Beiträge von Super Lakitu 64

    Ja, ich spiele derzeit sehr viel auf meiner Wii. Ich habe in den vergangenen 13 Jahren, in denen ich meine Wii nun schon besitze schon die ein oder andere Betriebsstunde von dieser Konsole abgefordert...


    Trotz dessen, dass die Nintendo Switch nun auch schon in ihr siebtes Jahr geht und ich auch sehr gerne mit jener einige Stunden zubringe, so habe ich mir für dieses Jahr allerdings vorgenommen, einige meiner Wii-Games zu vervollständigen.


    So möchte ich beispielsweise bei meinem Mario-Kart-Wii-Spielstand den Sternenrang in jedem Cup schaffen, was mir bisher bei dem Spezialcup des 150ccm und in den Spiegel-Cups noch nicht gelang.

    Zudem habe ich einen neuen Spielstand angefangen, der sicherlich auch noch etwas Zeit fressen wird.



    Dann gilt es natürlich auch solche Spiele wie Super Mario Galaxy 1&2 nochmal zu vervollständigen, das mache ich zumindest bei Mario Galaxy 1 gut und gerne ein Mal pro Jahr.


    Mein größtes Projekt wird aber denke ich Animal Crossing: Let's Go to the City!


    Jenes habe ich nämlich tatsächlich bis kurz vor Jahresende noch nicht besessen und es mir jetzt einmal gekauft. Dort möchte ich bis Ende des Jahres auf jeden Fall mein Haus ausgebaut und das Museum weitestgehend vervollständigt haben sowie Nooks Laden zu „Hyper Nook“ ausgebaut haben, was aber das geringste Problem darstellt, da ich innerhalb einer relativ kurzen Zeit bereits bei „Mega Nook“ angelangt bin!

    Ganz klar sticht hier für mich der Satori-Berg heraus. Ich finde natürlich wunderschön, dass das Zelda-Team auf diese Weise an den verstorbenen Präsidenten erinnert, aber selbst wenn man diesen Gesichtspunkt beiseite schiebt, so bleibt der Satori-Berg ein herrlich idyllischer Ort, den ich immer wieder gern angesteuert habe.

    Der Phönix steht aus seiner eigenen Asche auf, weil er es selbst ist, der in Flammen aufgeht.


    Der Videogame-Crash 1983 hatte zwar natürlich weltweite Auswirkungen, aber er war eben ein primärer Crash der US-amerikanischen Videospielhersteller. Insofern hat Nintendo eher den US-amerikanischen Phönix während er in Asche-Form war, in den Müll gekehrt und sich sehr geschickt in die Lücke platziert, die dann enstanden ist.

    Bitte sehr, da magst du Recht haben, es war nicht seine eigene Asche, aus der Nintendo emporstieg.

    Das war zu erwarten...

    Das pusht natürlich einerseits Nintendo im Allgemeinen (denn die Jungs werden sich die Lizenzen sicher auch gut bezahlen lassen), andererseits finde ich Miyamoto (anders als er sich selber) nach wie vor unverzichtbar für Nintendo. Und er genießt im Moment wieder riesige Beliebtheit und ich finde, dass er es jetzt schon verdient hat das auszukosten. Umso länger und öfter uns Präsident Furukawa am ausgestreckten Arm verhungern ließ, umso mehr habe ich Miyamoto geschätzt und umso mehr wuchs auch meine ohnehin bestehende Liebe zu Nintendos goldener Vergangenheit.

    Das Interview ist höchst interessant...


    Ich habe es mir seit seiner Veröffentlichung im Jahre 2021 bereits mehrmals durchgelesen. Ich finde zwar einerseits schön, dass Herr Furukawa hier ganz offenkundig positive Worte über den letzten Nintendo-Familienpatriarchen Hiroshi Yamauchi und dessen von ihm berufenen Nachfolger Satoru Iwata verliert und es muss auch von Anfang an gesagt sein, dass ich Herrn Furukawa diese Worte abnehme, allerdings darf man genauso wenig außer Acht lassen, wie Herr Furukawa den Weg den diese beiden Männer mit Nintendo gegangen sind in seinen Methoden mit Füßen tritt.


    Yamauchi kann in diese Diskussion mit eingebunden werden, allerdings würde man mir sicher zustimmen, wenn ich sage, dass Furukawa eher mit dem Weg brach, den Iwata für Nintendo etablierte, nicht aber mit den Grundpfeilern, die Yamauchi ab den 70er Jahren festigte.


    Trotzdem möchte ich zunächst einige Worte über den Vergleich verlieren, der zwischen Yamauchi und Furukawa aufgemacht wird. Oft - wie auch (teilweise) hier - liest man, dass Furukawas Art und Weise Nintendo zu führen sehr an die 90er-Jahre erinnert, in denen der zu jenem Zeitpunkt bereits seit über 40 Jahren im Amt befindliche Yamauchi die Firma mit eiserner Faust führte. Zu Rate gezogen wird hier oft das Platzen von Deals z.B. mit dem späteren "CROC"-Entwickler Argonaut Games oder die Situation im Jahre 1994, als der Deal von SONY und Nintendo platzte. Infolgedessen produzierte SONY bekanntlich ihre eigene Konsole, welche ein großer Erfolg war und - zumindest von den Verkaufszahlen her - die N64 bei weitem überholte. Dieses Verhalten des großen, alten Mannes bei Nintendo deutete man oft als Arroganz. Ich würde dem zustimmen, allerdings das Wort im Bezug auf Herrn Yamauchi nur bedingt als negativ konnotieren, da man dazu nämlich meiner Meinung nach beachten muss, woher diese Arroganz rührt. Diese Arroganz rührt zum einen daher, dass Yamauchi das damals 100-jährige Nintendo seit über 40 Jahren durch Hoch- und Tiefphasen, durch die "letzten" Jahre der Hanafudakartenproduktion über eine Experimentierphase zwischen Kinderspielzeug und Liebeshotels bis hin an die Spitze des Videospielmarktes führte. Man könnte behaupten, dass Nintendo mit ihrem FamiCom nach dem Videogame-Crash des Jahres '83 auferstand wie Phoenix aus der Asche. Das FamiCom wurde ein großer Erfolg und so "kultivierte" er (wie er selbst zu sagen pflegte) auch Amerika und Europa mit seinen Konsolen. Der zweite Punkt hängt mit dem ersten zusammen, ist aber wie eine Art zweites Kapitel, denn nach dem NES blieb Nintendo mit jenem, dem GameBoy und dem SNES - also bis an den Anfang der 90er Jahre Marktführer, was weder SEGA noch das bereits im Sterben liegende Atari aufzuhalten vermochten. Nintendo hat erst durch den bereits oben erwähnten gescheiterten Deal des Jahres '94 das erste Mal ernstzunehmende Konkurrenz bekommen. Ich persönlich kann es Herrn Yamauchi jedenfalls nicht verübeln, dass er innerhalb seiner Branche hart und arrogant gewesen ist, wenn man über eine Dekade kontinuierlich den Weltmarkt anführt.


    Zugegeben, das alles zeichnet ein ähnliches Bild. Allerdings gibt es zwischen den beiden doch wesentliche Unterschiede. Der wesentlichste Unterschied ist hier, wem gegenüber sich die Präsidenten arrogant verhielten. Yamauchi war kalt und hart, wenn Firmen nicht unter seinen Bedingungen arbeiten wollten oder am Verhandlungstisch seine Konditionen nicht annahmen. Yamauchi verkörperte zwar noch nicht so die Fan-Nähe, wie es Iwata tat, jedoch gab auch er Interviews oder sprach Eröffnungsworte auf Messen und äußerte sich hin und wieder über seine Firma. Allerdings war Nintendo unter Yamauchis Leitung ein Unternehmen, welches es nicht zuließ, dass Spiele der Hauptreihen von z.B. Pokémon, Mario, Zelda etc... und deren Spinoffs unfertig, übersät mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern oder zu früh rauskamen, zumindest wäre mir aus der Ära Yamauchi (als auch aus der Ära Iwata) kein Fall bekannt, in welchem die Entwickler über alle Maßen durch die Entwicklung eines Spiels gerusht wären. Zwar geben die Zahlen von Nintendo Furukawa möglicherweise auch irgendwo Recht, immerhin ist die Switch dabei, die erfolgreichste Konsole aller Zeiten zu werden (ob sie die PS2 noch einholen wird steht allerdings in den Sternen), aber meiner Meinung nach sind manche Entscheidungen Furukawas ein Mittelfinger an die Fans, was ich bei Entscheidungen, die früher gefällt wurden garantiert nicht so empfunden hab. Leute, die aus der Yamauchi-Zeit stammen, wie das 1977 ins Boot geholte Mastermind Shigeru Miyamoto, welche unter Iwata zum Führungszirkel gehörten, geraten zunehmend ins Hintertreffen. Miyamoto war während der Iwata-Jahre zum dritten Mann eines in jener Konstellation oft sichtbaren Führungstrios bestehend aus Nintendo-Präsident Iwata, Nintendo of America-CEO Reggie Fils-Aimé und Miyamoto selbst geworden. Dessen Erfolge und Verdienste schätzte Iwata sehr und machte ihn unter sich zu einer von Nintendos Schlüsselfiguren, was mich zu Iwatas Zeit bei Nintendo bringt.


    2002 war es soweit. Der ehemalige HAL-Chef Iwata, der bereits lange eng mit Präsident Yamauchi zusammenarbeitete wurde Präsident von Nintendo, nachdem Yamauchi dieses Amt nach 53 langen Jahren abgab. Während man zwischen Yamauchi und Furukawa mit viel Interpretationswillen noch einige Vergleiche ziehen konnte, ist es bei einem Vergleich Iwata - Furukawa offensichtlich, dass der Amtsinhaber nicht viel mit seinem Vorgänger gemein hat. Zum einen kann man die mangelnde Präsenz kritisieren. Auch wenn Furukawa durchaus Recht damit hat, dass man Iwatas Weg nicht zu 100% nachlaufen kann und dass auch keiner über Iwatas Charisma verfügt, aber es wäre schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, wenn sich Furukawa auch einmal in z.B. einer Direct sehen lassen würde - und wenn auch nur als Gastpart.

    Die Fun-for-everyone-Philosophie Iwatas findet sich nach wie vor in der Firmen-DNA Nintendos, allerdings hat man auch bei den Spielen das Gefühl, dass diese liebloser werden als früher. Während man die Liebe zu den IPs früher noch spürte, sind die heutigen Ableger "steriler" geworden.


    Ich könnte darüber noch viel mehr Worte verlieren, allerdings mache ich mir zugegebenermaßen ein wenig Sorgen, was das Zeichenlimit angeht ^^