N64-Themenwoche // Tipps für Retro-Gamer: Diese N64-Spiele empfiehlt das ntower-Team

  • 17:30 - 25.01.2020
  • Intern
  • Nintendo 64
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Themenwoche

Noch immer läuft unsere Themenwoche rund um das Nintendo 64, und wir haben euch schon eine ganze Menge an vielfältigen Inhalten präsentieren können, die ihr hier auch übersichtlich aufgelistet finden könnt. Selbstverständlich schwärmen wir Nostalgiker dabei immer wieder von den ganz großen Spielen mit Mario und Link. Jetzt wollen wir euch aber noch eine kleine Handvoll persönlicher Empfehlungen geben, an die vielleicht nicht jeder Spieler sofort denkt, wenn das N64 erwähnt wird. Los geht's:




Die Ära des Nintendo 64 verbinde ich mit großartigen Erinnerungen an viele Spiele, darunter auch meine erste Begegnung mit dem japanischen Helden Goemon. In seinem Action-Adventure, das später auch noch einen ebenso empfehlenswerten Nachfolger auf dem N64 erhielt, müsst ihr die Aufgaben mit Verstand und Geschick bewältigen.


Das Spiel hat mir besonders gut gefallen, weil es nicht nur ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Gameplay bietet, sondern auch mit reichlich schrägem Humor gespickt ist. Die Story, bei der ihr zu Beginn Zeuge einer UFO-Attacke auf eine herrschaftliche Burg werdet, wird im Verlauf des Spiels immer verrückter. Leider habe ich auch schon wieder viele Details vergessen, weshalb ich große Lust hätte, das Abenteuer nochmal zu spielen. Eine erneute Veröffentlichung in irgendeiner Form (vielleicht ja sogar doch irgendwann auf einem N64 Mini) würde mich begeistern. Wer von euch aber noch die Original-Konsole besitzt und Goemon mal auf einer Retro-Börse findet, sollte unbedingt zuschlagen!




Carsten empfiehlt Mission: Impossible


Es ist unmöglich, als N64-Besitzer einen großen Bogen um das Spiel zu machen. Auch wenn Mission: Impossible vielleicht grafisch nicht gut gealtert ist und die Steuerung etwas Eingewöhnungszeit erfordert, bietet das Spiel eine bunte Palette an abwechslungsreichen Missionen.


So müsst ihr euch beispielsweise nicht nur in Geheimbasen reinschleichen, sondern seid auch in einer Mission undercover als Kellner unterwegs, um unter anderem eurer Zielperson heimlich Abführmittel in seinen Drink reinzuschütten. Besonders weil die Szene musikalisch von einem Pianisten untermalt wird, werde ich sie für immer in meinem Herzen tragen. Ebenso habt ihr in diesem Spiel die Ehre, den besten Programmierer auf der Welt kennenzulernen.



© Ocean





Obwohl die meisten vermutlich das Nintendo 64 mit Platformer-Koryphäen wie Super Mario 64, Banjo-Kazooie oder Donkey Kong 64 verbinden, ging im Eifer der 3D-Revolution leider ein einzigartiges Erlebnis aus dem Hause der heutigen Grand Theft Auto-Entwickler verloren. Die Rede ist vom Weltraumabenteuer Space Station: Silicon Valley – ein einmaliges Jump ’n’ Run, das als der Ursprung der Gegnerübernahme aus Super Mario Odyssey verstanden werden kann. Als kleiner Roboterchip versucht ihr in unterschiedlichen Welten, beheimatet von mechanischen Tieren, eure verlorenen Körperteile wieder zusammenzusetzen. Um den misslichen Umständen der Natur Widerstand zu leisten, könnt ihr dabei die Körper und Fähigkeiten der Tiere übernehmen, um so in den Levels voranzukommen.


Was mich noch heute zum überraschend unbekannten Spiel zieht, ist die starke Detailverliebtheit und der überzeugende Humor, der mich teilweise an Glanzzeiten der Firma Rare erinnert. Seien es die überspitzten Animationen oder teilweise überzogenen Kräfte, wie explodierende Ausscheidungen beispielsweise – kein Moment vergeht, in dem ich nicht ein Grinsen im Gesicht habe. Die Level weisen ein extrem schlüssiges Design auf und die realistische Darstellung einer glaubhaften Nahrungskette innerhalb des Gameplays sorgt gleichermaßen für herausfordernde Gefechte wie clevere Rätsel. Auch wenn mich die Abstinenz von richtigen Bosskämpfen etwas enttäuscht, ist der Soundtrack noch heute ein fantastischer Ohrwurm und beweist einmal mehr, dass Space Station: Silicon Valley völlig zu Unrecht in Vergessenheit geriet und noch heute ein absoluter Geheimtipp ist.




Für mich hat James Bond 007: Die Welt ist nicht genug einen besonderen Platz in meiner Nintendo 64-Sammlung. Meiner Meinung nach hätte es mehr Aufmerksamkeit verdient, so fristet es aber im Schatten von James Bond 007: GoldenEye, ein eher unbekannteres Dasein. GoldenEye besaß ich damals nie selbst, sondern habe es immer nur bei Kumpels gezockt. Mittlerweile ist es aber natürlich in meinem Besitz. Ohne Frage ist das Bond-Spiel der Rare-Entwickler ein absolutes Kult-Spiel, aber mit "Die Welt ist nicht genug“ (entwickelt von Eurocom) hatte ich damals etliche Spielstunden sowie Erinnerungen mehr.


Typisch für James Bond gilt es wieder die Welt zu retten. In diesem Fall müsst ihr den Terroristen Renard aufhalten, der mit der Millionärstochter Elektra gemeinsame Sache macht. In der Kampagne warten abwechslungsreiche Missionen auf euch: In London jagt ihr zum Beispiel einen Killer und müsst zusätzlich Bomben in einer U-Bahn entschärfen. Weitere Missionen führen unter anderem auf ein Flugfeld und im Finale in ein U-Boot. Dabei findet ihr auch eine Schleich-Mission und ein Level vor, bei dem ihr auf Skiern, wie in einem Rail-Shooter, Gegner erledigen müsst. Das Highlight war aber definitiv der Multiplayer: Unzählige Stunden hatte ich dort mit Kumpels verbracht. Im Gegensatz zu GoldenEye habt ihr hier die Möglichkeit, fehlende menschliche Spieler mit Bots zu füllen. Insgesamt vier Spieler können sich in verschiedenen Modi miteinander messen. Die 14 wählbaren Maps sind fantastisch, zu meinen Favoriten zählt die Bank sowie die freischaltbare Schnee-Karte, bei der es eine Seilbahn zum Besteigen gibt. Sogar in einem Flugzeug könnt ihr euch gegenseitig niedermähen. Beide Bond-Spiele sind für das Nintendo 64 grandios, ich persönlich präferiere ich aber James Bond 007: Die Welt ist nicht genug.


Jetzt kennt ihr unsere Empfehlungen – und was würdet ihr hinzufügen? Wir sind gespannt auf eure Favoriten, Geheimtipps oder unterschätzte Softwareperlen für das Nintendo 64!


Newsbild: Original-Artwork: © Nintendo, Artwork-Komposition: © ntower

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