PlayStation 5: Technische Spezifikationen sind schwächer als bei der Xbox Series X

  • 21:30 - 20.03.2020
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Tellerrand

Die Ankündigung der PlayStation 5 am Mittwoch (wir berichteten) fand wenig positive Reaktionen seitens der Zuschauer, selbst die PlayStation-Fans zeigten sich sehr enttäuscht über die Vorstellung der Konsole. Die Präsentation wurde in einem sehr monotonen Stil gehalten und erinnerte eher an eine Lehrstunde für Entwickler als an eine Vorführung für die Fans. Und auch wenn man weder das Design der Konsole, noch die Spiele zu sehen bekam, erfuhren die Fans jede Menge über die Spezifikationen der Konsole.


Aus technischer Sicht erinnert die Konsole stark an die Xbox Series X, denn auch hier setzt man auf den wesentlich schnelleren SSD-Speicher, der Ladezeiten nahezu eliminieren soll. Dies gibt den Entwicklern mehr Möglichkeiten, denn durch das Wegfallen der langen Ladezeiten kann die Welt wesentlich lebendiger und größer generiert werden. Zudem wird die Konsole auf Raytracing setzen und somit die Grafik von Spielen durch wesentlich bessere Reflektionseffekte besonders realistisch erscheinen lassen. Dazu setzt man auf 3D-Audio, welches sich besonders bei Spielern mit guten Lautsprechern bemerkbar machen soll. Dadurch kann man jetzt besonders gut erkennen, aus welcher Richtung die jeweiligen Geräusche kommen.


Dazu gab man bekannt, dass die PlayStation 5 mit jeder Menge an PlayStation 4-Titeln abwärtskompatibel sein wird. Man geht davon aus, dass die überwiegende Mehrheit der PlayStation 4-Titel auf der PlayStation 5 spielbar sein werden und diese von der erhöhten Leistung der Konsole profitieren können. Jedoch entstehen auch dahingehend Probleme, sodass man mit den Entwicklern der ursprünglichen Titel in Kontakt steht. Bislang wurden hunderte Spiele auf der neuen Konsole getestet und in Zukunft sollen tausend Weitere folgend. Im Gegensatz dazu gab Microsoft bekannt, dass man jedes Xbox One-Spiel vom ersten Tag an unterstützen wird und nicht nur das, auch die abwärtskompatiblen Xbox- und Xbox 360-Spiele werden auf der Xbox Series X spielbar sein.


Folgende Spezifikationen wird die PlayStation 5 aufweisen, direkt dadrunter könnt ihr diese mit der Xbox Series X vergleichen.


CPU

  • PlayStation 5

    • x86-64-AMD Ryzen™ “Zen 2”
    • 8 Kerne
    • Variable Frequenz, bis zu 3,5 GHz
  • Xbox Series X

    • Custom Zen 2 CPU
    • 8 Kerne
    • 3,8 GHz (3,6 GHz mit SMT)

GPU

  • PlayStation 5

    • Auf AMD Radeon™ RDNA 2 basierende Grafikengine
    • Raytracing-Beschleunigung
    • Variable Frequenz, bis zu 2.23 GHz (36 CU-Einheiten, 10,3 TFLOPS)
  • Xbox Series X

    • Auf AMD Radeon™ RDNA 2 basierende Grafikengine
    • Raytracing-Beschleunigung
    • 1.825 GHz (52 CU-Einheiten, 12 TFLOPS)

Systemspeicher

  • PlayStation 5

    • GDDR6 16 GB
    • 448 GB/s Bandbreite
  • Xbox Series X

    • GDDR6 16 GB
    • 10 GB: 560 GB/s und 6GB: 335 GB/s Bandbreite

SSD

  • PlayStation 5

    • 825 GB
    • 5,5 GB/s Lesebandbreite (Raw)
  • Xbox Series X

    • 1 TB
    • 2,4 GB/s Lesebandbreite (Raw)

Videoausgang

  • PlayStation 5 und Xbox Series X

    • Unterstützung von 4K-120 Hz-Fernsehern, 8K-Fernsehern, VRR (spezifiziert durch HDMI-Version 2.1)

Audio

  • PlayStation 5

    • “Tempest” 3D AudioTech

Abgesehen von der Geschwindigkeit des SSD-Speichers und der 3D-Audiotechnik weist die Xbox Series X die besseren technischen Eigenschaften auf. Auch haben Xbox-Besitzer mit einem Terrabyte etwas mehr Speicherplatz als die PlayStation 5-Besitzer (825 GB). Doch werden die Spieler davon vermutlich am wenigsten merken, denn die Konsolen sind sich im direkten Vergleich relativ ähnlich. Sicher ist jedoch, dass die Konsolen unglaublich leistungsstark sind und vor allem der SSD-Speicher die Videospielwelt in eine komplett neue Richtung lenken wird. Am Ende werden jedoch die Spiele über die Verkaufszahlen entscheiden und in den nächsten Monaten hören wir sicherlich mehr dazu.


Überzeugt euch die PlayStation 5 oder wartet ihr noch weitere Spieleankündigungen ab?


Quelle: PlayStation, IGN – Newsbild: © Sony

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