Spiele verlieren dadurch immer mehr Ihren Status als Kulturgut, werden vielmehr zu Wegwerfware. Klar, für die Platformbetreiber ist das alles ganz toll. Im eigenen Store kann ich die Preise diktieren und irgendwann, wenn's nicht mehr genug abwirft, wird selbiger einfach dicht gemacht. Zumal ich im Falle des 3Ds sogar einfach mal vermuten würde, dass die Zugriffe bzw. Verkäufe im Store sicherlich im Verhältnis marginal, aber doch vorhanden waren. Aber klar, vermutlich nicht mehr lukrativ genug. Schade für die vielen kleinen Perlen winziger Entwickler, denen vielleicht einfach auch Kapazitäten fehlen, einfach mal so auf eine neue Plattform zu portieren. Die großen Publisher wiederum bekommen schon leuchtende Augen beim Gedanken an ein vermutlich schneller als erwartet kommendes Ende des Retailmarktes.
In meinen Augen haben Plattformbetreiber wie Nintendo, aber auch Sony oder Microsoft die Pflicht, hier auch aus spielkultureller Sicht den Zugriff auch langfristig zu erhalten. Ich weiß, romantische Wunschvorstellung, vor allem in Bezug auf Gierschlund Nintendo. Nichtmal einen angemessenen Sale der eigenen Marken hat man angeboten. Friss oder stirb, in dem Falle sogar beides.
Bin echt angefressen. Hab sogar noch lange mit mir gehadert, nochmal alles mitzunehmen was geht, FOMO lässt grüßen, es aber dann doch sein lassen.
Nintendo macht echt viele tolle Dinge, für die ich gerne bereit bin, mein Geld auszugeben. Es ist die Arroganz, die mich wirklich wütend macht und das nicht erst seit Neuestem.