Konsolenhersteller verlangen künftig Offenlegung von Wahrscheinlichkeiten bei Lootboxen

  • 21:30 - 07.08.2019
  • Software
  • Nintendo Switch
Newsbild zu Konsolenhersteller verlangen künftig Offenlegung von Wahrscheinlichkeiten bei Lootboxen

Die drei großen Hersteller für Spielekonsolen – Nintendo, Sony und Microsoft – werden bald schon neue Richtlinien für den Umgang mit Lootboxen einführen. Dies teilte die Entertainment Software Association (kurz: ESA) am heutigen Morgen mit. Michael Warnecke, eine der führenden Persönlichkeiten bei der amerikanischen Organisation, machte die Nachricht im "Inside the Game"-Workshop der Federal Trade Commission publik. Warnhinweise auf Handelsversionen sowie plattformbezogene Einschränkungen beim Ausgeben von Echtgeld seien erste Maßnahmen der Industrie gewesen, um die durch Lootboxen aufkommenden Probleme zu behandeln, erklärte Warnecke.


Für weitere Transparenz sollen künftig auch neue Richtlinien der Konsolenhersteller sorgen, kündigte Warnecke freudig an. Nintendo, Sony und Microsoft scheinen gegenüber der ESA angedeutet zu haben, ein neues Regelwerk für den Umgang mit Lootboxen auf den eigenen Plattformen auszuarbeiten. Konkret soll dafür gesorgt werden, dass die relativen Wahrscheinlichkeiten für zufällige virtuelle Items von den Betreibern offengelegt werden müssen. Dies gelte insbesondere für neue Spiele als auch für Updates von bereits erschienenen Titeln, welche von Lootbox-Mechaniken Gebrauch machen.


Warnecke weist außerdem darauf hin, dass sich viele führende Publisher, welche Teil der ESA sind, für einen ähnlichen Umgang mit Lootboxen ausgesprochen haben. Diese möchten ihren Konsumenten bereitwillig möglichst viele Informationen zugänglich machen, um ihre Kaufentscheidung zu erleichtern. Im Mobile-Sektor werden derartige Daten bereits seit 2017 von Apple und seit Anfang dieses Jahres von Google angefordert.


Was meint ihr? Geht die Industrie beim Thema Lootboxen richtig vor?


Quelle: gamesindustry.biz

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