Rollenspiele hat.


    Shin Megami Tensei I (SNES)


    Das erste SMT ist schon seit langem eines meiner absoluten Lieblingsspiele und dass obwohl es einiges an Problemen hat. Spielerisch ist es besser als die beiden Megami Tensei Spiele auf dem NES, mit taktischeren Kämpfen, besseren Dungeons und mehr Dämonen, aber es leidet unter einem sehr unausgewogenen Schwierigkeitsgrad. Hier sollte man darauf eingestellt sein, dass das Spiel viel hin und her wechselt zwischen einfach und recht fordernd. Zudem gibt es starke Balancing Probleme und die Spielzeit wird durch zu viele Random Encounter gestreckt. Trotzdem habe ich mit dem Gameplay aber immer viel Spaß. Es gibt schon mal Momente wo mich das Spiel nervt mit seiner hohen Encounter Rate, aber an sich machen die Kämpfe schon Spaß und ich mag es die Dungeons zu erkunden. Die Balancing Probleme führen zwar öfters dazu das das Spiel recht einfach wird, aber gleichzeitig machen mir die überpowerten Strategien in SMT I auch ziemlich Spaß. Es ist halt schon ziemlich lustig sich anzusehen, wie ein Boss sich quasi selbst umbringt, weil er nicht immun gegen den "charmed" Status ist.
    Mehr noch als das Gameplay aber sind es vor allem 4 Dinge die mich immer wieder zu diesem besonderen Spiel zurückkehren lassen: Die Atmosphäre, Die Story, der göttliche Soundtrack und die Liebe zum Detail die im Spiel steckt. SMT I hat eine dichte, düstere Atmosphäre, welche von einem fantastischen Soundtrack unterstrichen wird, der mal atmosphärisch und mal rockig ist. Da habe ich immer große Lust in die Welt vom ersten Shin Megami Tensei einzutauchen. Die Story ist auch ein Highlight und schafft es eine thematische interessante Geschichte zu erzählen, deren Ausgang vom Spieler selbst bestimmt wird und anders als in anderen SMT Spielen fand ich hier auch alle der drei Gesinnungen (Law, Neutral, Chaos) interessant. Die Liebe zum Detail ist weniger einfach zu erklären, aber ich sage es mal so: wer sich viel für Religion und Mythologie interessiert, der wird hier zahlreiche kleine Details und klevere Nutzung von religiösen Motiven erkennen.
    Kein Spiel das ich jedem einfach so empfehlen würde, aber wenn man Dungeoncrawler mag, oder einfach Lust sich auch ein düsteres und atmosphärisches Spiel mit viel religiöser Symbolik und einer tiefgründigen Geschichte einzulassen, dann kann man hier etwas wirklich besonderes finden. Für mich wird SMT I wohl auf ewig eines der faszinierendsten Rollenspiele bleiben. verdammt noch mal Atlus macht endlich mal ein gutes Remake von diesem Spiel

    Týr er einhendr áss
    ok ulfs leifar
    ok hofa hilmir

  • BLACK FUTURE 88 (SWITCH)


    Das Spiel habe ich mir bei Erscheinen gleich als Retail-Version gekauft. Ein 2D Rougelike mit 80ér Flair sollte ja genau mein Ding sein.
    Irgendwie bin ich aber nicht ins Spiel reingekommen und eigentlich wäre dann die Zukunft von Black Future 88 wirklich dunkel geworden bei mir im Keller - Abgelegt und nie mehr Angefasst :dead:
    Aber der tolle Soundtrack hat mich immer wieder zurück geholt und letztendlich hat es mich letzte Woche doch noch gepackt. Gestern Abend dann endlich einen Run abgeschlossen. Fazit: Das Spiel selber ist ein durchschnittlich/gutes 2D Action Spiel. Recht unterhaltsam mit schönen Effekten und gutem 2 Spieler Modus, aber gegen das in allen Belangen perfekte Dead Cells im direkten Vergleich komplett ohne Chance. Dafür ist der Soundtrack von Black Future 88 sowas von genial, kann ich echt nicht in Worte fassen. Einer der besten Soundtracks überhaupt. Wertung: 7/10 (mit schlechterem Soundtrack wäre es eine 6 von 10!)

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    Thomas Jefferson, Präsident der Vereinigten Staaten im Jahr 1807

  • Resident Evil 3 Remake (Ps4 Pro)


    So hab mich mal an das 3er Remake rangetraut.
    Das Spiel ist wieder etwas mehr Richtung Action, ist aber für mich trotzdem viel mehr Horror als Action, es ist jedenfalls immernoch Meilenweit weg von den Action Resis 5 & 6.
    Ansich gefielen mir die typischen Resident Evil Rätsel und die wie gewohnt begrenzte Munition, das 2er Remake ist allerdings gerade beim Rätsel Aspekt verstricker und auch etwas besser gewesen. Besser als beim Vorgänger fand ich z.B. das Ausweichen und das es keinen nervigen Mr. X gibt.
    Ich kenne das Originalspiel nicht und konnte demnach auch nicht feststellen das Content fehlt, auch die geringe Spieldauer stört mich nicht, da ich das Spiel erstens gebraucht für 35€ gekauft hab und zweitens, ich ansich nichts gegen kurze Spiele habe. Macht immer großen Spaß kürzere gute Spiele mehrmals durchzuspielen.
    Insgesamt, Ja das 2er Remake ist besser, aber der 3er ist für mich eher nur knapp drunter.


    85/100

  • Picross S4 (Switch):
    Ich muss wohl nichts mehr dazu schreiben :ugly:


    Doom 3 (Switch):
    Puh, an sich hat es mir Spaß gemacht. War mein erstes Mal Doom 3, nachdem ich es damals immer nur in Magazinen und auf den beiliegenden DVDs bewundert habe. Optisch war es ja zum Release ein Oberkracher, und die Switch-Fassung finde ich immer noch ziemlich hübsch. Das Gameplay ist, sagen wir es mal nett, recht anspruchslos. Zumindest auf dem normalen Schwierigkeitsgrad: raufhalten und ein bisschen ausweichen. Auch ist der Weg ja eigentlich immer linear vorgegeben, trotzdem wusste ich an ein paar wenigen Stellen nicht so genau, wo ich jetzt hin soll. Liegt aber vor allem daran, dass quasi alles gleich aussieht. Ein Raumstationsgang nach dem anderen, die optische Abwechslung ist nur selten gegeben. Insgesamt dauerte es mir auch viel zu lange, über 12 Stunden habe ich gebraucht. Das war einfach mindestens 3 Stunden zu lang, weil eben alles gleich aussieht und die Schockeffekte über den langen Zeitraum so gut wie jede Wirkung verlieren. Trotzdem finde ich gut, dass ich ein kleines Stück Shooter-Geschichte nachgeholt habe. Und wie gesagt, ich hatte ja Spaß dabei. Aber aufgrund der ganzen Weiterentwicklungen im Genre seit anno dazumal ist Doom 3 nicht super gealtert. Und der letzte Bosskampf ist ein absoluter Witz.


    Civ VI (Switch) - 1 Runde:
    Hach ja, Civ VI und ich. Da fange ich eine Spielrunde an, zocke an einem Tag fast 12 Stunden am Stück, nur um dann drei Monate zu warten, um das Ende zu sehen :link_confused:
    In dieser Runde hatte ich auf einer Standardkarte gespielt (ich war Japaner) und schon recht früh einen Krieg mit meinem Kontinentsnachbarn angezettelt (passiert scheinbar häufiger bei mir). Dies endete damit, dass mir der komplette Kontinent gehörte, während sich die anderen vier Zivilisationen den anderen teilten. Gar keine so schlechte Ausgangslage. Ich siedelte erstmal friedlich vor mich hin, setzte aber irgendwann meinen Plan der Expansion um und griff eine der anderen Nationen an. Scheiß auf den Kriegsmalus, ich brauche Land!


    Ich eroberte ein paar Städte und beließ es dann dabei. Somit hatte ich mich auch auf dem zweiten Kontinent festgesetzt. Es passierte wieder eine Weile nicht viel, außer dass ich meine Religion auch dort verteilen wollte. Griechenland hatte allerdings was dagegen, sodass es zu einem echt heftigen und lang andauernden hin und her kam, schlussendlich war der Protestantismus aber in die Knie gezwungen und der Shintoismus bekam es mit dem nächsten Feind zu tun: dem Hinduismus. Ich ließ mir hier Zeit und verbreitete meine Religion nach und nach, sodass es auch keine Hindus mehr gab. Alldieweil versuchte ich Trajan auf meine Seite zu ziehen, aber das gesamte Spiel über wurde ich von allen anderen Zivilisationen gehasst. Warum eigentlich :dk:


    Der Grund für meine Versuche, mit Trajan anzubändeln: China baute seinen Tourismus immer weiter aus und ich hatte gehofft, ich könnte die beiden Nationen aufeinanderhetzen. Wurde zwar nichts draus, aber am Ende gewann ich die Partie trotzdem. Und zwar nicht als Religionssieg, obwohl ich die letzte Stadt, die ich hätte umstimmen müssen, quasi schon umzingelt hatte. Aber ich wollte das mit der Wissenschaft ausprobieren und konnte als erster alle Projekte durchführen. China und Indien waren mir da dicht auf den Fersen, was aber auch daran lag, dass ich diesen Entschluss erst spät fasste und gar nicht so richtig wusste, wie das funktioniert. Und eine Atombombe abzuwerfen ist absolut unspektakulär.


    Civ VI (Switch) - 1 Runde:
    Ich wollte noch eine weitere angefangene Runde beenden. Diesmal setzte ich voll auf Religion (man sieht ein Muster), mit tatsächlich nur wenig Krieg. Auf einer winzigen Karte mit schneller Spielgeschwindigkeit dauerte es auch keine Ewigkeit, und Stadt für Stadt wurde konvertiert. Viel gibt es hier gar nicht zu erzählen.


    Ich habe aber erneut festgestellt, dass mir das Spiel um den Religionssieg am leichtesten fällt. Er dauert nicht so lang, man muss sich nur um 3 Truppentypen kümmern und bei ruhiger und gelassener Herangehensweise mit einer Übermacht an Aposteln kann einem die KI nicht das Wasser reichen (vor allem, da sie auch aussichtslose Kämpfe führt und jede Niederlage ihrerseits mir extrem hilft). Beide hier aufgeführte Runden habe ich auf "König" gespielt, also eine Stufe über dem normalen Schwierigkeitsgrad. In der nächsten Runde wird die Schwierigkeit erhöht.

  • Megami Tensei Gaiden: Last Bible (Ursprüngliches System: Game Boy; von mir gespielt: Game Gear Fassung)


    Das erste MegaTen in meinem Marathon, welches ich noch nicht zuvor einmal gespielt hatte und zugleich einer der ersten Ableger des Franchises, welcher seinen Weg in den Westen fand (unter dem Namen Revelations: The Demon Slayer). Trotz einer Veröffentlichung außerhalb Japans ist das Spiel aber ziemlich in Vergessenheit geraten und nachdem ich es jetzt durchgespielt habe kann ich auch sehen warum: Last Bible ist nämlich schlicht und ergreifend kein gutes Spiel. LB hat ziemlich große Balancing Probleme, denn zum einen ist Magie viel zu Schwach um nützlich zu sein und zum zweiten ist der Schwierigkeitsgrad sehr unausgewogen. Das Spiel fängt recht fordernd an, verliert dann aber immer weiter an Schwierigkeit bis es zu Ende dem Spieler eigentlich nur noch langwierige Kämpfe ohne wirkliche Herausforderung entgegen schmeißt. Zudem ist das Spiel stark durch notwendiges Grinding gestreckt. Zum Ende hin wird auch das Rekrutieren und Fusionieren neuer Dämonen (was ja eigentlich der Kernpunkt von MegaTen ist) ziemlich überflüssig, da das Spiel einem ein paar übermächtige Dämonen quasi schenkt. Ein paar gute Aspekte hat das Spiel schon, wie die Grafik, die ganz schick für ein Handheld Spiel aus der Zeit ist, gute Musik und ein tatsächlich sehr eindrucksvolles und überraschendes Ende. Überhaupt hat mir so etwa die letzte Stunde am meisten Spaß gemacht, weil da die Story plötzlich ziemlich wilde Wendungen vor zu zeigen hatte. Im Endeffekt bin ich schon froh Last Bible endlich mal gespielt zu haben, einfach nur wegen des durchgedrehten letzten Abschnitts.


    Megami Tensei Gaiden: Last Bible II (Ursprüngliches System: Game Boy; von mir gespielt; Game Boy Color Fassung)


    Nach dem eher mauen ersten Teil war Last Bible II tatsächlich eine angenehme Überraschung. Hier wurde im Vergleich zum Vorgänger wirklich an allen Ecken und Ende etwas verbessert. Magie ist jetzt hilfreich, Grinding ist kaum noch erforderlich, der Schwierigkeitsgrad ist ausgewogener, die menschlichen Gruppenmitglieder habe diesmal Persönlichkeiten (wenn auch recht simple), die Handlung ist präsenter und ausgearbeiteter als noch in LB1 und die Musik ist nochmal ein Stück besser. Einziges wirklich großes Problem mit LB2 für mich ist, dass wie schon im Vorgänger das Rekrutieren neuer Dämonen später im Spiel an Bedeutung verliert, zuerst durch besonders starke Dämonen, die man durch Events bekommt und am Ende durch die schiere Menge an menschlichen Gruppenmitgliedern, die man gegen Ende hat. Generell hatte mir dieses Spiel zu viele Menschen als spielbare Charaktere, wodurch teilweise der Fokus von den Dämonen abgewichen ist, was ich für einen Fehler halte. Immerhin soll das hier immer noch ein Monster-Sammel-Spiel sein. Trotzdem Last Bible II hat mir durchaus Spaß gemacht. Sicherlich kein herausragendes Spiel, aber ein doch ein grundsolides kurzes RPG für den Game Boy.


    Majin Tensei I (SNES)


    Hier haben wir das meines Wissens nach erste Spiel, welches Monster sammeln mit dem Gameplay von Taktik-Rollenspielen verbunden hat. Genau so fühlt sich das Spiel aber leider auch. Majin Tensei I ist voller Potenzial und guter Ideen, die noch nicht ganz zusammenkommen, wohl weil es den Entwicklern noch an Erfahrung mit Taktik-Rollenspielen mangelte, die hier nötig gewesen wäre. Generell mangelt es dem Spiel an Variation im Map Design, denn zu viele Maps spielen sich ziemlich ähnlich und sind zudem auch gerne noch größer als sie sein müssten. Was gerade zusammen mit der Länge des Spieles zu Ermüdung beim Spieler führen kann, kein Spiel also das man in längeren Sitzungen spielen sollte. Zudem mangelt es bei den Dämonen an der schieren Anzahl, wodurch man eigentlich in jedem Durchlauf eine recht ähnlich aussehende Armee aufbauen wird. Das Balancing der einzelnen Dämonentypen ist schon auf dem richtige Weg, aber da kann doch noch was verbessert werden. Immerhin bekommt das Spiel es hin, dass man auch auf mehrere Typen setzen muss und Sologänge von Einheiten oft keine gute Idee sind, was mehr ist als so manch ein anderes SRPG auf die Reihe bekommt. Da sehe ich es mal nicht so hart, dass manche Typen schon deutlich besser sind als Andere. Womit Majin Tensei aber wirklich punkten kann ist der fantastische Soundtrack und die aufwendigen Sprites und Hintergründe in Kampf- DIalogsequenzen, die sehen nämlich auch heute noch top aus. Auch hat das Spiel das Reden mit Dämonen, um sie auf die eigene Seite zu ziehen gut ins Spielgeschehen eingebaut. Es verändert schon deutlich, wie man eine Map herangeht, wenn man theoretisch die meisten Gegner auf seine Seite ziehen könnte.
    Alles in Allem ein Spiel mit vielen guten Ansätzen und einigen merklichen Stärken, aber auch einer Menge an Schwachpunkten. Ich hatte auf jeden Fall Spaß damit, aber empfehlen würde ich es nur Leuten, die große Fans von Megami Tensei, oder von SRPGs sind.

    Týr er einhendr áss
    ok ulfs leifar
    ok hofa hilmir

  • Ori and the will of the wisps (Xbox One S)


    Habe das Spiel jetz In einem Rutsch mit beiden Patches nochmal durchgespielt.
    Neuer Stand: Kaum noch fps drops, selbst das Wassergebiet, welches vorher ein Grauen war, spielt sich mittlerweile ganz gut. Spiel ist nicht einmal abgestürzt oder gefreezt. Der Hintergrund nicht mehr so extrem verwaschen, so hätte ich das Spiel von Anfang an gerne gehabt.
    Außerdem hab ich bei meinem 2ten Playtrough auf schwer gestellt, wodurch sich das Spiel für mich auch nochmal wesentlich besser angefühlt hat.


    Nachdem ich das Spiel vorher großzügig mit 87 bewertet habe gebe ich nun eine klare 92/100.
    Für Metroidvania / Jump and Run Fans meine größte Empfehlung, bester Vertreter das Genres nach Hollow Knight.


    Auf Seite 135 meine üsprungliche Bewertung vor den Patches.

  • Xenogears


    Das Spiel bietet sehr schöne Sprites für die Charaktere und auch die Anime Sequenzen porträtieren ein fabelhaftes Bild, das war es aber auch schon für mich.


    Bin unheimlich oft bei den Mecha Boss Kämpfen gestorben, nur im Internet dann zu lesen, dass man die Bosse auf eine bestimmte Art und Weise besiegen muss. Später kann man wählen, welche Mechas man in diese Boss Kämpfe schickt und auch da ist es prädestiniert, wenn man in den Kampf schicken muss. Da frage ich mich, wozu überhaupt die Wahl? Verstehe auch nicht, warum bestimmte "versteckte" Aktionen mit den Mechas nicht erklärt werden.



    Über die Text Disc muss man erst gar nicht anfangen, Möchtegern Neon Genesis Evangelion im höchsten Maße. Ähnliches gilt für den Soundtrack, gelobt in den höchsten Tönen in manchen Foren. Ebenfalls stell ich mich hier eine Frage "haben wird das gleiche Spiel gespielt"? Ganzes normales JRPG Gedudel, mehr nicht.



    Wer er ein großer Anhänger dieses Spiel ist und überhaupt nicht mit meiner Wertung übereinstimmt, dieser Person habe eine Bitte entgegen zu bringen. Bitte überhype dieses Spiel nicht, dann stellt man nicht von Anfang hohe Erwartungen ála "es handelt sich hier um das Goat aller JRPGs" auf.


    2/10

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