Tomonobu Itagaki über die lange Entwicklung von Devil's Third und über zukünftige Titel sowie über Nintendo

  • 12:18 - 17.11.2016
  • Software
  • Wii U
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Der Name Tomonobu Itagaki stand lange Zeit für Spiele wie Ninja Gaiden oder Dead or Alive und Tomonobu Itagaki war lange Zeit bei Koei Tecmo angestellt. Doch dann hat er 2009 dieses Unternehmen verlassen und gründete Vallhalla Games Studios und begann als CTO dieser Firma sofort mit der Entwicklung eines neuen Spiels, was eigentlich hätte für die Xbox 360 erscheinen sollen. Als THQ zerschlagen wurde, gingen die Rechte des Titels an das Entwicklerstudio zurück und Nintendo sorgte dafür, dass der Titel namens Devil's Third exklusiv für die Wii U erscheinen sollte.


Nach dem Erscheinen von Devil's Third wurde es etwas still um den Entwickler, jedoch sprach Itagaki vor Kurzem mit James Mielke von Polygon. In diesem Interview ging es um die Arbeit an dem Action-Spiel Devil's Third, welches exklusiv für die Wii U 2015 erschienen ist. Wir haben für euch einige Dinge aus dem Interview zusammengefasst:


Über den Entwicklungsbeginn von Devil's Third:

  • Microsoft habe Tomonobu Itagaki sehr bei der Gründung eines neuen Studios geholfen und sogar eine Pressemitteilung zum Abgang von Itagaki von Koei Tecmo veröffentlicht.
  • Weiterhin half auch Microsoft bei der Finanzierung von Devil's Third und der Suche nach einem geeigneten Publisher, da das Spiel ursprünglich als Xbox-exklusiv-Titel gedacht war, aber durch die Umfokusierung von Microsoft auf Kinect fallengelassen worden wäre.
  • Als er das erste mal Danny Bilson von THQ traf, haben beide zuerst drei Stunden lang heftig über Spiele und deren Philosophie diskutiert.
  • Nachdem Danny Bilson dann das Spiel gespielt hatte, empfand er dieses als sehr spaßig und fertigte am selben Tag sogar einen Vertrag an.
  • Für Itagaki sind Microsoft und Danny Bilson die Väter von Devil's Third. Natürlich ist auch Nintendo stark daran beteiligt gewesen. Obwohl das Spiel sich schlecht verkauft hat, dankt Itagaki Nintendo für die Auslieferung dieses Spiel vom ganzen Herzen.
  • Er wisse nicht, wie lange er mit THQ zusammengearbeitet hat, aber er habe mit Danny Bilson sogar noch nach dem Ende von THQ am Projekt weitergearbeitet, weswegen er zum Anfang der Spielecredits aufgelistet ist.
  • Laut Itagaki habe Danny Bilson hauptsächlich zum Hintergrund der Handlung und des Staatenkonflikts beigetragen, da jener sich gut mit den USA auskennt und gewisse territoriale Streitigkeiten in den Mehrspieler des Spiels bringen konnte.
  • Es gab eine kurze Zusammenarbeit mit dem südkoreanischen Publisher Doobic, der sich gut mit PC-Shootern auskennt. Aber Vallhalla Games Studios hätte wohl nur zur Spieleentwicklung beraten.
  • Das Spiel wurde auf den PC gebaut, so dass durch ein bisschen Optimierungsaufwand Devil's Third auf allen Systemen laufen könnte.
  • Vallhalla Games Studios litt angeblich nicht an Auflösungserscheinungen, da Itagaki die Risiken gut abgeschätzt hätte und das Team großartige Unterstützung aus China, Russland, den USA und anderen Regionen erhalten habe.
  • Itagaki gehe wohl oft mit Fans feiern, jedoch warne Produzent Yoshifuru Okamoto öfters, er solle dies unterlassen, da das Unternehmen eine neue Abteilung in Kanada eröffnet hat und Partys mit Fans nicht zu einem Geschäftsführer passen würden.
  • Eigentlich wollte Danny Bilson von THQ, dass das Spiel ein Multiplattform-Titel werden sollte, jedoch ging THQ bankrott.

Itagaki über die Gründe zur Zusammenarbeit mit Nintendo:

  • CEO Satoshi Kanematsu von Valhalla Games Studios traf sich nach der Insolvenz von THQ mit Satoru Iwata.
  • Der Grund, warum Nintendo das Spiel unterstützt habe, wäre, dass sie keine starken Online-Spiele hätten. Devil's Third hätte laut Itagaki nie bei Nintendo intern entwickelt werden können, weswegen Valhalla Games Studios als "Söldnerteam" eingesprungen sei, um ein starkes Online-Spiel zu entwickeln.
  • Itagaki will niemanden schlecht reden, aber er glaubt, dass Nintendo das Produkt nicht genügend vermarktet und verkauft hätte.
  • Als das Spiel immer noch keinen Erscheinungstermin zur E3 2015 für die USA erhalten hatte, sei Itagaki von seinen Fans auf Facebook angeschrieben wurden, was mit dem Spiel wäre.
  • Itagaki sagte, dass Iwata das Spiel nur aus strategischen Gründen unterstützt habe, damit Valhalla Games Studios Nintendo mit dem Wissen von Online- und Mehrspieler-Spielen unterstützen könne.
  • Laut Itagaki sei es in den USA bei den Verkaufsabteilungen gang und gebe, die Verkaufszahlen niedrig vorherzusagen, damit man einen größeren Bonus bei höheren Verkäufen ergattern könne. Dies sei eine Flaute in der amerikanischen Industrie.
  • Aber Tomonobu Itagaki hege keinen Groll gegen die Verkaufsabteilung bei Nintendo of America. Jedoch sei er mit der Auslieferungsmenge der physischen Kopien nicht zufrieden gewesen.
  • Laut Itagaki ist Devil's Third noch am Leben und er würde ständig nach Updates gefragt, aber dies läge an Nintendo und nicht an ihm.
  • Er weiß, dass die Nintendo-Server für das Spiel bald abgeschaltet werden und meint, dass dies gut wegen Iwatas Tod überlegt worden sei.

Itagaki über die niedrigen Bewertungen und über die Fortsetzung der Marke Devil's Third:

  • Auf die Frage, wann der Nachfolger zu Devil's Third erscheinen würde, antwortete er scherzhaft: "Vielleicht in 16 Jahren".
  • Er glaube, die niedrigen Bewertungen des Titels wären deswegen so gewesen, da das Spiel als Shooter mit mindestens Tausenden von Spielern entwickelt worden ist. Doch Nintendo hat keine Online-Matches für die Reviewer veranstaltet, sodass diese niemals diesen Teil in ihrer Meinung einbauen konnten und so fast nur auf den Einzelspieler bezug nehmen konnten.
  • Wäre Microsoft der Publisher gewesen, wäre das Spiel an 500 Tester inklusive einer NDA gegangen, vermutet Itagaki.
  • Fünf Prozent der Reviewer wären hingegen jedoch nur Personen, die durch eine schlechte Bewertung bekannter werden wollten.
  • Er gebe nicht den Reviewern die Schuld. Laut ihm hätte Nintendo of America die erste schlechte Bewertung nicht gestoppt oder verändert, sodass weitere der selben Art folgen konnten. Viele Reviews, die er gelesen habe, seien mehr emotional als objektiv gewesen.
  • Itagaki sagte, er macht Spiele für die Fans und nicht für die Medien. Für ihn zählen die Meinungen der Fans und deswegen arbeiten sie auch an einer PC-Version des Spiels. Und dieses geschieht auch dank der Veröffentlichung des Originalspiels durch Nintendo.
  • Er kümmert sich nicht mehr um die Meinung in Reviews. Er sei schon 26 Jahre in der Spieleentwicklung tätig und damals wurde Dead or Alive in Japan als Dead or Dead bezeichnet. Auch Ninja-Gaiden wurde zuerst als Spiel, dass "ich nicht spielen würde", bezeichnet. Jedoch waren beide Spiele sehr erfolgreich.
  • Das nächste Devil's Third-Spiel würde Devil's Third Online sein.
  • Ein mögliches Devil's Third 2 habe noch keine feste Hardware, aber der PC sowie die PlayStation 4 Pro und Project Scorpio würden in Betracht gezogen werden, aber vermutlich würde der zweite Teil erst nach diesen Konsolen erscheinen.
  • Außerdem glaubt Itagaki, dass die Konsolen in 5 Jahren am Ende wären und die Zukunft dem PC gehöre, er aber lege sich auf keinen Markt fest.

Außerdem gab Itagaki noch einige Ratschläge:

  • Man solle stets an sich glauben und an seinen Träumen festhalten. Außerdem sind die Menschen sehr interessant, da jede Person unterschiedliche Sachen widergeben könnte und man muss dies verstehen, wenn man auf die Marketing-Daten schaut.
  • Itagaki sagte, dass Menschen, die die Geschichte nicht verstehen auch keine Vorhersagen zur Zukunft treffen könnten.
  • Man müsse zu sich ehrlich sein und die Hater beiseite schieben sowie sein Spiel weiter unterstützen. Außerdem sollte man auf die Fans und die Stimmen der Spieler hören.


Quelle: Polygon via Nintendo Life

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