Lesertest von Eripas zu PokéPark Wii: Pikachus großes Abenteuer - Wii, Wii U
Eine Reise durch den PokéPark
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17. Mai 2025 um 20:53 - Eripas
In diesem Spiel geht es nicht darum der Allerbeste zu sein, wie es keiner vor einem war, sondern darum, Freundschaften zu schließen. Dabei spielt man nicht wie sonst meistens einen Pokémon-Trainer, nicht einmal einen Menschen, sondern direkt ein Pokémon: das Pokémon-Maskottchen Pikachu höchstpersönlich – um genau zu sein.
Freundschaft löst alle Probleme
Pikachu und seine Freunde sind gerade am Herumtollen, als das mythische Pokémon Mew auftaucht. Es öffnet ein Portal zu einer anderen Welt: dem titelgebenden PokéPark. Das Himmelsprisma, welches diesen beschützt, ist in mehrere Teile zerbrochen, und Pikachu wird gebeten, diese wieder zusammenzubringen, um so den Absturz des Himmelsgartens zu verhindern.
Gespielt wird mit wenigen Ausnahmen als die gelbe Elektromaus, als welche man durch die verschiedenen Zonen des PokéParks reist und mit vielen der dort wohnhaften Pokémon Freundschaft schließt. Dies erreicht man meistens, indem man mit ihnen fangen oder verstecken spielt, oder einen Kampf austrägt. So tauchen nach und nach mehr Pokémon in den Zonen auf und man gewinnt ihre Gunst. Ab und an trifft man auf Pokémon, welche im Besitz eines Splitters des Himmelsprismas sind. Gegen eine kleine Gebühr in Form von Beeren, der Währung in diesem Spiel, kann man an deren Spiel teilnehmen, wobei man dabei den Teilnehmer aus einer Auswahl verschiedener Pokémon wählt, sofern man bereits mit diesen befreundet ist. So verschieden wie die Pokémon sein können, so unterschiedlich stark sind diese auch in den Minispielen. Es lohnt sich also möglichst viele Freunde zu finden, bevor man sich der Herausforderung stellt, damit man einfacher die geforderte Punktzahl oder Zeit schlagen kann. Hat man das Spiel erfolgreich abgeschlossen erhält man dafür deren Splitter des Himmelsprismas.
Durchkreuztes Steuerungsschema
So rennt, springt und rempelt man sich durch die verschiedenen Zonen, welche durch eine Hub-Welt verbunden sind und per Drifzepeli mit der Schnellreise durchquert werden können. Gesteuert wird Pikachu dabei mit der waagrecht gehaltenen Wii-Remote, wobei dem Steuerkreuz die Fortbewegung zufällt, man mit 1 einen Sprint hinlegen kann und mit 2 springt. Ein 3D-Action-Adventure mit vereinzelten Sprungpassagen zu steuern fühlt sich dabei durch das Fehlen eines Analogsticks unpassend, teils sogar unangenehm an, aber dennoch wurde das Spiel so gestaltet, dass dies nie zu einem ernsthaften Problem wird. Etwas nervig ist allerdings, dass man das eigene Tempo nicht nahtlos unter Kontrolle hat. Wird das Steuerkreuz in eine Richtung gedrückt, geht Pikachu zuerst sehr langsam und beginnt erst nach ein paar Sekunden zu laufen. Lässt man das Steuerkreuz für einen Moment los, zum Beispiel bei einem stärkeren Richtungswechsel, ist man wieder zurück im Schneckentempo. Das Ansprechen von Pokémon kann dabei anstrengend werden, wenn man sich beeilen muss, bevor dieses davonfliegt, aber dabei nicht an diesem vorbeirennen möchte. Es ist zwar nachvollziehbar, wieso das Steuerkreuz eine der Steuerungsmöglichkeiten ist, hingegen ist es ein Rätsel, weshalb es keine Alternative mit Nunchuck gibt, welcher durch seinen Analogstick vieles angenehmer gestaltet hätte.
Ein anderes Steuerungsschema wird in den verschiedenen Minispielen verwendet. Dort sputet man zum Beispiel durch schütteln der Wii-Remote in einem Rennen aufs Ziel zu, lenkt durch neigen des Controllers in kleinen Rail-Shooter-Passagen umher oder schießt durch zeigen auf die Sensorbar auf Zielscheiben.
Ein Abenteuer für die Kleinen
Die Zielgruppe dieses kleinen Abenteuers, welches man in etwa acht Stunden durchgespielt hat, sind eindeutig die Kleinen. Das ist natürlich an sich nicht überraschend, da Pokémon schon von Beginn an für Kinder gemacht wurde, durch die ganze Thematik des Freundschaftenschließens und Miteinanderspielens grenzt es das Publikum aber schon ziemlich deutlich auf die Jüngeren ein. Auch für Personen, welche sich zumindest als im Geiste jung geblieben betrachten, könnte es dann aber doch eine gute Spur zu kindlich sein. Das Gesamtbild passt jedoch. So wird das Spielgeschehen von niedlicher Musik begleitet, welche aber oftmals sehr minimalistisch gehalten ist, wobei sich auch nur die Klänge des Titelbildschirmes vom restlichen Unterdurchschnitt abheben. Der musikalische Stil erinnert dabei stellenweise sehr an die später erschienen Titel der Reihe Meisterdetektiv Pikachu, ebenfalls von Entwickler Creatures, auch wenn der Komponist nicht derselbe ist. Beim Thema Akustik soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass die Pokémon anime-typisch ihren eigenen Namen sagen und dies in der deutschsprachigen Version sogar synchronisiert wurde. Dabei sind viele der Sprecher aus dem Anime auch hier übernommen worden, was bei einigen sicherlich einen kleinen Nostalgiebonus erreichen kann.
Wechseln wir mal vom Sinnesorgan Ohr zum Auge. So viele Jahre später ist schwierig zu beurteilen, ob das Spiel im Kontext seiner Zeit angemessen aussah, wobei es nicht den Eindruck erweckt, dass es neue Maßstäbe gesetzt hat, in keine Richtung. Einzig positiv zu erwähnen wäre, dass die Animationen der verschiedenen Pokémon ziemlich gut und auch vielseitig wirkten. Ebenfalls vielseitig, wenn auch etwas standardmäßig, waren die verschiedenen Zonen. Von Graslandschaft und Strand über eisiges Berggebiet und Höhlen – mit und ohne Magma – bis hin zu einer Spukvilla und Ruine war alles geboten.
Im Sinne der Transparenz: Mithilfe einer generativen KI wurde eine Rechtschreibprüfung durchgeführt und die daraus resultierenden Korrekturvorschläge individuell geprüft und eingearbeitet.
Mein Fazit
6
Überzeugend