Beiträge von simply mod

    Sensiva Eine Überlassung für einen Wurf mit dem Welpenpreis verrechnen kenne ich auch, das ist in meinen Augen OK. Ebenso ist es ok, dass Käufer ohne Zuchtinteresse nicht die erste Wahl haben bei Welpen bzw. kenne ich es auch, dass der Deckakt mit der ersten Wahl (meist vorab auf ein Geschlecht festgelegt) bezahlt wird. Aber die verpflichtende Sterilisation finde ich schon hart übergriffig und zusammen mit den vorgenannten Kriterien macht es das echt unseriös.


    Ich kann aber total verstehen, dass deine Schwester wieder einen Hund will. Selbst ohne solche Probleme kaufen sehr viele Leute einen neuen Welpen, kaum dass der vorherige Hund tot ist. Dafür braucht es keine Rechtfertigung.

    Sensiva Das Fettnäpfchen vermisst mich schon, aber:

    - Google findet keine Wikipediaseite zur Rasse in den ersten Treffern

    - Der Name ist ein willkürliches Kofferwort

    - Weder VDH noch FCI haben die Rasse anerkannt.

    - Der Welpenpreis ist jenseits von Gut und Böse und zeugt in meinen Augen eindeutig von kommerziellem Interesse


    Das ist doch "nur" ein Mischling mit selbstgemalter Ahnentafel?! Das kann doch nicht ernsthaft jemand zu dem Preis kaufen wollen?


    Falls ich in deinen Post korrekterweise Besorgnis und Verwunderung hineininterpretiere, dann teile ich diese vorbehaltlos.

    MellowLady Hier im Turm gibt's auch genug seltsame Leute, insbesondere Leute (im weitesten Sinne) um die 40 mit großem Metthunger sind ganz, ganz große Knallköppe, aber man muss uns trotzdem mögen, weil wir es einfach nicht akzeptieren, wenn man uns nicht mag :ugly-classic:

    Antiheld Korrelation und Kausalität sind halt schon noch zwei verschiedene paar Schuhe. Ich glaube es gibt genug Hundehalter, die auch ohne Hund nicht einsam wären. Und es gibt auch bestimmt Depressionskranke mit Hund. Einigen wir uns auf "In sehr vielen Fällen hat ein Haustier einen rein individuellen Nutzen"?

    @KaTeaChan Ich will hier gar nichts verbieten oder entsorgen, keine Sorge.


    Antiheld zum Ersten: Ob du einsam bist oder nicht, ist vorrangig dein Thema und mir piepegal. Nicht einsam zu sein ist dein Nutzen. Und auch Raucher argumentieren teilweise mit der Beruhigung durch Zigaretten bzw. mit der Zigarette gegen Stress. Bleibt aber ein rein persönlicher Nutzen.


    Antiheld zum Zweiten: Natürlich ist es sinnlos, vermutlich nicht machbar und ein Eingriff in Privatsphäre und andere Menschenrechte, wenn man die Kosten des Rauchens sauber den Rauchern zuschreiben will.

    Ich bin ein großer Verfechter von allgemeinen Krankenversicherungen und dem Solidargedanken dahinter und sehe es so, wie es auch schon gesagt wurde: Wenn die Gesellschaft es erlaubt, muss sie es auch aushalten. Und da reihe ich Feuerwerk ein: Man muss es eben aushalten. Genau so, wie Kynophobiker es aushalten müssen, dass es eben Hunde gibt als Haustiere oder oder oder. Ja, es gibt negative Seiten, ja, eine Regulierung kann sinnvoll sein (plastisch: Reduzierung der Schwarzpulvermenge pro Böller), aber nein, ein Totalverbot oder eine Einschränkung, die dem nahe kommt, lehne ich ab.

    "Eine Einschränkung, die dem nahe kommt" wäre übrigens auch ein rein öffentliches Feuerwerk. An wie vielen Orten will man das abhalten? Wie organisiert man den Transport der Leute dorthin? Auf dem Land ist es schon werktags schwer, mit dem ÖPNV wegzukommen, wie soll das nachts an Silvester bitte aussehen? Klar, in Berlin mit S-Bahnen rund um die Uhr und höher Bevölkerungsdichte ist das machbar, aber schon viele Kreisstädte stehen vor der Frage, entweder pro Ortschaft im Umland was anzubieten oder aber diese Ortschaften anzubinden, so dass einem Feuerwerk in der Stadt beigewohnt werden kann.

    The Hoff Eine Welt, in der niemand durch den Geruch von Zigaretten belästigt wird (und dazu kann man auch zählen, wenn Personen oder Räume nach Rauch riechen) und in der jeglicher Müll von Zigaretten korrekt entsorgt wird, ist doch eine Utopie. Und da lasse ich noch außen vor, dass die gesundheitlichen Folgen des Rauchens eigentlich auch komplett durch Raucher zu tragen sein sollten.

    Daher ist "sachgemäße" Nutzung bei Zigaretten eine Annahme, die man meines Erachtens nach in einer Diskussion nicht treffen darf.


    Ich führe die Liste von Dingen ohne gesellschaftlichen Nutzen aber mit negativen Folgen übrigens gerne noch ein wenig fort: Haustierhaltung. Rein nüchtern betrachtet hat das viele negative Auswirkungen und der Nutzen ist rein individuell.

    • Angst vor Hunden ist durchaus weit verbreitet, wobei die Zahlen da stark schwanken zwischen rund 50% und etwa 4% mit "klinisch bedeutsamer" Hundephobie.

      Und wieder einmal: Wenn 4% der Menschen sich in Gegenwart von Hunden unwohl fühlen (hier untertreibe ich bewusst die Bedeutung einer klinsch bedeutsamen Phobie!), dann wirkt das Katzenklo, was drei Tage nicht benutzt wird, ganz anders (ja, Angst vor Hunden und die Klientel

    • Von dem, was bei uns in der Familie Krüppeltiere genannt wird und gemeinhin als Qualzuchten bezeichnet wird (Möpse, Chihuahuas) will ich gar nicht reden. Aber es gibt noch viel mehr Hunderassen mit genetischen Problemen - Cocker-/Spanielwut, Merlefaktor, taube Dalmatiner oder die gar nicht so seltene rassenbedingte Prädisposition für Herzerkrankungen.
    • Neben genetischen negativen Auswirkungen gibt es natürlich auch noch die guten zu fett gefütterten Hunde und Katzen. Ein Blick in die Natur zeigt, dass diese Tiere ein medizinisches Problem als Geschenk ihrer Halter bekommen haben und diese negative Auswirkung ohne Haustierhaltung gar nicht existieren würde. Und ein fettes Tier, in der Bewegung eingeschränkt, ist 365 Tage im Jahr fett und geschädigt und hat nicht nur drei Tage Muffensausen wegen nem Knallfrosch (pointierte Überspitzung, kein Herunterspielen).
    • Bei exotischen Haustieren (Chamäleon, Geckos, Schlangen, Spinnen) kenne ich mich nicht aus, aber aus dem Bauch heraus(!) - und Experten sind hier gerne gesehen - kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Terrarium eine adäquate Unterbringung für ein Wildtier ist. Oder gelten diese Tiere inzwischen als domestiziert wie Hunde und Katzen und leben gerne auf nem Quadratmeter hinter Glas?


    Bevor es jetzt falsch herüberkommt: Ich habe weder Haustiere, noch rauche ich oder trinke besonders viel Alkohol und Feuerwerk habe ich seit vielen, vielen Jahren nicht mehr benutzt. Ich will auch gar nicht, dass irgendwas davon verboten wird. Aber wenn man über ein Feuerwerksverbot nachdenkt, wären das rein von der Vernunft kommend die nächsten Schritte.

    ... und da auch Zigaretten und Alkohol bei "sachgemäßer" Nutzung Schäden verursachen, müssten die dann gleich mit verboten werden.


    Die Frage ist: Wieviel Menschsein darf erlaubt sein, wie viel Spaß bei bekannt negativen Folgen erlaubt man?

    Ich führe das Thema Verbot von Feuerwerk mal hier fort:

    Mich würde interessieren, was das so für Dinge wären.


    Alkohol, Zigaretten, Autorennen, Großveranstaltungen wie Fußballspiele, Konzerte, Festivals...

    Das waren die Beispiele, die ich erwartet habe. Nur passen diese vorne und hinten nicht.


    Alkohol und Zigaretten zum Beispiel schaden bei "normalem/richtigen" Genuß keinen Anderen. Feuerwerk dagegen ist im Grunde immer Umweltschädlich, jeder einzelne Böller. Und jeder einzelne Böller, außer man zündet ihn in der wüste oder einsam auf dem Meer, betrifft Andere Menschen. Und Tiere im Grunde immer.


    Nun hab ich das Thema hier aufgemacht und dann den Turm die letzten Tage etwas Turm sein lassen, aber ich will gerne da ansetzen, wo mir die Locke© schon die Beispiele vorweggenommen und der Mann von der Waterkant geantwortet hat.


    Tatsächlich sind Rauchen und das Trinken von Alkohol auch genau die richtigen Beispiele und Analogien zum Feuerwerk:

    • Auf der Positivseite steht bei allen drei Sachen genau eine Sache: Spaß und Genuss für den, der es konsumieren will. Es gibt keine weiteren Vorteile oder Gewinne für den Einzelnen oder die Gemeinschaft.
    • Zigaretten sind sehr wohl eine Verschmutzung der Umwelt - zwar nicht bei "richtigem" Gebrauch, aber bei "normalem" Gebrauch in 2/3 der Fälle (vgl. hier, wo auch die umweltfreundlichen Inhaltsstoffe aufgelistet sind.) Die Zahl findet man auch beim BUND Schleswig-Holstein oder leicht erhöht beim bayrischen Rundfunk.
    • Durch das Rauchen bedingte Krankheiten gibt es genug
    • Beim Alkohol gibts ebenfalls genug Krankheiten, vom Fetalen Alkoholsyndrom über Demenz und Bluthochdruck (welcher dann, unabhängig von seiner Ursache, weitere Krankheitsbilder begünstigt).
    • Da es so etwas wie Passivrauchen nicht gibt für Alkohol, hat der liebe Gott, nachdem er den Energieerhaltungssatz fertig hatte, auch ein Naturgesetz aufgestellt, dass Alkohol nicht verschwinden kann, sondern in Gewalt umgewandelt wird - zwar nicht zu 100% aber anteilig (siehe hier:(
      • Bei Verkehrstoten gibt es unterschiedliche Methodiken (vgl. auch ADAC, rein aus dem Bauch heraus(!) ist aber schon ein Anteil von 4,9% an den Verkehrstoten (und erst recht jeder 17. oder gar 19,5%) durch Alkohol deutlich höher als der Anteil unter Alkohol gefahrener Kilometer an der Gesamtfahrleistung in Deutschland.
      • Bei Gewalttaten (von Körperverletzung bis Mord) sind es etwa 30%, in denen der Täter/Tatverdächtige unter Alkoholeinfluss stand. Damit ist nicht gesagt, dass diese Taten ohne Alkohol nicht passiert wären, aber - wieder aus dem Bauch heraus(!) - ich würde behaupten, dass im Allgemeinen nicht 30% der Menschen zu einem beliebigen Zeitpunkt unter Alkoholeinfluss stehen, sondern deutlich weniger, der Anteil bei Gewalttätern also deutlich höher ist.
    • Autorennen ist wie Autobahn, nur potenziert, da spar ich mir die Argumente/Quellen.


    Man könnte also ohne Weiteres alle drei Sachen verbieten und bis auf entgangenen Spaß hat man nichts verloren, dafür aber viel gewonnen. Und ja, wenn weniger Leute durch Alkohol/Zigaretten und daraus folgende Krankheiten der Gemeinschaft auf der Tasche liegen, dann ist das ein Gewinn für alle.

    Und auch, wenn ich hier böse Blicke bekomme: Wenn durch Alkoholeinfluss Gewalt gegen eine unalkoholisierte Person ausgeübt wird, dann finde ich das deutlich schlimmer, als wenn sich zu Silvester (und ja, dann ist es nicht eine Nacht, sondern drei Tage) "ein paar" Haustiere unterm Bett verkriechen. Das sage ich übrigens als jemand, der rund 30 Jahre lang mit Hunden im Haus gelebt hat, mir sind Haustiere also nicht per se egal.


    Nimmt man sich jetzt die Ausschreitungen und die Gewalt dazu, dann wird Feuerwerk zum Werkzeug, aber ist nicht der Grund. Wenn man sich den Bericht im rbb anschaut (ARD Mediathek, dann passen sowohl die Stadtteile (ab etwa 2:40) als auch die Aussagen des Feuerwehrmanns (ab etwa 4:30, insbesondere ab etwa 5:10 - auch als Text verfügbar), dann ist die Ursache der Krawalle doch nicht Feuerwerk, sondern verfehlte Integrationspolitik. Das sieht im Westen sehr ähnlich aus und neben der Aussage, dass ein Böllerverbot eigentlich nur ein Verbot von Alkohol und Zigaretten bedeuten muss, gehe ich noch einen Schritt weiter: Böllerverbot ist hier gerade ein Feigenblatt, um importierte Probleme zu kaschieren.