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Komponist Yasunori Mitsuda spricht über die Arbeit an Xenoblade Chronicles 2 und Torna ~ The Golden Country

Nintendo Switch

| Software
Ein Aspekt, für den die Xenoblade-Spiele besonders gelobt werden, ist der Soundtrack. Ob melancholische Musikstücke oder rockige Melodien, die Komponisten hinter den JRPG-Spielen von Entwickler Monolith Soft setzen sich keine Grenzen, um stets die genau richtige Musik für die großen Abenteuer zu kreieren. Einer der talentierten Komponisten ist Yasunori Mitsuda, der zuletzt für die Spielerweiterung Xenoblade Chronicles 2: Torna ~ The Golden Country einige Stücke beisteuerte und auch am Hauptspiel von Xenoblade Chronicles 2 mitgewirkt hat. Die Webseite Gamer Professionals hat zuletzt die Gelegenheit erhalten, mit Herrn Mitsuda über seine bisherige Arbeit zu philosphieren und ihn über sein Mitwirken beim Nintendo Switch-Titel auszufragen. Wir haben euch alles Wichtige zusammengefasst.

Zur Musik kam Yasunori Mitsuda vor allen Dingen durch seine Faszination zu Filmen. Während er schon im Kindesalter lernte Klavier zu spielen, interessierte er sich in seiner Jugend verstärkt für Sport und wurde fast zum professionellen Golfspieler. Zurück zur Musik fand er schließlich aufgrund der Musik zu Filmen wie Blade Runner und The Pink Panther, besonders aber durch die Musik des Films Railman, welche ihn dazu inspirierte, eigene Musik zu komponieren. Auch wenn Mitsuda lieber selber Musik hört, anstatt welche zu komponieren, gründete er im Jahr 2001 ein eigenes Musikunternehmen namens Procyon Studio. Ursprünglich nur als Komponist für Filmmusik vorgesehen, wurde Mitsuda zum aufstrebenden Musiker, der für eine Vielfalt an verschiedenen Medienprojekten zuständig ist sowie seine ganz eigene Musik produziert und diese auf eigenen Alben veröffentlicht. Besonders beeinflusst wird Mitsuda im Moment durch den Jazz, die Klassik, Weltmusik aber auch Musik aus alten Filmen.

Für Monolith Soft komponierte Yasunori Mitsuda bereits mehrere Male. Schon bei Xenogears mitgewirkt, unterstützte der Spiel-Enthusiast folglich auch die erste Episode der Xenosaga-Spiele mit seinem Musik-Talent, was er als eine seiner erinnerungswürdigsten Arbeiten beschreibt. Auf die Frage hin, wie Mitsuda dazu kam, für das neueste Spiel für die Nintendo Switch zu komponieren, gesteht er, dass er die Anfrage ursprünglich gleich zwei Mal abgelehnt hatte, bevor Monolith Softs Präsident Tetsuya Takahashi ihn schließlich doch dazu überreden konnte, am Projekt mitzuarbeiten. Ihm wurden dabei keinerlei Restriktionen vorgegeben, er konnte die Musikstücke (wohl basierend auf dem bis dato angefertigten Spielmaterial) kreieren, wie er es für richtig hielt.

Sein Lieblingsstück aus dem Spiel ist dabei das Opening. Gerade dieses Stück gefällt ihm so sehr, da es den Anfang eines großen Abenteuers kennzeichnet. Insgesamt gefällt ihm der Soundtrack von Xenoblade Chronicles 2 besonders, weil die Stile fünf verschiedener Komponisten auf wundervolle Art und Weise zusammengeflossen seien. Für das Musikstück "Elysium in the Blue Sky" nahm Mitsuda sich vor, eine Melodie zu komponieren, die sowohl hell als auch dunkel ist. Von all den Musikstücken, die speziell für Charaktere des Spiels geschrieben wurden, mag Mitsuda das Stück "The Acting God" für Praetor Amalthus am meisten. Im Moment könne Mitsuda nicht sagen, ob es Konzerte für den Soundtrack des Spiels geben wird. Dies sei eine schwierige Lage und er hätte bisher keine Pläne dazu gemacht. Außerdem verriet er, dass Xenoblade Chronicles 2 das wohl bisher größte Projekt ist, an dem er als Komponist gearbeitet hat. Laut ihm soll es enorm viel zu tun gegeben haben. Er selbst gibt zu, nie wieder die Rolle des führenden Komponisten für ein derartiges Projekt übernehmen zu wollen.

Für die Spielerweiterung Xenoblade Chronicles 2: Torna ~ The Golden Country orientierte man sich vorwiegend am Thema der Handlung, welche durchaus dramatisch ausfällt. Für diese Vorgeschichte, welche 500 Jahre vor den Geschehnissen des Hauptspiels stattfindet, entschied man sich also dafür, auf einen Akustik-Stil zu setzen. Die Einflüsse, die Jazz auf Mitsudas Werke hatte, können im Soundtrack des Torna-Abenteuers deutlich gehört werden. Tetsuya Takahashi beschrieb den Ton der Spielerweiterung als "ernster" und "erwachsener", was sich auch in der Musik widerspiegeln soll.

Wie sieht die Zukunft aus? Yasunori Mitsuda erklärt, dass ein neues Album, bei dem er Instrumente aus der ganzen Welt verwendet, sein Traumprojekt darstellen würde. Er selbst könne sich nicht genau auf ein Werk festlegen, welches er als das Highlight seiner ganzen Karriere bezeichnen würde. Zurückblickend würde er manche Teile seiner alten Werke, welche durch technische Limitierungen eingeschränkt waren, anders gestalten, allerdings empfindet er seine Arbeit zu der Zeit, an der er sie erledigt, als bestmöglich. Nichtsdestotrotz freut er sich immer, wenn Fans seine Stücke neu arrangieren und junge Künstler zu ihm aufsehen. Er möchte Musik machen, die allen gefallen kann. Für die Zukunft von Videospielmusik sieht er in nächster Zeit keine große Entwicklung mehr, allerdings empfiehlt er die Nutzung von mehr Akustik-Musik, um zu einer noch besseren Qualität zu gelangen.

Wie gefällt euch die Musik zu Xenoblade Chronicles 2 und Torna ~ The Golden Country? Wie seht ihr Mitsuda im Vergleich zu anderen modernen (Videospiel-)Komponisten?

Quelle: Gamer Professionals, WebArchiv (PALGN)


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