Good-Feel: Unternehmensvorstand über den Werdegang der Firma – nächstes Projekt in Arbeit

  • 16:00 - 08.12.2019
  • Software
  • Nintendo Switch
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Entwickler Good-Feel hat sich durch vielerlei Titel mit Nintendo als Herausgeber einen Namen gemacht. Spiele wie Yoshi's Crafted World und Kirby's Epic Yarn stammen aus deren Händen. Seit Anfang November dieses Jahres haben sie mit Monkey Barrels ihr erstes unabhängiges Projekt veröffentlicht – dort treten sie als Entwickler sowie als Publisher auf. Die Kollegen von Nintendo Life hatten die Chance, mit Unternehmensvorstand Etsunobu Ebisu ein Interview zu führen und somit Näheres über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Firma zu erfahren.


Zunächst wollte man wissen, woher die Idee zu Monkey Barrels stammte. Ebisu antwortete, dass Top-Down-Shooter ganz einfach sein Lieblingsgenre in den Spielhallen gewesen seien und er mit dem Spiel das Ziel verfolgt habe, ein klassisches Spielprinzip mit moderner Technik zu koppeln. Nach diesem Motto habe man sich auch bezüglich des Grafikstils orientiert, indem man 3D-Modelle auf Pixeloptik treffen lässt.


Auf die Frage, weswegen man sich für eine lizenzierte Engine entschied, anstatt selbst eine zu entwickeln, entgegnete der Vorstand, dass man so mehr Zeit für die Inhalte gehabt habe. Zwar sei dies mit Zweifel bezüglich der Flexibilität verbunden gewesen, die man aber nun nicht mehr hegen würde.


Schon vor Good-Feel war Etsunobu Ebisu in der Videospielbranche tätig. So half er etwa bei der Entwicklung etlicher "Castlevania"- und "Goemon"-Spiele aus dem Hause Konami. 2005 gründete er dann Good-Feel, welches sich vorerst für Lernspiele verantwortlich zeigte, bis man 2008 mit Wario Land: Shake It! für die Wii für einen scheinbaren Bruch sorgte. Dies wirft natürlich die Frage auf, woher dieser rührte. Laut Ebisu seien die Lernspiele in Zusammenarbeit mit einem darauf spezialisierten Unternehmen entstanden, außerdem sei er daran interessiert gewesen, etwas anderes zu entwickeln als die Spiele, an denen er vorher mitgewirkt hat. Zudem habe man von Anfang an parallel entwickelt, was aufgrund der unterschiedlichen Entwicklungszeiten von Lernspielen und "Wario"-Titel dazu geführt hat, dass Wario Land: Shake It! nach etlichen Lernspielen wie ein Stilbruch gewirkt habe.


Die mit Monkey Barrels begonnene Unabhängigkeit des Studios war übrigens bereits seit dessen Gründung geplant und hat keine speziellen keinerlei Gründe. Nach dem zehnjährigen Jubiläum entschied man sich laut Ebisu, sich dieser Herausforderung endlich anzunehmen.


Da die Spieleflut im Nintendo eShop in naher Zukunft wohl kein Ende nehmen wird, stellt sich die Frage, wie sich Good-Feel die Aufmerksamkeit der Spieler sichern möchte und ob man Notwendigkeit in dessen Anpassungen sehe, um kleineren Entwicklern eine Bühne zu bieten. Auch wenn man sich offenbar gerade noch nicht mit diesem Problem konfrontiert sieht, arbeite das Unternehmen daran, Wege zu finden, um sich die Aufmerksamkeit der Spieler zu sichern, so Ebisu.


Abschließen wollte man natürlich noch wissen, wie es um die Zukunft von Good-Feel bestellt sei und was als nächstes anstehe. Ebisu verriet, dass Monkey Barrels eigentlich der zweite Titel des Studios als Entwickler und Publisher sein sollte, man habe sich allerdings dazu entschieden dem anderen Projekt, ein 2D-Shooter, zugunsten der Optimierung noch etwas Entwicklungszeit zu geben. Das überfällige Spiel wolle man jedoch in naher Zukunft ankündigen.


Habt ihr Monkey Barrels gespielt? Ist Good-Feel eurer Meinung nach auf dem richtigen Weg?


Quelle: Nintendo Life – Newsbild: © Good-Feel

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