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Neuester Blog-Eintrag zu Astral Chain beleuchtet die Lokalisierung von Lappys Dialogen

Nintendo Switch

| Software
Auch in dieser Woche gab es einen neuen Blog-Eintrag zu Astral Chain, allerdings nicht über das Game Design oder die Grafik, sondern über die Lokalisierung des liebsten Maskottchens Neurons. Die Rede ist natürlich von Lappy. John Neal, seines Zeichens Lokalisierer bei PlatinumGames, hat für Astral Chain die Rolle des Localization Leads eingenommen. Dabei besteht die Lokalisierung nicht nur aus dem Übersetzen von Texten, denn in Zusammenarbeit mit den leitenden Entwicklern, Designern und Künstlern wird das Spiel so gestaltet, dass Spieler es weltweit genießen können.

Und seit Verkaufsstart beobachtete er das Internet und erlebte, wie Lappy das Herz der Spieler gewinnen konnte. Solche Maskottchen-Charaktere kommen in Japan häufig vor, um Städte oder Marken zu bewerben. Und auch in der tokyoter Polizei gibt es ein solches Maskottchen. Doch Lappy grundsätzlich zu ändern, weil Spieler außerhalb Japans nicht so sehr mit diesem Konzept vertraut sind, kam nicht in Frage. Stattdessen überlegte sich das Team, wie es Lappy auch im Englischen (oder anderen Sprachen) weiterhin lustig und freundlich erscheinen lassen könnte. Wenn Marie in Lappys Kostüm schlüpft, dann wird ihre Stimme im Japanischen um ein bis drei Oktaven höher gestellt und ihre Sätze enden mit einem kleinen, speziellen Schwung. Auch ein gelegentlich eingeworfenes "-py!" taucht bei der Synchronsprecherin auf.

Dieser "Tick" ist bei japanischen Maskottchen wie Lappy üblich. Natürlich wäre dies im Englischen etwas seltsam. Es bedurfte eines anderen Weges, Lappys Sprachklang etwas Besonderes zu geben. Deswegen hat Neal den Enthusiasmus von Lappy erhöht und auch eine Phrase eingebaut, die jeder sofort versteht und auch zu einem Polizei-Hund passen würde, denn er nennt jeden: "Partner". Auch die Synchronsprecherin von Marie, Cassendra Lee Morris, musste sich zusätzlich zu Marie auch in die Lage versetzen, mit ihrer Stimme noch einen zusätzlichen Charakter zu synchronisieren, was ebenfalls anstrengend sei.

Ursprünglich sollte Lappy auch noch nicht den Akzent der Südstaaten haben. Dies kam während der Tonaufnahmen zustande, nachdem mit anderen Slangs und Akzenten experimentiert wurde. Obwohl sich beide Stimmen (Englisch und Japanisch) unterscheiden, haben beide Lappys Eigenschaften verkörpert: Freundlich, engagiert, liebenswert und zu einem gewissen Grad auch nervig. Entsprechende Tonbeispiele findet ihr in dem als Quelle verlinkten Blog.

Neben den englischen und japanischen Schildern auf der Arche gibt es auch russische, arabische, koreanische und mehr, damit die Arche wie ein Ort wirkt, in dem Menschen aus mehreren Nationen leben. Zuletzt bedankte sich John Neal noch bei seinem Team und den anderen Übersetzern. Da das Spiel in zehn Sprachen spielbar ist, konnte PlatinumGames die Lokalisierung nicht alleine schaffen, obwohl in ihrem Büro Personen aus 17 Ländern arbeiten. Doch wann auch immer sie Hilfe benötigt haben, konnten sie sich an die Übersetzer bei Nintendo of Europe wenden, welche oft Feedback gaben. Dadurch repräsentiert die Arche mit all ihren Facetten sowohl die Wurzeln der dort lebenden Charaktere als auch die Wurzeln des Entwicklerteams.

Findet ihr die Lokalisierung von Astral Chain gelungen? Wer ist euer Lieblingscharakter in Astral Chain?

Quelle: PlatinumGames – Newsbild: Original-Artwork: © Nintendo / PlatinumGames, Artwork-Komposition: © ntower


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