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Reaktion der Redaktion: Unsere Meinung zur Pokémon Direct vom 05.06.2019

Nintendo Switch

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Am gestrigen Tag wurden im Rahmen einer Pokémon Direct zahlreiche neue Informationen zu den kommenden Pokémon-Editionen Pokémon Schwert und Schild für die Nintendo Switch preisgegeben. Innerhalb unserer Redaktion fielen die Meinungen zum Präsentierten sehr gespalten aus, weshalb wir euch eine neue Ausgabe unseres Reaktion der Redaktion-Formates präsentieren wollen, in dem einige unserer Teammitglieder ihre detaillierte Meinung zum Gezeigten kundtun.


Kevin Franke:

Mich ließ die Pokémon Direct-Präsentation etwas ratlos zurück. Mit Dynamax entschied man sich ein weiteres Mal dazu, ein Gimmick in ein Pokémon-Hauptspiel einzubauen. Ob Mega-Entwicklungen, Z-Attacken oder jetzt diese Neuheit, meiner Meinung nach bedarf es solcher Spielereien nicht wirklich. Nach dem, was in der Direct gezeigt wurde, sorgen Pokémon Schwert und Schild bei mir generell nicht gerade für Begeisterung. Über das Design der Pokémon lässt sich nicht streiten, ich störe mich viel mehr an der zusammenhangslosen Spielewelt. Das Ganze wirkt auf mich eher wie eine Ansammlung verschiedener Ideen. Es scheint, als sei man sich noch nicht darüber im Klaren, in welche Richtung man mit Pokémon in Zukunft gehen möchte. Einen Hinweis könnten wir mit der Naturzone erhalten haben, in der die Kamera frei schwenkbar ist, hoffentlich sehen wir in Zukunft mehr davon. Ich sehe Pokémon Schwert und Schild daher eher als eine Übergangsphase, die wohl auch mit dem Sprung vom Handheld zur Nintendo Switch zusammenhängen könnte. Zu diesem Schluss hat mich letztlich auch die grafische Präsentation der Spiele gebracht. Die Optik ließ insgesamt doch wirklich zu wünschen übrig und will irgendwie nicht ganz zu dem passen, was man sich auf einer Heimkonsole vorgestellt hätte. Ich werde mir natürlich trotzdem eines der Spiele kaufen, bis dahin erhalten wir bestimmt auch noch viele weitere Details. Die Grundstimmung ist bei mir allerdings nicht sonderlich positiv.


Solltet ihr die Pokémon Direct verpasst haben, so könnt ihr sie hier nachholen!



Lisa Zahn:

Allgemein bin ich von Pokémon Schwert und Schild bisher noch nicht überzeugt. Für den Sprung von Handheld zu Konsole hätte ich mir doch ein wesentlich größeres Grafikupdate gewünscht, aber auch eines für das Franchise an sich. Bisher fühlt sich die neue Generation genauso an wie die vorangegangenen auf dem Nintendo 3DS, was nicht unbedingt schlecht sein muss. Nach sieben Generationen hätte ich mir aber dennoch etwas Frischeres und Umfangreicheres gewünscht, was die Hauptreihe nicht nur repräsentiert, sondern auch auf ein neues Level hebt. Von den heute gezeigten Spielszenen hat mich am meisten die Idee der Naturzone angesprochen, da diese den Fortschritt am ehesten repräsentiert. Leider wirkte sie noch sehr karg und leer, sodass ich hoffe, dass die Welt, ähnlich dem damals gezeigten Material zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild, nach Fertigstellung des Spiels wesentlich lebendiger sein wird. Das Dynamax-System hätte es für mich nicht gebraucht, allgemein bin ich kein Fan solcher Spielereien, die später wieder verworfen werden. Auch die Kampfarenen empfinde ich nicht so charmant wie die thematisch angepassten Arenen in den Vorgängertiteln. Bei den Raids hat man sich wohl ideentechnisch beim nahen Verwandten Pokémon GO bedient – Die Idee für mehr Mehrspielerinhalte gefällt mir, die Ausführung wirkte aber noch etwas roh. Wie allen anderen Pokémon-Titeln werde ich auch diesem hier eine Chance geben, aber um mich vollends zu überzeugen, muss da noch ein kleines bisschen mehr kommen.


Mit der Dynamaximierung wurde ein brandneues Feature vorgestellt – selbst süße, kleine Pokémon werden so zu riesigen Ungetümen!



Thomas Steidle:

Nach dem ersten Trailer zu den neuesten Pokémon-Spielen war ich recht neutral gesinnt und muss sagen, dass sich dies nach der neuesten Nintendo Direct-Präsentation kaum verändert hat. Der Ersteindruck hat sich eher weiter gefestigt, das heißt: Es sieht okay aus und ich werde es wohl kaufen. Ich freue mich bereits auf die ganzen neuen Pokémon, die mir bisher wieder extrem gut gefallen. Auch die ganzen neuen Charaktere und Orte kennenzulernen wird sehr viel Spaß machen. Die Naturzone ist hierbei ebenso ein cooles Konzept – allerdings scheint sie laut den bisherigen Informationen nicht mehr als wilde Pokémon und in gewisser Weise die Dyna-Raids zu bieten, was etwas enttäuschend wäre. Die Dynamax-Mechanik bietet außerdem interessante neue Ansätze. Ich bin gespannt, wie diese insgesamt umgesetzt wurde.

Leider hat sich eines nicht verbessert seit dem ersten Videomaterial: Die Grafik. Es ist teilweise schon unterirdisch, was dort zu sehen ist. Die Modelle sind alle einwandfrei und wissen zu gefallen, aber die Umgebung und speziell die gezeigten Bäume verschlugen mir echt die Sprache. Die Reflexionen des Wassers sind auch weit weg davon zu überzeugen. Das wird mich aber nicht davon abhalten, Ende des Jahres wieder Champ zu werden.


Naturzonen bieten reichlich Freiraum zum Erkunden und Aufspüren von Pokémon. Die Kamera kann beim Erkunden dieser Gebiete frei justiert werden.



David Pettau:

Nirgendwo im AAA-Videospielbereich ist die Kluft zwischen liebevoll designt und lieblos dahingeklatscht so groß, wie in der Pokémon-Reihe. Nie zuvor war diese Kluft größer, als sie es in Schwert und Schild zu sein scheint. Nicht einmal auf dem Nintendo GameCube hätte man derartig hingeklatschte virtuelle Landschaften als zeitgemäß empfunden – es ist geradezu eine Frechheit, wie sparsam The Pokémon Company mit seinen immensen Geldressourcen umzugehen scheint. Die Charaktermodelle und insbesondere die Pokémon selbst hingegen sehen wunderbar aus – und eben genau diese Souveränität im Charakterdesign wird der Präsentation des Spiels schlussendlich noch zum Verhängnis. Denn eben jene großartigen Modelle wirken, wenn sie durch die polygonarme Landschaft stapfen, derart “out of place“ wie nie zuvor. Ein Wald in Pokémon Schwert und Schild scheint in etwa so viele Polygone aufzuweisen, wie ein Pikachu. Doch genug von der Präsentation, dem sicherlich nicht einzigen Aspekt des Spiels, dem ich mit großer Skepsis begegne.

Die Naturzonen scheinen ein wirklich tolles, neues Feature zu werden (abgesehen davon, dass es wohl alles über Pokémon als Spielereihe aussagt, dass eine frei justierbare Kamera als neues Feature angepriesen wird ...). Grund zur Skepsis gibt es für mich allerdings noch genug – auch die Inselherausforderungen des Vorgängers klangen im Vorfeld wunderbar kreativ, stellten sich letztlich allerdings als nicht einmal im Ansatz zu Ende gedacht heraus. Ich fürchte, dass das allgemeine Pacing des Spiels wieder einmal zu sehr einem Schema folgen wird – Linearer Pfad, Stadt, Arena, Naturzone und wieder von vorne. Das neue Gimmick des Spiels spricht mich zumindest auf den ersten Blick mehr an als die Z-Attacken der siebten Generation, wirklich begeistern können mich hochskalierte Pokémon-Modelle allerdings auch nicht. Immerhin in die Angriffsanimationen und die allgemeinen Kampfeffekte scheint im Falle einer Dynamaximierung aber endlich mal ein wenig mehr Aufwand geflossen zu sein. So sind die Kämpfe unter Einsatz des Gimmicks wenigstens schön anzusehen.


Natürlich begegnet ihr in der Galar-Region wieder einmal zahlreichen neuen Pokémon. Wolly hat es einigen in unserem Team besonders angetan!



Chris Holletschek:

Da haben wir also noch vor der heiß erwarteten E3 eine Pokémon Direct-Präsentation spendiert bekommen. Hat sich diese Sondierung gelohnt? Nein, ich denke, dass sich Nintendo und The Pokémon Company damit nicht unbedingt einen Gefallen getan haben. Denn die neuen Informationen, die wir durch die Präsentation erhalten haben – namentlich zu erwähnen sind da sicherlich die Naturzone, das Dynamax-Phänomen und … ein weiblicher Pokémon-Professor? – hätten auch gut in den Rahmen einer E3-Show gepasst, wo leichter von den eher negativen Seiten der neuen Editionen hätte abgelenkt werden können. Ein großer Kritikpunkt besteht seit dem ersten Teaser zu Pokémon Schwert und Schild und hat sich mit dem neuen Videomaterial nun nur weiter manifestiert: Die Grafik ist bei weitem nicht auf dem Stand eines Haupttitels für die Nintendo Switch. Und so lange es dazu von offizieller Seite keine Erklärung gibt, kann nur wild spekuliert werden, warum zur Nintendo 3DS-Optik gegriffen wurde. Sieht man Pokémon Schwert und Schild nur als Testphase für die Heimkonsole an? Gab es dafür nicht bereits Pokémon: Let’s Go, Pikachu!/Evoli!? Oder war die neue Generation ursprünglich noch für die alte Handheld-Konsole angedacht? So oder so herrscht aufgrund dieses offensichtlichen Missstands eine gewisse Unzufriedenheit.

Wo Schatten ist, ist aber auch immer Licht. So bin ich auf die Umsetzung der Idee der Naturzone sehr gespannt. Im ersten Moment hat es mich an die Welt aus The Legend of Zelda: Breath of the Wild erinnert – nur in einem nicht ganz so hübschen Look, versteht sich. Es stellt sich mir nun allerdings die Frage, ob die althergebrachten Routen ausgedient haben und durch diese frei zugängliche „Oberwelt“ ersetzt werden. Ich weiß jedoch nicht, welche Antwort mir besser gefallen würde. Ebenfalls ein wenig ratlos bin ich bezüglich der Thematik Dynamaximierung. An sich sind weitere kampfstrategische Aspekte gerne gesehen, nur habe ich die Befürchtung, dass es das Grundspiel nach Mega-Entwicklungen und Z-Angriffen noch einfacher macht – was ich schon gar nicht mehr für möglich gehalten habe. Ich hoffe deshalb nun umso mehr, dass mein Wunsch nach mehreren Schwierigkeitsgraden für das Hauptspiel endlich erfüllt wird. Ich fürchte allerdings, dass ich auch in Pokémon Schwert und Schild zum Champ avancieren werde, ohne mich dabei herausgefordert gefühlt zu haben.

Nun seid ihr gefragt: Stimmt ihr mit der Meinung einer unserer Redakteure überein? Nehmt ihr vielleicht sogar einen gänzlich anderen Blickwinkel auf die gestrige Direct-Präsentation ein?


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