Für mich gab es in 2023 bisher zwei Spieleerfahrungen, die ich abschließen konnte:
Triangle Strategy (Switch)
Nach langer Zeit verspürte ich Ende letzten Jahres - u. a. auch durch den eintretenden Hype um FE: Engage - die Lust, mich mal wieder in einem Strategie-RPG auszutoben. Und die Auswahl mit Triangle Strategy war ein voller Erfolg.
Im Vordergrund steht natürlich die hervorragende Geschichte, die mich durchgehend unterhalten hat und mit diversen Plot-Twists immer wieder für Spannung sorgte. Die Entscheidungssequenzen rund um die Waage des Urteils ließen mich daher durchaus grübeln, in welche Richtung ich die Geschehnisse vorantreiben möchte. Insbesondere die Main-Charaktere fand ich darüber hinaus gut und glaubwürdig geschrieben. Dieses Niveau konnte bei den "Gast"-Mitgliedern meines Erachtens nicht gehalten werden. Durch die Tatsache, dass die Charakter-Stories individuell gestartet werden konnten, fügten sie sich nur selten passend in die Hauptgeschichte ein.
Ein weiteres Schmankerl war jedoch die audiovisuelle Aufmachung. Da ich weder Octopath Traveler noch ein vergleichbares Spiel zuletzt gespielt hatte, war ich von dem Stil sehr begeistert. Hervorragendes Beispiel dafür, dass Videogames auf unterschiedliche Art und Weise grafisch hervorstechen können.
Wie so oft geschrieben, nehmen die Story-Abschnitte eine geraume Zeit des Spiels ein, was mir jedoch keinen Spaßabbruch bereitet hat. Für jemanden, der aktiver ins Spielgeschehen eingebunden werden möchte, mag das allerdings zu viel des Guten sein. Die Kämpfe haben mir in ihrer Aufmachung ebenso zugesagt und sind neben der Geschichte das zweite Standbein des Spiels. Mit normalem Schwierigkeitsgrad fand ich die Gefechte optimal balanciert, sodass ich - abseits der ersten Schlachten - selten durchmarschiert bin, es jedoch nie als ungerecht empfand. Dank der zahlreichen Trainingskämpfe, die sich aus dem Feldlager heraus starten lassen, fand ich die Anzahl der Duelle in ihrer gesamten Spieldauer auch in Ordnung.
Nach knapp 50 Spielstunden habe ich dann auch das von mir auserwählte Ende erreicht. Weitere Durchgänge werde ich trotz der vielen Story-Pfade, die ich beim ersten Durchlauf verpasst habe, und der drei unterschiedlichen Enden, nicht starten. Dafür ist es mir dann doch zu zeitintensiv. Außerdem habe ich so eine für mich geschlossene Handlung mit dem Spiel, mit der ich wunderbar leben kann.
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Ich hatte mich für Fredericas Vorschlag zum Ende hin entschieden & so die Rosalies nach Centralia geführt.
Spongebob Schwammkopf: Battle for Bikini Bottom - Rehydrated
Nach ein paar Wochen MK8, WarioWare & Picross sollte es mit einem weiteren Singleplayer weitergehen. Und warum auch immer verspürte ich immense Lust auf diesen gelben Schwamm. Seinerzeit auf dem Gamecube war ich großer Fan des Ablegers zum Kinofilm, BfBB ging damals jedoch an mir vorbei. So war es Zeit, diese Erinnerungslücke zu schließen.
Und wie nicht anders zu erwarten, hatte ich mit diesem Plattformer vergnügliche 20 Stunden, ohne jedoch revolutionäres im Gameplay begegnet zu sein. In Zahlen ist es wohl das klassische 7/10-Spiel, doch generell lässt es sich wohl besser aushalten, wenn man als 93er-Baujahr mit diesen schrullen Charakteren aufgewachsen ist. Da gehört es auch schon zur Tradition, dass Spongebob-Spiele aus technischer Sicht, sagen wir mal, sehr zurückhaltend sind.
Nichtsdestotrotz hat es Spaß gemacht, die hundert goldenen Pfannenwender einzusammeln & mal sehen, wann ich wieder Lust auf den neuesten Ableger Cosmic Shake bekomme.
Im Rahmen der ntower Game Challenge 2023 erhöht sich somit der Zähler auf sagenhafte 2.