Beiträge von 64bit

    So nach langer Zeit habe ich auch wieder etwas durchgespielt.


    Star Wars Jedi Fallen Order (PC)


    Ein sogenanntes Souls-Like Spiel. Ich habe es zu 100% komplettiert.


    Für Star Wars Fans (zu denen ich mich zähle) sicherlich ein tolles Spiel - die Story ist sehr gut mit einigen Überraschungen; auch wenn ich an einer Stelle noch etwas Potential gesehen habe - aber das mag auch in einem zweiten Teil genutzt werden....

    Es war mein erstes Souls-Like, sodass ich nicht beurteilen kann, wie Liebhaber des Genres es finden werden. Generell ist die Anpassung der Schwierigkeitsgrade m.E. aber gut gelungen.


    Das Spiel setzt eine Weile nach Episode 3 an. Ihr spielt einen überlebenden Padawan mit Namen Cal, der durch verschiedene Ereignisse in die Suche nach einem Holocron verwickelt wird. Mehr soll nicht verraten werden. Die Story hat mir gut gefallen.

    Grafisch ist das Spiel sehr gelungen. Allerdings fehlt mir in einer Arena und in einem Lager, welches man aufsucht, aber das Leben. Charaktere, mit denen man friedlich interagiert, stehen zum Teil unbeweglich an einer Stelle, was doch Immersion kostet. Zumindest hätte EA dafür sorgen müssen, dass die Charaktere sich etwas im Lager bewegen. Auch wenige Antwortmöglichkeiten in Dialogen werden nicht genutzt bzw. haben keine Auswirkung. Dass ist auch ein Manko - ich hätte es schön gefunden, wenn man wie bei der Jedi Knight Serie (zumindest Teil 1 und 3) sich auch auf die dunkle Seite hätte begeben können. So bleibt man einer Seite verhaftet und hat auch dem Grunde nach nur 3 Machtkräfte, was ich etwas schade finde. Dies hat zwar wenig Auswirkungen auf das Gameplay, da man doch viele Parcour-Stellen und auch Kampfvariationen hat, sodass ein guter Flow aufkommt, aber trotzdem wäre hier noch mehr möglich gewesen. Ebenfalls nicht so gut gefallen hat mir, dass man sehr häufig gegen die Natur (Spinnen, froschartige Reptilien, sonstige Fauna) antreten musste. Klar, Abwechslung an Gegnern muss sein, aber ich hätte mich über etwas mehr Sturmtruppen und Variationen von Sturmtruppen sehr gefreut - die sind es ja gerade, die das Star Wars Feeling erzeugen. Aber dennoch herrscht viel Abwechslung. Diese kommt auch durch BD-1 auf, einen kleinen Droiden, der euch durch das Spiel begleitet. Verkamen vor allem in Episode 8 und 9 die Droiden nur noch zu einem Gimmick mit teilweise wenig Charme, zeigt sich dieser Droide von seiner besten Seite und entwickelt eine eigene Persönlichkeit, die mir sehr gut gefällt und sicherlich ein Highlight ist. Verbunden mit den nützlichen Gadgets, wie zur Nutzung als Teil einer Seilbahn und zum öffnen spezieller Truhen, ist eurer kleiner Begleiter perfekt in das Spiel integriert.

    Während ihr verschiedenen Planeten erkundet, kann BD-1 auch immer wieder die Umgebung scannen, sowie ihr selbst durch die Macht verschiedenen Erinnerungen wahrnehmen, die dann durch ein Audiolog und durch Text im Menü mehr über die vorherigen Geschehnisse erzählen. Spannendes sog. Environmental-Storytelling (man erzählt durch die Umgebung die Story), manchmal hätte ich mir aber da auch Zwischensequenzen gewünscht bzw. wenn man eine Storykette komplett gefunden hat, wäre eine Zwischensequenz, die die Story erzählt schön gewesen. Das ist aber auch jammern auf hohem Niveau. Die Elemente sind gut in den Spielflow eingebunden, sodass dieser nicht unterbrochen wird. Leider folgt dennoch eine kleine Unterbrechung, nämlich dadurch, dass man die Planeten beliebig ansteuern kann (vor allem nach dem dem Erhalt neuer Fähigkeiten bietet sich dies an, um bisher unzugängliche Orte zu erkunden) und dadurch die drängende Suche doch etwas an Eile verliert. Ebenfalls als nervig empfand ich nach einer Heilung an einem Speicherpunkt, dass alle Gegner wieder respawnen - dass scheint aber typisch für Souls-like Spiele zu sein und erhöht den Schwierigkeitsgrad doch etwas. Das gute Gameplay sorgt aber dafür, dass dennoch keine Langeweile aufkommt und durch unterschiedliche Herangehensweisen kann man auch Wiederholungen vermeiden.


    Drei Kritikpunkte gibt es allerdings, die eine noch höhere Wertung von mir verhindern. Zum Einen gibt es keine Schnellreisefunktion. Die Karten sind sehr groß und zumindest an markanten Stellen wäre dies hilfreich gewesen, wenn nur noch eine Kiste gefunden werden muss, da z.T. mehrere minutenlang mit mehreren Kämpfen man sich zu einem Abschnitt begeben muss - wenn man den Weg zum zehnten Mal geht, wird es doch nervig. Unterstützt wird dies durch die absolut schlechte Umgebungskarte. Diese ist schlecht zu steuern, unübersichtlich und verschärft dieses Problem. Ich sprach außerdem von Kisten, die man findet. Auf der einen Seite, ist es schön, dass diese nur kosmetische Gegenstände beinhalten, da man doch manchmal um die Ecke denken muss, um alle zu finden. Auf der anderen Seite sind Skins für BD-1, euer Raumschiff, welches die Planeten anfliegt und Ponchos für Cal, die ich nie getragen habe, sondern bei den Anzügen, die deutlich weniger sind, die man findet, keine tolle Belohnung. Die Ponchos haben mir nicht gefallen und ein Bonus, für das Finden aller Kisten wäre schön gewesen.

    Abschließend sei noch erwähnt - der Sound ist fantastisch - es ist ja auch ein Star Wars Spiel. Auch die Sprachausgabe weiß zu begeistern.



    Als Fazit lässt sich festhalten - das Spiel macht trotz der Mankos sehr viel Spaß. Jedi Knight 2 - Jedi Outcast gefällt mir dennoch besser als Spiel (und Kyle Katarn ist deutlich cooler als Cal), dennoch von mir 86%.


    Tigger's Honey Hunt (N64)


    Tigger's Honey Hunt ist ein wenig bekanntes Winnie Pooh Jump'n Run mit Tigger in der Hauptrolle. Das Spiel ist ein 2D Jump'n Run. Angemerkt sei gleich - die PC-Fassung hat Zeichentricksequenzen, die der N64-Fassung fehlen, die aber sehr schön gemacht aussehen und man daher auch an diese Fassung denken kann (oder auch die PS1) Fassung.

    Es handelt sich bei dem Spiel um ein auf die jüngere Generation ausgelegtes Jump'n Run. Es ist nicht sonderlich anspruchsvoll und enthält nichtmal 10 Level (wenn man die Minispiellevel nicht zählt, reduziert sich die Anzahl auf 6, zu diesen Leveln unten).

    Das Spiel ist ein typisches 2D Jump'n Run. Ziel ist es allerdings nicht nur ans Ende des Levels zu gelangen, sondern dabei auch eine bestimmte Anzahl von Honigtöpfen einzusammeln. Zwischendrin muss man auch Teile von Fotos finden oder Charakteren wie Ferkelchen oder Rabbit im Level verlorene Gegenstände bringen. Dafür erhält man dann am Ende Bilder, die in ein Fotoalbum eingefügt werden. Die Level selbst sind relativ klein, aber abwechslungsreich. Man ist z.B. im Frühling, Sommer, Herbst, Winter oder bei Nacht unterwegs. Eine Fähigkeit, den erhöhten Sprung, erhält man später, sodass man Anreiz hat, frühere Level wieder zu besuchen. In den Level befinden sich wenige Gegner, sodass viele Sprungsequenzen vorliegen. Leider sind Steuerung sowie Kollisionsabfrage etwas schwammig, sodass man auch ungewollt Energie verlieren kann. Als einzige Abwechslung gibt es einmal eine kurze Verfolgungsjagd, bevor die Level eintönig werden, ist aber das Spiel auch schon wieder rum. Ein geübter Spieler spielt es locker in 1-3 Stunden durch. Das letzte Level hat mir nicht gefallen, da es sehr surreal und abstrakt angelegt war, mit komischen Elefantenfiguren, die m.E. auch nicht passten. Grafisch ist das Spiel in einem sehr schönen man kann beinahe Aquarellstil sagen, gehalten. Kein Meisterwerk, aber in sich stimmig (bis auf das erwähnte letzte Level mit sehr komischen Stil). Der Sound ist in Ordnung, nichts mit Ohrwurmqualitäten, aber auch nicht nervig.

    Der Schwierigkeitsgrad ist generell niedrig. Man kann aber die Level nochmal auf Zeit spielen, um das Fotoalbum zu komplettieren, die dortigen Limits sind teilweise schon happig. Aber die Belohnung mit dem Fotoalbum auch nicht so lohnend, dass man es machen muss.

    Es gibt drei Minispiellevel (Stein-Schere-Papier und ein Stöckchen ins Wasser werfen Spiel sowie ein merken von Buttonkombinationen). Diese Spiele sind extrem belanglos. Selbst, dass man sie im Mehrspielermodus spielen kann, rettet nichts. Sie sind langsam, ohne Herausforderung und machen wenig Spaß. Erledigen zum Durchspielen und dann schaut man sie nicht mehr an.


    Mit doppelt soviel Leveln (ohne Minispiele!) und Feintuning in der Steuerung und Kollissionsabfrage wäre das Spiel sicherlich vor allem für jüngere Gamer, aber auch für ein Wochenende ein sehr schönes Spiel. So ist es zwar immer noch nett, aber sehr belanglos und für einen kurzen Abend geeignet. Das N64 hat viele bessere Jump'n Runs. Für die Preise, für die das Spiel aktuell gehandelt wird, muss man schon Sammler sein, um es sich zuzulegen.



    65%

    Gespielt habe ich Pokemon Go nie. In der Natur und/oder Stadt möchte ich nicht dauernd aufs Handy schauen...

    Wenn man für ein gut gemachtes Spiel etwas zahlt, ist das für mich aber noch insoweit nachvollziehbar, auch wenn ich es selbst nicht mache. Sofern ich für kosmetische Gegenstände oder um das Spiel überhaupt sinnvoll spielen zu können (Stichwort: Wartezeitverkürzung) aber Beträge ausgeben soll, ist für mich persönlich eine Grenze erreicht. Bei Pay2Win sowieso, dass hat ja auch nichts mehr mit Können zu tun, wenn man dadurch Erfolge erzielt...

    Keine gute Entwicklung - die Branche hat seit Mitte der 90ziger immer mehr großartige unabhängige Studios verloren. Konkurrenz belebt das Geschäft und fördert die Kreativität.
    Außerde, dass ein Konzern wie Warner dabei seine Sparte in dem immer noch wachsenden Markt aufgeben will, kann ich nicht ganz verstehen. Man kann doch in der Zukunft weiterhin hohe Umsätze und Gewinne erwarten, mit interessanten Marken, die es bei Warner zweifellos gibt.

    Hallo,


    mir ist aufgefallen, dass folgende Spiele fehlen:


    GBA:
    Max Payne Advance
    Tom Clancy's Rainbow Six Rogue Spear


    Auf dem N64 wird für Baku Bomberman 2 (Japan), das amerikanische Logo angezeigt. Ich weiß nicht, ob das so beabsichtigt ist...



    Werden eigentlich auch inoffizielle Spiele geführt? Dann würde auch 40 Winks auf dem N64 fehlen...

    @EmpireOfSilence auf der N64 hatte der Titel 270.000 verkaufte Einheiten (Quelle Nintendo 64 Anthology). Auf den anderen Systemen ist es mir nicht bekannt. Er war aber durchaus ein Erfolg (bzw. ein gewinnerzielender Titel) für Acclaim, der auch einen Nachfolger nach sich zog, der aber total floppte. Zahlen von Turok (TUrok 1 mit 1,5 Millionen, Turok 2 mit 1,85 Millionen auf der N64) erzielte der Titel allerdings bei weitem nicht.


    Das Remaster soll die alte Nostalgie wiederbeleben, ich denke, bei damaligen Spielern kann dies funktionieren. Allerdings muss man beachten, Shadowman hat eine viel kleinere Fanbasis als Turok bzw. ist auch deutlich unbekannter, sodass ich denke, dass es ein geringerer Erfolg als die Remaster von Turok 1 +2 wird.

    @Sib Auch wenn ich nicht weiß, ob z.B. die VC rein zählt (Remakes tun es), hat Zelda insgesamt weniger Spiele und das auf weniger Plattformen veröffentlicht, sodass man es als größeren Erfolg zählen kann. Man muss dabei auch bedenken, dass der Markt von den 80ern als der erste Teil erschien und auch in den 90ern, sehr viel kleiner war. Auch im Verhältnis dürfte die Zelda-Serie daher mehr als Resident Evil verkauft haben.

    E.On hat den Super 64 für Pal-Versionen fertiggestellt und wird ihn bald veröffentlichen:



    Der Preis ist natürlich noch offen, ich rechne aber wie oben gesagt mit um die 150€.

    @Matchet1984 Quantum Break leider nur für X-Box One und PC. Max Payne 1 gibt es für den PC (ist von 2001, macht aber m.E. immer noch Spaß, nur an die "Traumabschnitte" muss man sich gewöhnen, sind aber zum Glück nur 2, würde dem Spiel aber immer deutlich über 90% geben). Max Payne 2 ist mein absolutes Lieblingsspiel auf dem PC, zwar von 2003, aber immer noch super vom Gameplay. Gibt es zumindest aber auch für die PS2 und Xbox (wobei ich nicht weiß, ob die Portierung gelungen ist).


    Fun Fact: Für Max Payne 1 gibt es auch eine GameBoy Advance Version. die ist sogar gut gelungen.

    Als nächstes habe ich dann noch Quantum Break durchgespielt.


    Quantum Break (PC)


    Als riesiger Fan des Entwicklers Remedy (Max Payne 1+2 sowie Alan Wake gehören zu meinen absoluten Lieblingsspielen), musste ich Quantum Break nachholen. Ich habe das Spiel zu 100% durchgespielt, alle Achievements erhalten, alle Entscheidungen getroffen, alles gelesen und alle Dialoge gehört.


    Quantum Break ist grafisch ein tolles Spiel. Die Umgebung, Animationen, Effekte, etc. sind toll dargestellt und in der gewohnt hohen Qualität, die Remedy abliefert. Ich hatte keine Probleme mit der Darstellung.
    Quantum Break's Kernmechanik dreht sich um die Manipulation der Zeit. Ihr spielt Jack Joyce, der nach Jahren von seinem besten Freund Paul Serene nach Riverport gerufen wird. Paul hat, maßgeblich durch die Arbeit von Jack's genialen Bruder Will, dafür gesorgt, dass eine Zeitmaschine gebaut wird. Da das Projekt nun eingestellt werden soll, soll Jack mit Paul einen Pilotversuch starten. Dieser gelingt auch, doch plötzlich kommt es zu einem Zwischenfall mit Wills Bruder und Soldaten von Monarch, dem Konzern, der überall in Riverport präsent ist und machen Jagd auf Jack und Will, während Paul in der Zeitmaschine seine Rettung sucht. Dabei kommt es zu einem Unfall, bei dem Jack Fähigkeiten erlangt, die Zeit zu manipulieren. Dazu gehört u.a. ein Zeitschield, der Kugeln stoppt, dass Wooshen, dass die Zeit in der Umgebung verlangsamt, während Jack sich schneller fortbewegen kann und der Stopper, der in einem begrenzten Gebiet die Zeit stoppt, sodass man dabei z.B. ein komplettes Magazin auf eine Stelle verfeuern kann und, sobald die Zeit wieder normal läuft, die Kugeln gebündelt das Ziel treffen.
    Die Steuerung geht dabei gut von der Hand, ich habe mir vorallem die Zeitkräfte auf die Maustasten 3-5 gelegt, sodass ein Wechsel sehr komfortabel war. Ein Überbleibsel der XBox-One Fassung ist allerdings, dass man mit der rechten Maustaste Zielen, dass heißt die jeweilgie Waffe überhaupt erst in Anschlag bringen muss, und mit der linken Maustaste erst dann schießen kann.
    Gameplaymäßig besteht das Spiel aus einfachem Erkunden, den tollen Schießereien und einfachsten Rätseln sowie vielem betrachten von Gegenständen. In der Welt sind überall PCs, Notebooks, Notizen, etc. verteilt, die Details der Story verraten. Insgesamt über 200 von diesen findet man im Spiel. Mir persönlich macht dies Spaß, in die tolle Welt einzutauchen, wer nicht gerne liest, wird damit aber nicht glücklich. Die Atmosphäre ist aber toll. Spannend ist auch, dass man nach den ersten 3 Abschnitten eines Aktes ein einfaches kurzes Level spielt, indem man eine Entscheidung für den weiteren Handlungsverlauf treffen muss. Nach dieser Entscheidung kommt das besondere Feature des Spieles zur Geltung - es folgt immer eine ca. 20 minütige TV-Serie, die die Handlung (hauptsächlich aus Sicht der Antagonisten) weitertreibt. Die Serie ist gut gemacht und die Entscheidungen wirken sich wirklich aus, wobei natürlich dennoch Szenen doppelt vorkommen. Das Ende ist aber immer das Gleiche (wobei sich auch Personen, die Überleben, unterscheiden). Der Widerspielwert erhöht sich jedoch und auch in den Levels finden sich Auswirkungen (andere Radioshows, andere Hintergrundinformationen). Eine Entscheidung und ihre Auswirkungen fand ich nicht ganz gelungen, dennoch passt alles in sich schlüssig, auf allen möglichen Handlungswegen.


    Story und Atmosphäre sind super, die Grafik auch, das Gameplay weiß meist zu gefallen, auch wenn mehr Zeitmainpulationen mit der Umgebung durchaus interessant gewesen wären, ein "Übergegner" wird thematisiert, auf den man nie trifft, eventuell war dies eine Idee für einen nie realisierten DLC oder gar einen zweiten Teil gewesen, aber es wäre spannend gewesen, auf den Gegner zu treffen, wobei es nicht wirklich auffällt, dass man diesem nicht begegnet. Man muss mitdenken, da die Handlung dazu einlädt und wendungsreich ist. Die Steuerung ist gut, auch wenn man sich an das Zielen mit der rechten Maustaste erstmal gewöhnen muss. Die TV-Serie und damit die Vermischung von Spiel und Serie hat mir gut gefallen, ist aber sicherlich nicht jedermanns Sache.


    Was mir gut gefällt, dass alle Charaktere nachvollziehbar handeln und Remedy nicht nur Helden, sondern auch Schurken toll darstellen kann. Leider fand ich die Musik, vorallem die lizensierte, schwächer als in den früheren Titeln von Remedy. Der Soundtrack in den Levels ist gut gelungen, aber auch nicht so legendär, wie in Max Payne 1+2 oder Alan Wake.


    Für Fans von Remedy, d.h. von Max Payne 1+2 und Alan Wake ist das Spiel ein muss (die vielen EasterEggs zu den Titeln, sind auch klasse). Wer keine Angst hat, für das Eintauchen in eine Story viel lesen zu müssen, wird begeistert sein.



    Wertung: 89%

    Ich habe jetzt auch mal begonnen meinen Pile of Shame weiter abzubauen - die letzten Wochen allerdings auf dem PC.


    The Vanishing of Ethan Carter Redux (PC)
    Vorab: Ich habe das Spiel zu 100% mit allen Achievements beendet.
    Eine fantastische Landschaftsgrafik, allerdings haben mir die wenigen menschlischen Figuren im Vergleich nicht gefallen. Man ist aber grundsätzlich alleine unterwegs. Das Spiel wird aus der First Person View gesteuert, Action gibt es allerdings fast keine, das Spiel ist auf Erkunden und Rätsel ausgelegt. Das Spiel lebt von seiner Story (die ich nicht spoilern werde) und Atmosphäre, die sehr gelungen ist. Gameplaytechnisch ist es ein Walking Simulator mit meist einfachen Rätseln, die ironischer Weise am Ende(bis auf ein Rätsel) leichter werden. Das Spiel erinnert dabei etwas an den PC-Klassiker Myst. Die Spieldauer beträgt 3-4 Stunden, wobei das Spiel sobald man weiß, was zu tun ist, theoretisch in 2 Stunden durchgespielt werden kann. Allerdings besteht bis auf das Bewundern der Spielgrafik kein Wiederspielwert.
    Da ich Alan Wake absolut fantastisch finde, hat die Atmosphäre mir sehr gut gefallen. Es ist schon eine unheimliche Mystery-Stimmung, allerdings, bis auf in einer Szene, kein Horror. Da ich kein Horror-Fan bin, kam mir das auch sehr entgegen.
    Das Spiel sagt gleich zu Beginn, dass es niemanden an die Hand nimmt, darauf muss man gefasst sein, so ist nicht immer klar, was man nun überhaupt machen soll. Dies ist ein Manko und kann von einem die Atmosphäre unterstützenden Feature schnell ins nervige Umschlagen. Alles in allem, ein sehr atmosphärisches Spiel mit guter Story. Für Mystery-Fans auf jeden Fall empfehlenswert.


    Wertung: 72%


    Jedi Knight III - Jedi Academy (PC)
    Die Jedi Knight Reihe ist legendär und viele Fans wünschen sich einen neuen Ableger. Nachdem ich vor ein paar Jahren den fantastischen zweiten Teil (der von mir 91% erhalten würde) durchgespielt habe, machte ich mich nun an Teil III. Ich habe das Spiel zu 100% durchgespielt und beide Enden gesehen.
    Man spielt Jaden Korr, Schüler von Kyle Katarn, dem Helden aus den ersten beiden Teilen (und es im Legends-Universum auch in die Bücher geschafft hat), der mittlerweile Jedi Meister geworden ist und zusammen mit Luke Skywalker in der Jedi Akademie auf Yavin 4 unterrichtet.
    Die Überreste des Kultes der Verlorenen sind wieder aufgetaucht. Der Jedi-Orden muss diese bekämpfen und die neue Republik schützen. Star Wars typisch findet sich hier der Kampf der hellen gegen die dunkle Seite der Macht wieder und man muss die Auferstehung der Sith verhindern.


    Schön ist, dass man seinen Charakter frei anpassen kann, Haarfarbe, Geschlecht, Alienrasse, etc. sind alles einstellbar. Wer also bspw. einen Twi'lek spielen will, kann dies. Kanon scheint allerdings der menschliche Jaden Korr zu sein. Trotz des Charaktergenerators, wird es allerdings geschafft, dem Charakter etwas tiefe zu geben. An Kyle Katarn reicht er m.E. aber nicht ran.
    Das Gameplay ist sehr an Teil 2 orientiert und macht Spaß. Jaden steuert sich flüssig. Anders als in Jedi Knight 2 ist man auch gleich zu Beginn fast ausschließlich mit dem Lichtschwert unterwegs und das Gameplay und die verschiedenen Spiele machen einfach Spaß. An einem Punkt im Spiel bekommt man die Möglichkeit sein eigenes Lichtschwert zu designen und dabei auch die Möglichkeit zu entscheiden, ob man eine Doppelklinge a la Darth Maul oder zwei Lichtschwerter oder ganz klassisch ein Lichtschwert führen will. Die Story ist nicht so gut wie in Teil 2, was meiner Meinung nach auch an einer Gameplay-Entscheidung liegt (dazu unten). Es gibt noch im Verlauf des Spieles eine Entscheidung gegen Ende, die massive Auswirkungen auf den Endkampf und den Abspann hat. Jeder Star Wars Fan kann sich denken, worauf die Entscheidung hinausläuft ;-)
    Man absolviert mehrere Hauptmissionen, die gameplaytechnisch toll sind, den gezielten Einsatz der Machtkräfte (die man auch frei wählen kann, wie Kyle sagt: Die Kräfte sind neutral, sie werden erst gut oder böse durch die Handlungen des Nutzers) setzen sie voraus und dennoch fehlt Ihnen meiner Meinung nach die Finesse und auch die Levelgröße von Teil 2. Dennoch sind sie sehr gelungen. Zwischendrin kann man immer wieder zwischen kurzen Nebenmissionen wählen, wobei von 5 Missionen immer 3 absolviert werden müssen, bevor die Story voranschreitet. Auch wenn versucht wird, die Nebenmissionen in die Story zu integrieren, fühlen sie sich doch losgelöst vom Spiel an. Das stört doch etwas und lässt keinen solchen Handlungsfluss und eine vergleichbare Motivation wie in Jedi Knight 2 aufkommen. Die Missionen sind deutlich kürzer als die Hauptmissionen, bitten aber einiges an Abwechslung (Verteidigungsmissionen, Aufklärungsmissionen und Verfolgungsmissionen sind u.a. Teil des Paketes), fühlen sich aber manchmal etwas lieblos an. Dennoch macht es, wie in den Hauptmissionen, Spaß, die verschiedenen Machtkräfte einzusetzen und auszuprobieren. Das Gameplay und Spielgefühl ist weitestgehend von Teil 2 übernommen und macht sehr viel Spaß.
    Der Sound ist über jeden Zweifel erhaben - typische Star Wars Klänge geparrt mit einer tollen Sprachausgabe sorgen dafür, dass kein Wunsch offen bleibt. In der deutschen Fassung hört man auch die Original-Synchronstimme von Mark Hamill als Luke Skywalker - ein atmosphärischer Bonus.


    Im Ergebnis lohnt sich Jedi Academy auch für Nicht-Star Wars Fans. An Teil 2 kommt das Spiel zwar nicht dran, es handelt sich aber immer noch um einen Toptitel.


    Wertung: 85%

    Paper Mario: Die Legende vom Äonentor ist klar meine Nummer 1. Ich bin kein Fan von RPGs - und dann spielte ich diese Spiel und konnte nicht aufhören. Soviele kreative Ideen und Levels, die einfach nur Spaß machen. Das Wrestling-Kapitel und das Zug-Kapitel haben besonders Spaß gemacht. Eine tolle Story, spannende Charaktere, tolle Papierverwandlungsmöglichkeiten und der Detektiv, der einen für Luigi hält, geben der Welt einen tollen Charme. Das Kampfystem und die Partner waren ebenfalls super. Bis heute mein liebstes GameCube-Spiel - und das in einem Genre, von dem ich nie der größte Fan war.


    Paper Mario 1 habe ich erst 2014 gespielt - aber dann in quasi einem Rutsch durch. Eines der großartigsten N64-Spiele, dass leider so spät im Lebenszyklus des N64 erschien, dass es nie die große Aufmersamkeit erhielt, die es verdient hatte. Aber hier war auch der Charme der Welt unglaublich gut, genau wie das Kampfsystem. Paper Mario 2 hat auf diesem großartigen Fundament aufgebaut und es nochmal verbessert - daher "nur" Platz 2.


    Super Paper Mario hatte für mich nicht den gleichen Charme wie Teil 1 und 2. Schöne Ideen (wie die 3D-Ansicht) waren vorhanden, dass Spiel konnte mich trotz spannender Handlung aber nicht so sehr fesseln. Das Gameplay war zwar gut, gefiel mir aber auch nicht so wie Teil 1 und 2.


    Color Splash und Sticker Star kann man unter ferner liefen abhaken....

    Toy Story 2 - Buzz Lightyear to the Rescue (N64)


    Ein Lizenzspiel von Disney, aber sehr kurzweilig, wenn auch von den Weihen eines Mario oder Banjo deutlich entfernt. Die damalige N-Zone-Wertung von 89% kann ich nicht nachvollziehen, aber es ist kein Flop, einige Level sind sogar sehr gelungen.


    Man spielt Buzz Lightyear und muss seinen besten Freund Woody davor retten nach Japan in ein Spielzeugmuseum verkauft zu werden. Das Spiel folgt der Handlung des Films, wobei es auf der N64 keine FMV-Sequenzen gibt und die Standbilder doch etwas zusammenhanglos wirken. Sicherlich ein Manko des Spiels. Die Handlung bleibt doch sehr Wage.


    Die verschiedenen Level zeigen die Welt aus Spielzeugsicht. Die Vermittlung der Perspektive gelingt häufig gut. Das Spiel besteht aus 15 Leveln. Immer nach 2 Leveln folgt ein Endgegner-Level. In letzteren gilt es nur den Endgegner zu besiegen, was ziemlich leicht ist. In den anderen Leveln gilt es jeweils 5 Pizza-Planet-Chips zu sammeln. Dabe sind die Aufgaben immer einem Typ zugeordent. Das heißt entweder ein Rennen gegen die Zeit oder einen Gegner, 50 Münzen sammeln, 5 Spielzeuge finden, einen Zwischengegner besiegen und eine Rätselaufgabe. In einigen Leveln muss man außerdem ein Teil von Mister Potato Head, beispielsweise seine Nase oder seinen Arm finden und zurückbringen. Als Dank erhält man Zugriff auf eine Fähigkeit, die man auch in vorherigen Leveln dann nutzen muss.
    Bei den Levels zeigt sich Toy Story 2 vorallem in den Leveln in Wohnungen/ Häusern, wenn man beispielsweise die Küche erklimmen muss, von seiner guten Seite. Der Baustellenlevel ist in meinen Augen sehr gut gestaltet. Auch die Spielzeugmarktlevel wissen zu gefallen. Leider sind es vorallem die letzten beiden Level und die Endgegner, die eher uninteressant gestaltet sind. Die letzten beiden Level wirken sehr lieblos. Durch die schwache Storydarstellung (der Film selbst ist klasse) fehlt es auch ein wenig an Motivation.


    Enttäuschend ist der Bonus für das Sammeln aller Pizza-Planet-Chips, sowie der Abspann. Man wird doch irgendwie ohne Belohnung zurückgelassen.


    Die Steuerung funktioniert, ist aber durchaus manchmal bei Sprungsequenzen störisch. Der Schwierigkeitsgrad ist aber so, dass man dadurch nicht ein Leben verliert. An die Kamera muss man sich gewöhnen. Die automatische Kamera ist eine Katastrophe. Manuell hat man doch mehr Kontrolle, perfekt ist es aber bei weitem nicht. Wer 3D-Jump'n Runs aus der Zeit kennt und mag, findet sich aber zu Recht.


    Alles in allem würde ich dem Spiel aufgrund seiner Kurzweiligkeit 79% geben. Kein Klassiker aber für Genrefreunde und für Zwischendurch sicherlich ein nettes Spiel.

    Es ist ja kein klassisches Demake in dem Sinne, dass Odysee auf N64-Niveau reduziert wurde, sondern die Implementierung von Odysee-Mechaniken in Mario 64. Das Interessante ist dabei natürlich einmal, was theoretisch auf dem N64 möglich gewesen wäre, als auch die andere Physik in Mario 64, die hier angewendet wird.


    Als technisches Konzept sicherlich interessant und sicherlich eine technisch beeindruckende Arbeit.

    Man muss schauen, wie das Endprodukt aussieht. So sieht es nach einem schlechten PC-Port aus. Aber ich hoffe der erste Eindruck ist falsch. Genial wäre es aber, wenn jeweils ein Joy Con eine der Antriebsdüsen steuern könnte. Beim N64 konnte man ja auch mit zwei Controllern jeweils eine Antriebsdüse steuern.

    Ob das wirklich ein Fehler ist, bin ich mir auch nicht sicher. In der Shindou-Version hat Nintendo ja auch den Backwards-Longjump entfernt, da hätte man ja auch dies mit weniger Aufwand fixen können.
    Wahrscheinlich gefiel es eher den Entwicklern besser oder man hatte das Gefühl einen besseren Blick auf Mario zu haben, oder die Performance war besser.
    Aber interessant, wie man das Spiel verändern kann und was für Ideen nach 24 Jahren aufkommen.

    Ein schön geschriebener Test, dennoch finde ich die Wertung etwas zu niedrig. Ich habe das Spiel letzten Monat am PC durchgespielt und auch wenn es nicht an die Klasse von Jedi Knight 2, vorallem auch hinsichtlich der Story rankommt, ist es für mich definitiv eine 7 oder 8.
    Man sollte zwar Teil 2 vorher gespielt haben, damit die Story mehr hergibt, aber vom Gameplay ist das Spiel super. Vorallem die Lichtschwertkämpfe fühlen sich gut an.
    Was das Spiel auch richtig macht, ist es, dass Star Wars Feeling zu transportieren. Man fühlt sich tatsächlich wie ein Jedi, aber auch die Welten sind für Kenner gut getroffen.


    Ärgerlich sind sicherlich die Probleme im Mehrspielermodus, aber als reines Singleplayerspiel kann man gerne zugreifen, wenn man nur sich nur ein wenig für Star Wars oder Sciene Fiction begeistern kann.
    Wer einen PC hat, sollte aber wegen der Steuerungsoptionen doch eher an die Version denken (dürfte wohl auch günstiger sein).

    @rongar


    Wenn du Tetris dazu zählst, dann natürlich noch The New Tetris, ebenso wie die Bust-A-Move Teile (Bust-A-Move 2 und Bust-A-Move 3DX).
    Mir fallen noch ein, wenn man 2D weit auslegt:


    Tigger's Honey Hunt
    Donald Duck Quack Attack (wobei da auch 3D-Abschnitte wie bei Crash Bandicoot dabei sind)
    Rampage - Universal Tour
    Sim City 2000
    Einige Mahjong-Spiele
    StarCraft 64 (wenn man C&C auch zählen will)

    @I_AM_ERROR


    Wobei Kirby 64 bei vielen als einer der besten Ableger gilt. Ich muss gestehen, es ist das einzige Kirby, dass ich bisher gespielt habe (bin kein großer Fan des Charakters) und fand es auch gut.


    Bei Donkey Kong 64 muss ich sagen, dass ich die ersten drei Level wirklich gut fand und dann wurde es - was sich davor schon andeutete - immer fragmentierter und fragmentierter. Rare hat es einfach übertrieben. Das gleiche Problem hatte ich da auch mit Banjo-Tooie, es fehlte einfach an einigen Stellen die Struktur. Auch gab es bei DK64 immer weniger Jump'n Run Aufgaben, sondern Minispiel folgte auf Minispiel.


    Dieses Video trifft viele meiner Gedanken ziemlich gut:



    Ansonsten war es, wie du richtig sagst, die 3D-Zeit und ich selbst bin auch riesiger Fan gut gemachter 3D-Jump'n Runs. Dennoch gab es die 2D-Titel, aber sie waren halt Nische.


    Aber schau dir - falls noch nicht geschehen - Mischief Makers, Mystical Ninja 2 - Goemon's Great Adventure und Yoshis Story an. Alles gute bis sehr gute 2/ 2,5D Spiele auf der N64.

    Aktuell ist da viel Bewegung drin. Sehr gut soll auch der E.ON Super 64 Adapter sein. Allerdings gibt es diesen noch nicht für PAL-Konsolen und der Preis ist mit 150 Dollar auch happig (wenn auch günstiger als HDMI-Mod). In Kombination mit dem mclassic Kabel (das wird das erwähnte für 130 Dollar sein) hat man wohl das beste Bild und muss im Gegensatz zum HDMI Mod auch nichts an der Konsole schrauben oder schrauben lassen.
    Es kommen aber sehr viel neue Adapter raus, sodass ich hoffe, dass dieses Jahr auch noch eine günstigere Lösung erscheint.