Astral Chain: Blog-Eintrag über Hologramme und UV-Animation im Spiel veröffentlicht

  • 12:20 - 13.10.2019
  • Software
  • Nintendo Switch
Newsbild zu Astral Chain: Blog-Eintrag über Hologramme und UV-Animation im Spiel veröffentlicht

Auch in dieser Woche hat ein Entwickler von PlatinumGames einen Blog-Eintrag geschrieben, der einen Einblick in die Entwicklung von Astral Chain gewährt, dieses Mal zum Thema Hologramme im Spiel und vor allem zur UV-Animation. Wie beides zusammenhängt, erklärte Environmental Artist Shohei Kameoka, der für die Hologramme auf der Arche und für die Astral-Ebene zuständig war. Und damit die Hologramme gut aussehen, mussten sie sich laut Kameoka auch bewegen. Um dies zu erreichen, nutzte er die Technik "UV-Animation".


Diese schon recht bekannte und häufig genutzte Technik kam auch hier zum Einsatz. Doch was ist UV in der 3D-Modellierung eigentlich? Dreidimensionale Objekte im Spiel bestehen aus dem 3D-Modell und den 2D-Texturen, die auf die Modelle geladen werden. Eine UV-Map bestimmt, welche Teile einer Textur auf welchen Abschnitt eines Models geladen werden sollen. Beim Bewegen der UV-Map, wird die Textur auf dem Modell auch verschoben. Dadurch kann eine Animation erzeugt werden. Folgend seht ihr eine UV-Map einer Textur für einen Würfel:



© PlatinumGames


Diese Methode kam nun bei den Hologrammen zum Einsatz. Als Beispiel führte er das Hologramm der Ark Mall im Spiel an, das einige Störungen im Spiel hatte und kurzzeitig um eine bestimmte Position verschoben wurde. Am Beispiel eines Würfels beschrieb er die Schritte, die er gemacht hat, um diese Animation zu erreichen. So hat er als erstes eine neue Textur erstellt, mit einer dunklen Fläche für alles Nichtsichtbare und einer hellen Fläche für alles, was sichtbar sein soll. Dies duplizierte er ebenfalls und erzeugte so etwas, was er fortan als Maske tituliert. Dann erschuf er eine UV-Map, wodurch das Ergebnis nun so aussieht:



© PlatinumGames


Als nächstes verkleinerte er die UV-Map, sodass alles aus den Würfel sichtbar war. Dann duplizierte er das Objekt und erzeugte eine UV-Map für das Duplikat auf seine Maske, die im nicht sichtbaren Bereich liegen soll. Dadurch ist das duplizierte Objekt von der Textur her nicht sichtbar. Dann verschob er bei beiden Modellen die jeweilige UV-Map zur selben Zeit, sodass die Textur des dulizierten Objektes erschien, als die andere verschwand. Das ist der ganze Effekt.


Des Weiteren kamen UV-Animationen bei dem Logo von Neuron und den IRIS-Hologram-Rahmen zum Einsatz, um die Aufmerksamkeit des Spielers auf die wichtigen Hinweise während einer Untersuchung zu lenken. Das Aufleuchten dieser Hinweise ist ebenfalls durch UV-Animation entstanden. Doch auch die Leuchtreklamen und die seltsamen Figuren in der Astral-Ebene sind mit UV-Animationen entstanden. Im Blog (unten verlinkt als Quelle) könnt ihr die Effekte als Videos einzeln begutachten sowie auch den Umsetzungsweg detailiert mit Bildern nachlesen.


Kennt ihr bereits die Methode des UV-Mappings und der UV-Animation?


Quelle: PlatinumGames – Newsbild: © Nintendo / PlatinumGames

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