Lesertest von Eripas zu Super Mario 3D Land - Nintendo 3DS

Klempner in der dritten Dimension

  • 14. Juni 2025 um 11:41
  • Eripas

Auch wenn Mario auf seinen Jump-‘n’-Run-Abenteuern bereits einige Male einen Abstecher in die dritte Dimension gewagt hat, unterscheidet sich Super Mario 3D Land eindeutig von diesen. Die ganze Struktur und Atmosphäre des Spiels orientieren sich eindeutig eher an der eigentlichen 2D-Reihe New Super Mario Bros. Dabei versteht sich das 3D, das den Titel ziert, nicht nur als Ausdruck für die Bewegung in alle vier Himmelsrichtungen, sondern auch gleich noch für die Nutzung des stereoskopischen 3D-Effekts des Nintendo 3DS.

Wer hätte damit gerechnet?

Die Geschichte ist so einfach erklärt wie vorhersehbar: In einer stürmischen Nacht wird Prinzessin Peach vom bösen Bowser entführt, und es liegt an Mario, die Rettung der Dame in Not in Angriff zu nehmen. Dabei gibt es acht Welten mit jeweils vier bis fünf Leveln sowie einem Bosskampf zu durchqueren, wobei einzelne Level auch optional sind. Mario-typisch muss man sich in erster Linie springend seinen Weg durch die Level bahnen. Unterstützt wird dieses Vorhaben durch verschiedene Power-Ups. Mit dabei sind selbstverständlich Klassiker wie der Superpilz und die Feuerblume. Das Blatt, das einen in einen Tanuki verwandelt, der mit seinem Schweif einen Wirbelschlag ausführen und ein Stück in der Luft schweben kann, ist zum ersten Mal seit Super Mario Bros. 3 wieder mit von der Partie. Zu guter Letzt kommt noch die brandneue Bumerangblume dazu, mit der Mario einen Bumerang werfen kann, der natürlich auch wieder den Weg zurückfindet.

Damit das Voranschreiten nicht zu einfach wird, stellen sich einem viele Hindernisse und Gegner in den Weg, und auch hier trifft man hauptsächlich auf die üblichen Verdächtigen. Unter den Bossgegnern bekommt man es neben Bowser selbst auch wieder mit Bumm Bumm zu tun, den man erneut aus Super Mario Bros. 3 kennt, und erstmals mit dessen weiblichem Gegenstück namens Pom Pom, die mit Bumerangs umgehen kann.

Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung

Die verschiedenen Aktionen des pummeligen Klempners sind einfach zu verstehen. Mit A und B springt man, durch Drücken von X und Y kann man – abhängig vom aktuellen Power-Up – angreifen, und durch gedrückt Halten dieser Tasten beginnt Mario zu rennen. Die Bewegung in eine beliebige Richtung wird durch das Schiebepad vorgenommen und mit L und R kann man sich ducken. Somit dürfte klar sein, dass die Herausforderung des Spiels nicht durch eine komplexe Steuerung entsteht, sondern durch die Hindernisse in den Leveln, die es zu überwinden gilt. «Herausforderung» ist dabei nicht gerade das treffendste Wort, denn wirklich schwer hat es einem das Spiel nur sehr selten gemacht, und selbst dann konnte man sich stets auf seine angehäuften Extra-Leben verlassen.

Aufgrund der mangelnden Schwierigkeit, ein Level abzuschließen, konnte man sich daher gemütlich auch noch auf das Finden der Sammelgegenstände konzentrieren. In jedem Level gab es drei Sternmünzen zu finden, die aufgrund der überschaubar großen Level meistens durch konsequentes Durchforsten gefunden werden konnten.

Herausstechende Bildsprache

Während sechs bis sieben Stunden kann das Spiel durch seine Präsentation punkten. Obwohl es sich noch um ein eher frühes 3DS-Spiel handelt, ist es eine wahre Freude für die Augen. Hierbei kommen vor allem die bunte Optik, welche wunderbar zur gesamten Atmosphäre des Spiels passt, die lebendigen Animationen und der stereoskopische 3D-Effekt zum Tragen. Letzterer sticht einem besonders bei verschiedenen 2D-Elementen ins Auge, zum Beispiel bei Textboxen oder den informativen Einblendungen, wie der Anzahl gesammelter Münzen oder den verbleibenden Extra-Leben. Zwischen den Welten erhält Mario immer einen Brief mit einem Foto darin, das ihm einen Einblick gibt, wie sich die Prinzessin gerade schlägt. Auch dieses nutzt deutlich sichtbar den 3D-Effekt, wirkt manchmal aber etwas unstimmig, da die verschiedenen Elemente und Figuren, die auf dem Bild zu sehen sind, wie bei einer Bastelarbeit auf verschiedene Ebenen gesetzt werden.

Untermalt wird die tolle Atmosphäre des Spiels noch durch angenehme musikalische Klänge für die Ohren. Hierbei sind die Musikstücke zwar nicht außergewöhnlich, aber im Vergleich zu den Spielen der New Super Mario Bros.-Reihe ein wenig erfrischend.

Im Sinne der Transparenz: Mithilfe einer generativen KI wurde eine Rechtschreibprüfung durchgeführt und die daraus resultierenden Korrekturvorschläge individuell geprüft und eingearbeitet.

Mein Fazit

9

Geniales Spiel

Meinung von Eripas

Wer bei Super Mario 3D Land einen neuen 3D-Ableger à la Super Mario Galaxy erwartet, wird von diesem Spiel wahrscheinlich enttäuscht werden. Dabei ist es, als ein etwas erfrischender Eintrag in die New Super Mario Bros.-Reihe betrachtet, ein kurzweiliger Spaßgarant. Die Aufmachung des Spiels, von Atmosphäre über Optik bis hin zum Klangerlebnis, ist stimmig und weiß zu gefallen. Immer wieder ein Highlight hierbei ist der stereoskopische 3D-Effekt, der das Spielerlebnis sogar nochmals verbessert. Bei der Suche nach einer Herausforderung ist man aber sicher fehl am Platz. Dies ist von einem Mario-Spiel aber auch nicht anders zu erwarten, da es auch den jüngeren oder noch nicht so begabten Spielern Freude bereiten soll.
Mein persönliches Highlight: Der stereoskopische 3D-Effekt und die angenehme Steuerung

Kommentare 1

    Das Spiel hatte so einen schweren Start bei mir. Zweimal angefangen, nie weit gespielt. Dann noch ein drittes Mal eine Chance gegeben und plötzlich hat es Click gemacht! Seitdem mein liebstes Mario-Game <3 Danke für den Test.