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Nintendo Switch: Detailierter technischer Vergleich zwischen TV- und Handheld-Modus in Breath of the Wild

Nintendo Switch Wii U

| Software
Seid ihr alle schon fleißig The Legend of Zelda: Breath of the Wild am Spielen? Seit heute ist das neueste und heiß erwartete Abenteuer um Link und die namensgebende Prinzessin aus dem Lande Hyrule erhältlich und sahnt weltweit Höchstwertungen ab. Wir nahmen Breath of the Wild natürlich auch kräftig unter die Lupe und bescherten dem Open-World-Epos von Nintendo eine prächtige 10!

Im Vorfeld der Veröffentlichung wurden jedoch Diskussionen laut, die die Framerate der Nintendo Switch-Version bemängelt haben. Wir berichteten. Dabei würde das Spiel im TV-Modus unter Framerate-Einbrüchen leiden, sobald man ins hohe Gras rennt. Der Youtube-Kanal Digitalfoundry hat Breath of the Wild nun einem genauen technischen Vergleich unterzogen und zeigt detailliert jegliche Unterschiede zwischen dem TV-Modus und dem Handheld-Modus der Nintendo Switch-Version auf. Dabei wurden beide Modi mit bereits installiertem Day-One-Patch getestet.

Wie schon bekannt, läuft das Spiel im portablen Modus auf 720p. Diese Auflösung ist nativ, das Spiel wurde also für diese Auflösung entwickelt. Da der Bildschirm der Nintendo Switch ebenfalls eine solche Auflösung aufweist, läuft das Spiel darauf messerscharf, man könnte es ein perfect match nennen. Im TV-Modus läuft Breath of the Wild dagegen in hochskalierten 900p. Einen Unterschied erkennt man besonders im Aliasing, der im portablen Modus viel sichtbarer ist. So sind die Kanten auf dem Nintendo Switch-Bildschirm messerscharf (und demnach pixeliger) als im TV-Modus, denn dort sind sie abgeglättet, aber unschärfer.







Jegliche Details im Spiel sind in beiden Modi gleich, in keiner Version wird etwas weggelassen oder mit einfacheren Texturen oder Modellen versehen. Schatten, Texturen, Effekte und auch Links Figurenmodell sind also sowohl im Handheld-Modus wie auch im TV-Modus in gleicher Weise vorhanden.

Ein Unterschied fällt trotzdem auf: nämlich die Unschärfelinien. Diese ziehen sich im Umkreis um die Spielfigur bzw. den Point of View und je größer dieser Umkreis ist, desto mehr Elemente innerhalb dessen, werden detailliert und scharf dargestellt. Alle Elemente der Umgebung, die sich weiter weg befinden, werden dagegen nicht so detailreich geladen. Beim portablen Modus ist der Umkreis dieser Unschärfelinien wesentlich kleiner als im TV Modus. So ist die Struktur der naheliegenden Bodentexturen beispielsweise nicht so hochauflösend dargestellt wie am großflächigen TV-Bildschirm. Ein Unterschied, der aufgrund des vergleichsweise relativ kleinen Bildschirms der Nintendo Switch nicht groß auffällt. Ebenfalls verhält es sich auch mit Objekten in weiterer Distanz so: Diese sind im TV-Modus wesentlich klarer und feiner erkennbar




Die Hardware der Nintendo Switch wird durch Breath of the Wild nicht voll ausgelastet! Der Prozessor von Nintendos neuester Heimkonsole (also die CPU) taktet in beiden Modi immer mit 1020 Megahertz, der GPU-Takt (also die Grafikeinheit) der Nintendo Switch wechselt im gedockten Modus von 768 MHz auf 394 MHz im portablen Modus, also auf etwa die Hälfte. Diese Taktzahl kann von der Konsole während des Spielens noch zusätzlich auf 307 MHz verringert werden, um Energie zu sparen und damit Akkulaufzeit zu gewinnen. Dies geschieht mitunter bei ruhigen Szenen. Man merkt, dass Breath of the Wild insoweit entwickelt wurde, was auf der Wii U möglich gewesen war und auf die Nintendo Switch einfach portiert wurde. Die 900p-Auflösung im TV-Modus wurde anschließend hinzuaddiert.

Um die Diskussion noch einmal aufzufangen, die sich um die Framerate drehte: Beide Modi laufen mit 30 fps. Im portablen Modus ist die Bildausgabe stets konstant. Das kleine Sorgenkind ist hier jedoch der TV-Modus, denn der leidet an Frameeinbrüchen, teilweise sogar zu heftigeren als zuerst angenommen. Dies gilt ebenso für die Wii U-Version! Es kann mitunter vorkommen, das die Framerate um ein oder zwei fps bei actionreicheren Szenen bzw. beim Bekämpfen von Gegnern zu leiden hat. Das ist kein großes Manko. Aber: Es kann auch vorkommen, dass die Framerate mitunter auf 20 fps runtersackt und das zeigt sich in derben Rucklern. Das kann auch passieren, wenn im Spiel grad nicht viel los ist, also auch kein visueller Grund vorhanden ist. Ebenso, wenn man sich umdreht und in ein gerade erst besuchtes Gebiet zurückgeht. Da diese Ruckler unvorhergesehen auftreten können, stören sie auch den Spielfluss. Der portable Modus läuft stabil und kann als dahingehend favorisierte Spielvariante angesehen werden.





Den Vergleich der beiden Spielmodi könnt ihr euch ebenfalls im Video ansehen:



Trotz all der Körnerzählerei in diesem Artikel, Breath of the Wild ist ein absolut gelungenes Spiel und verdient seine Wertungen ohne Wenn und Aber! Wir möchten euch auf keinen Fall den Spaß am Spielen wegen Framerates oder dergleichen nehmen. Genießt das neue Zelda-Abenteuer und habt Spaß dabei.

Auf welche Weise spielt ihr Breath of the Wild lieber - im TV-Modus oder im Handheld-Modus? Sind euch Unterschiede zwischen den beiden Modi aufgefallen?


Quelle: Nintendo Everything, DigitalFoundry via Youtube


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