Studie: Nicht Videospiele selbst, sondern äußere Faktoren sind der Hauptgrund für Videospielsucht

  • 13:20 - 25.10.2019
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Seit letztem Jahr ist Videospielsucht eine von der Weltgesundheitsorganisation WHO offiziell anerkannte Krankheit (wir berichteten). Nun haben die WHO und die APA (American Pychiatric Association) eine Studie in Auftrag gegeben, um die Ursachen der Videospielsucht genauer zu untersuchen: Forscher der renommierten University of Oxford in England haben über 1000 Jugendliche untersucht und sind in ihrer Studie zum Schluss gekommen, dass nicht Videospiele selbst der Auslöser für die Sucht sind, sondern die Gründe meist in äußeren Problemen zu finden sind. Videospiele dienen oft lediglich als Zufluchtsort, um mit diesen Problemen umzugehen, seien jedoch nicht das Problem selbst. Die Forscher der Universität in Oxford sind der Meinung, dass Videospielsucht nicht als klinische Erkrankung eingestuft werden sollte.


Professor Andrew Przybylski, der Director of Research am Oxford Internet Institute, berichtet:

Zitat

Unsere Forschungen haben keinerlei Belege geliefert, die darauf hinweisen, dass eine ungesunde Relation zwischen dem Videospielen per se und Problemen im Sozialverhalten oder emotionalen Problemen besteht. Vielmehr sind Variationen im Gaming-Verhalten damit verknüpft, ob die Heranwachsenden bereits zuvor mit derartigen Problemen zu kämpfen hatten, ob soziale und psychologische Bedürfnisse erfüllt wurden. Im Lichte unserer Erkenntnisse denken wir nicht, dass ausreichend Beweise vorhanden sind, um das Videospielen für sich genommen als Krankheit zu bezeichnen.


Wie seht ihr dieses kontroverse Thema – denkt ihr ebenfalls, dass Videospielsucht per se nicht als Krankheit eingestuft werden sollte?


Quelle: SAGE journals (Scientific Paper), gameindustry – Newsbild: © Bandai Namco Entertainment

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