Animal Crossing: New Horizons – PETA empfiehlt, keine Fische und Insekten zu fangen

  • 13:40 - 24.03.2020
  • Software
  • Nintendo Switch
Newsbild zu Animal Crossing: New Horizons – PETA empfiehlt, keine Fische und Insekten zu fangen

Die globale Tierschutzorganisation PETA bemüht sich, durch skurrile Aktionen im Bezug auf die Videospielwelt eigene Ambitionen und Ziele zu verbreiten. In den letzten Jahren wurde das Waschbärkostüm von Mario kritisiert (wir berichteten) und selbst die Gefangenschaft von Pokémon fand die Organisation alles andere als gut (wir berichteten).


Nun veröffentlichte Nintendo den Titel Animal Crossing: New Horizons und auf den ersten Blick lebt der Bewohner in einer friedlichen Welt mit freundlichen Tierwesen. So weit, so gut, jedoch ist die virtuelle Quälerei von Fischen und Insekten der Organisation ein Dorn im Auge. Folglich veröffentlichte die Organisation einen Guide, welcher erklärt, wie man ein veganes und tierfreundliches Leben in dem Spiel führen soll.


Zu allererst wird das Fischen und Fangen von Insekten kritisiert. Schließlich ergibt es für den Autor keinen Sinn, wie man ein tierfreundliches Spiel erschaffen konnte und dabei Fische und Insekten außer Acht gelassen habe. Dazu schreibt der Autor im Namen der Organisation folgendes:

Zitat

Es ist enttäuschend, dass ein Spiel, welches Bewohner unterschiedlicher Spezies (von Elefanten bis Enten, von Hirschen bis Schweinen) beheimatet und harmonisch mit Menschen koexistieren lässt, so missbrauchend mit Fischen und Insekten umgeht. Statt dass man diese als lebende, atmende und fühlende Individuen registriert, sind diese von jeglicher Form der Unterhaltung wie die anderen Bewohner ausgenommen. Deine Insel sollte ein sicherer Platz für alle Tierarten sein, egal ob groß oder klein.


Was der Autor besonders kritisiert, ist Eugens Museum. Denn so schön dieser Ort auch ist, Eugen sei ein Tierquäler, denn er bewahre Insekten und Fische in einem Museum auf. So sollte man Eugen keine lebenden Tiere in die Hand drücken, denn diese sind im Museum nicht so frei wie in der Wildnis.


Auch solle man Einsiedlerkrebse oder Teppichmuscheln am Strand in Ruhe lassen, denn auch diese seien Tiere, denen ein freies Leben zustehe. Außerdem seien diese ein wichtiger Teil unseres Ökosystems. Deshalb auch hier die Empfehlung, nicht nach Muscheln zu graben, sondern den Strand nur zum Ausruhen zu nutzen.


Immerhin kritisiert PETA die Ernährung in dem Spiel nicht, denn bekanntlich ernährt sich der spielbare Charakter vegan von Früchten. Diese machen den Charakter auch sehr stark, sodass dieser Steine zerschmettern und Bäume mit der Schaufel ausheben kann.


Im Laufe des Spiels schaltet der Spieler weiterhin eine Crafting-Anleitung für eine Hundehütte frei. Diese soll man auf keinen Fall bauen, denn sie spiegele die Unterdrückung von Hunden wieder, die in dieser kleinen Hütte eingesperrt würden. Diese Art von Unterhaltung sollte man nicht tolerieren. Man sollte übrigens auch etwas nachsichtig mit Tom Nook und seiner Familie sein, denn der Rest der Familie könnte grausam gequält und getötet worden sein, denn dies passiert sehr oft mit Waschbären auf der Welt.


PETA empfiehlt, seine Botschaften für eine vegane und tierfreundliche Welt durch den Spielerpass zu verbreiten. So könnte man seine Insel zum Beispiel "Veganville" nennen und durch eigenständige Designideen auch Botschaften in der Welt – zum Beispiel auf Bodenplatten – zu verbreiten. Die Pinnwand auf dem Festplatz könne man dazu nutzen, Regeln für Besucher zu formulieren, die es beispielsweise verbieten, Insekten und Fische zu fangen. Schließlich könne man auch ohne die Tierquälerei viel Spaß auf der Insel mit Freunden haben. So könne man ein Lagerfeuer anmachen, gemeinsam musizieren, einen geheimen Strand ausfindig machen und einfach das Inselleben genießen, ohne dass Tiere schaden davon nehmen.


Doch insgesamt ist PETA sehr angetan von diesem Spiel, denn die Organisation hofft, dass die Spieler den Tieren näher kommen und ihre Gefühle verstehen. Es belebt die Tiere, die im wirklichen Leben nicht unsere Sprache sprechen und gibt ihnen eine individuelle Persönlichkeit. Nintendo zeigt, dass Tiere Persönlichkeiten aufweisen und sogar Schweine, die in der realen Welt gequält werden, im Spiel süß und lieb sein können.


Findet ihr diese Empfehlung von PETA übertrieben oder findet ihr den Gedanken verständlich? Bitte macht unseren Moderatoren in der Kommentarspalte nicht viel Arbeit und diskutiert, ohne euch gegenseitig auf persönlicher Ebene anzugreifen. Danke!


Quelle: PETA – Newsbild: © Nintendo, Bildmontage: © ntower

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