Beiträge von Mamagotchi

    Beides im übrigen völlig falsche Ansätze. Nur das Negative zu sehen ist genauso sinnlos, wie nur das Positive zu sehen. Davon ab gilt in beiden Fällen immer die Frage, gab es Alternativen, die am Ende ein (noch) besseres Ergebnis geliefert hätten.

    Was passiert dann deiner Meinung nach, wenn beide Ansichten mit eingebracht werden? Es entsteht ein differenzierteres Bild. Und das war mein Ziel. Ich bin natürlich auch kein Fähnchenschwenker für Merkel. Aber ich wollte auch darauf aufmerksam machen, dass es Dinge gibt, die erreicht wurden und auf die wir stolz sein können.

    Einseitig weil man es objektiv nicht schön reden brauch. Es gibt ja nichts vorzulegen, warum unsere Kritik denn nun einseitig sei oder nicht. Bis auf leere Phrasen. Ich kann auch nicht erkennen dass wir irgendwie und irgendwo es zu einfach machen. Eher im Gegenteil. Das Gefühl habe ich eher bei dir.


    Ich kenne diese "neutrale" Haltung aber auch zu gut und ich sage dir: Es bringt nichts immer auf Teufel komm raus neutral zu sein oder so zu tun, als müsste man alles vom anderen Blick sehen. Manchmal gibt es keinen anderen Blick. Es ist die schonungslose Wahrheit. Am Ende wird abgerechnet, Fazit gezogen und analysiert, wie in der Schule.

    Das ist deine Sichtweise der Dinge und die respektiere ich auch. Meine Sicht der Dinge sieht eben anders aus.

    Bombay Ich habe mich inhaltlich an der Diskussion beteiligt, die doch recht einseitig betrachtet wurde. Ich behaupte nicht, dass meine Aussagen zu 100% stimmen. Ich habe euch auch nicht eure Meinung abgesprochen. Es ging mir einzig und alleine um die zu starke Simplifizierung und Polarisierung der Thematik. Sollte sich deshalb jemand persönlich angegriffen fühlen, tut es mir aufrichtig leid.

    Und da sind wir wieder bei dem Thema, dass die Diskussionskultur in Deutschland defakto kaum noch existent ist. Erst ist man inhaltlich auseinander, weswegen man ja auch diskutiert. Dann wird aber irgendwann auf ein schlechtes Niveau verwiesen, die Diskussion rutscht von der sachlichen in die persönliche Ebene. Es fehlt jetzt eigentlich nur noch, dass man die unzureichende Rechtschreibung/Grammatik des Gegenübers bemängelt und dann haben wir alles zusammen, was es aktuell fast unmöglich macht eine gescheite Diskussion zu führen.


    Weiter so! :nsaf:

    HAL 9000 Das mit Griechenland sehe ich anders. Das Land war doch schon vorher hoch verschuldet und arm. Zudem muss man verstehen, wie es dazu kommen konnte. In Südeuropa war es normal über eine staatlich gewollte Inflation, die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Deutschland hat aber als Bedingung für Einführung des Euros verlangt, dass dieser eine harte Währung sein müsse. Damit wurde den südeuropäischen Ländern das Mittel der Inflation genommen, worauf ihr bisheriges Wirtschaftssystem aber ausgelegt war. Man wollte dies mit Fördermitteln ausgleichen, was aber nicht funktioniert hat. Die Folge ist, dass jedes südeuropäische Land der EU massiv verschuldet ist. Das liegt wiederum darin begründet, dass man keine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik in der EU betreibt. Diese hätte aber als Grundlage vor der Einführung des Euros vorhanden sein müssen. Man kann eben keine gemeinsame Währung ohne eine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik haben. Das war der eigentliche Fehler. Aber hier hat die EU versagt. Man darf nicht den Fehler machen und Deutschland mit der EU gleichsetzen.


    Die Maßnahmen in Griechenland waren soweit richtig, sonst hätte sich ein Dominoeffekt ergeben. Das Signal wäre gewesen: Macht ruhig Schulden, die EU zahlt das schon. Das hätte eine Verschuldung in Gang gesetzt, die dann auch nicht mehr zu stemmen gewesen wäre. Natürlich hatte es zur Folge, dass es in Griechenland zu besagten Folgen gekommen ist. Hätte an dies aber nicht getan, wäre die Situation nicht nur in Griechenland, sondern in vielen anderen Ländern der EU so geworden, was dann wiederum auch den Wohlstand in Deutschland gefährdet hätte.

    Bombay Ich denke wir kommen da nicht zusammen. Meiner Meinung nach nimmst du Teilaspekte aus einem Gesamtkomplex heraus, weil es scheinbar deine Behauptungen bestärkt. So funktioniert die Welt aber nicht. Jede Maßnahme hat Chancen und Risiken. Das ist nun mal so. Und es gibt auch keine Maßnahmen, die für jeden positiv sind. Auch das gehört zur Wahrheit bei einer Regierung bzw. allgemein Politik dazu. Politik wird in erster Linie für Mehrheiten und nicht Minderheiten geführt. Wohlgemerkt bezieht sich die Mehrheit auf den jeweiligen Komplex.


    Ohne Merkel wäre Deutschland der Scherbenhaufen der EU vor die Füße gekippt worden. Und das hätte weitreichende Folgen gehabt. Dieser Erfolg ist eigentlich von historischer Bedeutung.

    Hatten bestimmt auch was anderes zu tun.

    Sie haben Prioritäten gesetzt. Kapazitäten sind endlich. Das trifft nicht nur auf die Ressourcen unserer Erde, sondern vor allem auf die Zeit von jedem Einzelnen zu, die uns zur Verfügung steht, um etwas zu erledigen. Deswegen muss man priorisieren. Hierfür gibt es auch Redewendungen wie "Irgendeinen Tod muss man sterben".

    Das Hauptproblem sehe ich ehr darin, dass in der Merkel-Ära die "eigentlichen Probleme" ignoriert hat. Digitalisierung verschlafen, Klimafreundliche Industrie ebenfalls verschlafen, bei der Wahlrechtsreform komplett versagt, Geldwäschebekämpfung kaum was getan. In der Bildungspolitik und bei den Renten ist praktisch gar nichts gemacht worden. Zudem wurde wohl keine Regierung vorher so oft vom Bundesverfassungsgericht zurückgepfiffen wie diese.

    Das ist wieder eine Schwarz-Sicht. Wofür ich hier werbe/argumentiere ist eine Sicht in Graustufen.

    Deine Gedanken zuende gedacht: niemand soll sich beschweren oder „meckern“. Solange man nicht in der Position ist. Die Friseurin die wegen der Coronapolitik ihren Job verlor, soll halt einfach die Fresse halten.

    Meine Gedanke ist: Wir sollten nicht meckern, wir dürfen aber kritisieren.


    Zum Thema Friseur: Ich verstehe deinen Punkt, das Beispiel ist aber unglücklich gewählt. Oder denkst du wir werden künftig keine Friseure mehr benötigen? Die Wechselwirkung zwischen Angebot und Nachfrage wurde durch die Corona-Maßnahmen beeinflusst. Diese Beeinflussung ist aber temporär und danach wird sich wieder durch die Nachfrage ein ähnliches Angebot aufbauen. Die Arbeitslosigkeit, so tragisch sie auch ist, ist eben auch "nur" temporär. Natürlich führt das zu weiteren Problemen bei der Rente etc. aber was wäre denn die Alternative gewesen?

    Um beim Fisch zu bleiben: Es ist gar nicht gewünscht dass man am Ende nicht nur einen guten, sondern einen perfekten Fisch hinbekommt.

    Da ich davon ausgehe, dass wir nicht alle in Sterne-Restaurants gehen, geht es darum gut zu essen und satt zu werden. Leider können viele in Deutschland mit Freiheiten nicht verantwortungsvoll umgehen, weshalb wir größtenteils nicht mehr kritisieren und diskutieren, sondern nur noch meckern und das auf möglichst allen Kanälen.

    Bombay Klar kannst du sie kritisieren. Wieso auch nicht. Ich hab ja auch nicht behauptet sie sei eine Heilige oder sowas. Man muss Dinge halt im Kontext betrachten und dann beurteilen.


    Um es bildlich darzustellen: Es ist leicht zu sagen, dass der Fisch nicht schmeckt. Aber es ist um einiges schwieriger diesen selbst schmackhaft zuzubereiten, insbesondere wenn man gleichzeitig noch andere Gerichte zubereiten soll.

    Fonce Ich wüsste keine Zeit, in der ein Bundeskanzler derartige viele Krisen zu bewältigen hatte, die wohlgemerkt neben den eigentlichen Problemen, die es zu bewältigen galt, liefen. Schröder (nur als Beispiel) hatte in seiner Amtszeit keinerlei solcher Konflikte zu bewältigen.

    Ich denke, was Nzocker meint, ist dass 16 Jahre CDU/Merkel kleingeredet werden. Es war ja in den 16 Jahren keine politische ruhige See mit Sonnenschein und ein paar Möwen am Horizont. In der gesamten Zeit musste Merkel eigentlich die Krisen-Managerin Europas spielen und konnte sich deshalb nur sehr selten auch um die innerpolitischen Probleme kümmern. Klar war nicht alles super in dieser Zeit und man hätte die ein oder andere Sache bestimmt anders entscheiden können. Aber so schlecht wie einige die letzten Jahre darstellen, war es nun auch wieder nicht.


    Muss es deshalb so weitergehen? Das können wir alle am Sonntag selbst beantworten.

    Ich denke es wäre künftig gar nicht so verkehrt, wenn einige Spiele im Tandem programmiert werden. Ich stell mir das so vor, dass die Spielserie immer von einem Kernteam entwickelt wird, dass sich dann ein entsprechendes zweites Team dazuholt, um ein Festfahren der Spielmechanik zu verhindern.


    Ich würde mich über ein HD-Remaster von Golden Sun freuen, weiß aber beim besten Willen aktuell nicht, wer da bei der Entwicklung Camelot helfen könnte.