Lesertest von Eripas zu Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith - Nintendo DS
Jetzt kann der Spaß anfangen
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16. Juni 2025 um 16:40 - Eripas
Einige Tage bevor Die Rache der Sith – der einstige kolossale Abschluss der Star-Wars-Saga – in den Lichtspielhäusern rund um den Globus die Kinosäle erhellte, war es bereits möglich, das Abenteuer in den eigenen vier Wänden zu erleben. Dafür brauchte man nur einen Game Boy Advance oder Nintendo DS und das neuste Spiel des kanadischen Entwicklers Ubisoft Montréal. Alternativ konnte man den Film auch über die PlayStation 2 oder Xbox auf dem Fernseher erleben, wobei es sich um ein gänzlich anderes Spiel handelt, das hier nicht im Fokus steht.
Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis…
Nachdem Palpatine, Kanzler der Republik, entführt wurde, eilen die beiden Jedi-Ritter Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi zu dessen Rettung herbei. Dafür müssen sie sich mithilfe ihrer Lichtschwerter und der Macht an Bord eines Raumkreuzers durch Unmengen an Kampfdroiden schlagen und sich letztendlich auch gegen den Sith-Lord Count Dooku behaupten. Nachdem sich der Kanzler wieder in Sicherheit befindet, trennen sich die Wege der beiden Retter. Während sich Meister Kenobi nach Utapau begibt, um dort General Grievous, den Oberbefehlshaber der feindlichen Droidenarmee, zu töten und den galaxisweit herrschenden Klonkriegen ein Ende zu bereiten, erwartet den jungen Skywalker auf Coruscant, dem Herzen der Republik, ein schreckliches Schicksal.
Das Spiel besteht aus zwei Kampagnen: In einer spielt man Anakin, in der anderen Obi-Wan, wobei Anfang und Ende größtenteils identisch sind. Den Gegnern, die einen am Voranschreiten hindern möchten, kann man mit seinem Lichtschwert entgegentreten, mit dem man auch Angriffe abblocken kann. Zudem ist es möglich, die Macht einzusetzen – und wie Meister Yoda sagen würde: «…die Macht ist mein Verbündeter, und ein mächtiger Verbündeter ist sie». Je nachdem, mit welchem Charakter man gerade spielt, hat man eine unterschiedliche Auswahl an Machtfähigkeiten, die von Heilung über Lichtschwertwürfe bis hin zu Machtblitzen reichen.
Die Lehren eines Jedi
Bei einem Levelabschluss erhält man Erfahrungspunkte, die man teilweise bereits im Level in Form von Bonuspunkten finden kann. Mit diesen ist es möglich, neue Machtkräfte freizuschalten oder vorhandene zu verbessern. Da man die Level jederzeit wiederholen kann, ist es somit mit Fleiß möglich, weitere Erfahrungspunkte zu sammeln und damit die eigenen Fähigkeiten ein wenig auszugleichen. Dabei verschafft aber auch bereits die Wahl des Schwierigkeitsgrads Abhilfe. So kann man zu Beginn zwischen den Schwierigkeitsgraden Padawan und Jedi wählen, also Einfach und Mittel, wobei nach erfolgreichem Beenden der Kampagne eines Charakters für diesen auch noch die höchste Stufe Meister hinzukommt.
Exklusiv auf dem DS gibt es zudem noch vereinzelte Flugpassagen. Dabei gibt es in dem Sternenjäger eines Jedi Hindernispassagen zu durchfliegen oder kleinere Gefechte auszutragen. Der Luxus einer invertierbaren Steuerung täuscht allerdings nicht über die Belanglosigkeit dieser Missionen hinweg. Äußerst inkonsequent ist auch deren Platzierung, denn es kommt durchaus vor, dass man diese Abschnitte in der Anakin-Kampagne als Obi-Wan spielt und umgekehrt.
Charaktervolle Pixelkunst
Gameplay und Progressionssystem werden durch das Erzählen der Geschichte ergänzt. Aufgrund der technischen Limitierungen der beiden Spielkonsolen wird dabei auf eine comichafte und sehr charmante Pixeloptik gesetzt. Die Handlung des Films wird in gestraffter Form größtenteils originalgetreu nacherzählt. Gewisse Abschnitte stammen allerdings aus früheren Schnittfassungen oder sogar aus alten Versionen des Drehbuchs und sind für Fans der Materie somit interessantes zusätzliches Futter. In Einzelfällen mussten sich die Entwickler auch ein wenig kreative Freiheiten erlauben, da es in der eigentlichen Geschichte zu einer Konfrontation kommt, an der keiner der beiden Spieleprotagonisten beteiligt wäre.
Während vier bis fünf Stunden gibt es auch für die Ohren einiges zu hören, sowohl Erfreuliches als auch Enttäuschendes. Eine der großen Stärken des Films, die Musik, ist in diesem Spiel leider nicht sehr stark vertreten. So gesellt sich nur eine Prise dieser Stücke zum kompetenten Ersatz aus den anderen Filmen der Saga, abgerundet durch ein paar Eigenkompositionen.
Im Sinne der Transparenz: Mithilfe einer generativen KI wurde eine Rechtschreibprüfung durchgeführt und die daraus resultierenden Korrekturvorschläge individuell geprüft und eingearbeitet.
Mein Fazit
8
Ein Spiele-Hit