Inselurlaub ade: Nintendo kündigt Ausgangssperren und Maskenpflicht in Animal Crossing: New Horizons an Update 1

  • 09:00 - 01.04.2020
  • Software
  • Nintendo Switch
Newsbild zu Inselurlaub ade: Nintendo kündigt Ausgangssperren und Maskenpflicht in Animal Crossing: New Horizons an

Die Coronavirus-Pandemie hat große Auswirkungen auf nahezu alle Lebensbereiche, auch Unterhaltungsmedien und Videospiele sind von der Krise betroffen: So hat beispielsweise Sony die Downloadgeschwindigkeit auf der PlayStation gedrosselt (wir berichteten) und Onlineplatformen wie YouTube oder Netflix haben die Bildqualität ihrer Videos herabgesetzt, um den erhöhten Datenverkehr nicht explodieren zu lassen.


Bislang hatte Nintendo keine ähnlichen Maßnahmen gesetzt, doch dies ändert sich nun: Eine Evaluation von Nintendo hat ergeben, dass die Server in Animal Crossing: New Horizons am heißesten glühen und den Online-Datenverkehr weltweit besonders stark belasten. Aus diesem Grund wird im neuesten Inselabenteuer ab heute Abend das Online-Spielen nicht mehr möglich sein.


Die Abschaltung des Onlinemodus bleibt nicht die einzige Maßnahme, an welche sich Animal Crossing-Spieler nun gewöhnen müssen. Um Vorbildwirkung zu zeigen, hat Nintendo auch für die virtuelle Welt in Animal Crossing: New Horizons ein umfangreiches Maßnahmenpaket angekündigt, das den Spielern den Ernst der Lage bewusst machen soll. So wird es unter anderem eine Schutzmaskenpflicht sowie eine Ausgangssperre für alle Bewohner und Spieler geben – Nintendo empfiehlt, die Quarantänezeit zu nutzen, um das eigene Haus in Animal Crossing noch schöner zu dekorieren.



Maßnahmenpaket für Animal Crossing: New Horizons


  • Ausgangssperre: Alle Spieler müssen im Haus oder im eigenen Garten bleiben
  • Nur ein Spaziergang pro Tag erlaubt – Nooks Laden hat für Grundbedürfnisse weiterhin offen
  • Es gibt nun einen größeren Vorrat an Klopapier bei Nepp & Schlepp – Anzahl pro Person auf 5 Stück begrenzt
  • Beim Hinausgehen und Einkaufen gilt eine strikte Schutzmaskenpflicht
  • Sollten draußen andere Bewohner getroffen werden, muss stets ein Sicherheitsabstand von mindestens 2 Metern eingehalten werden
  • Atemschutzmasken werden euch nach Hause zugeschickt, ihr werdet sie in eurem Briefkasten finden
  • Tina und Sina produzieren in der Schneiderei ab sofort ausschließlich Masken, um den hohen Bedarf decken zu können
  • Ihr könnt euch bei Tina für den Job bewerben, Schutzmasken selbst herzustellen
  • Die erlernbare Emotion "Niesen" wird aus dem Spiel entfernt
  • Neues Crafting-Item: Antivirenspray
  • Das Museum und alle sonstigen Einrichtungen werden geschlossen
  • Abschaltung des Onlinemodus – andere Inseln dürfen nicht mehr besucht werden
  • Geburtstagsparties zu Hause werden verboten, Bewohner dürfen eurem Haus keinen Besuch abstatten
  • Öffentliche Orte auf der Insel werden verstärkt videoüberwacht
  • Die Einhaltung der Maßnahmen wird zusätzlich via Tracking eures NookPhones kontrolliert
  • Wer gegen die Regeln verstößt, muss saftige Sterni-Strafen an Toom Nook zahlen
  • Tom Nook wird in den nächsten Tagen ein Hilfsprogramm ausarbeiten, um die Inselwirtschaft vor dem Kollaps zu retten und wird hierfür die Sternis der regelverstoßenden Spieler nutzen



Wieso die Maßnahmen dringend erforderlich sind


Ihr werdet euch vielleicht fragen, wieso ausgerechnet in Animal Crossing: New Horizons derart drastische Einschränkungen erfolgen. Abgesehen von der eingangs erwähnten, notwendigen Datenverkehrdrosselung hat dies noch weitere, spielspezifische Gründe in den letzten Tagen wurden vermehrt dreiste Bewohner beobachtet, die Spieler verfolgen, um sie daraufhin absichtlich anzuniesen:


Zudem klagten sowohl verzweifelte Fans als auch die Geschäftsbesitzer Nepp und Schlepp, dass der Vorrat an Klopapier zur Neige gehe und der hohe Bedarf der Käufer nicht gedeckt werden könne:


Nachdem Nintendo eine Weile zu dieser Causa geschwiegen hatte, hat das japanische Unternehmen nun doch reagiert und zur Erleichterung vieler Fans nicht nur die Emotion "Niesen" komplett aus dem Spiel entfernt und mehr Klopapiervorrat angekündigt, sondern auch all die anderen drastischen Maßnahmen beschlossen, um die Coronakrise zu bewältigen.


Ihr fragt euch nun möglicherweise, wer die Briefe mit den Schutzmasken an die zahlreichen Bewohner in Animal Crossing: New Horizons versendet. Dies erledigen (Ex-)Mitarbeiter von Nintendo, die in Zeiten wie diesen sowieso nicht viel anderes zu tun haben – einer der fleißigen Helfer ist beispielsweise Sean Chiplock (@sonicmega), Synchronsprecher von Revali in Zelda: Breath of the Wild, der bereits erfolgreich die ersten Masken an den Mann gebracht hat:


Stellungnahmen von Tom Nook, Melinda und Reggie


Natürlich haben auch Tom Nook und Melinda eine Stellungnahme zum Maßnahmenpaket gegen das Coronavirus abgegeben. Toom Nook ist sich bewusst, dass die Einschränkungen mit gewissen Unannehmlichkeiten einhergehen, doch sieht diese als notwendig, um die Krise bewältigen zu können und bittet daher die Spieler um Geduld:


Melinda gibt sich selbst in Quarantänezeiten gewohnt optimistisch und sieht wie immer stets die positiven Seite der Medaille. Sie empfiehlt euch, Videochats zu nutzen, um in Kontakt mit euren Liebsten zu bleiben und berichtet erfreut von einem Gespräch mit ihren Eltern, denen es trotz Heimisolation sehr gut geht:


Auch Reggie Fils-Aime, Ex-Präsident von Nintendo of America, hat nun wieder jede Menge Zeit zum Spielen von Animal Crossing. Er nimmt die neuen Maßnahmen von Nintendo sehr ernst, zeigt vorbildlich die Einhaltung der Social Distancing-Maßnahmen in seinem eigenen Garten und ruft alle Spieler auf, die Regeln ebenfalls zu befolgen:


Kritik an den Maßnahmen


Auch wenn die meisten Bewohner die Maßnahmen befürworten, so konnten bereits die ersten kritischen Stimmen von Personen vernommen werden, denen die Einschränkungen zu weit gehen. So wurden versteckte Überwachungskameras in Bäumen entdeckt, durch welche sich manche Bewohner zu sehr in ihrer Privatsphäre eingeschränkt fühlen:


Zudem gibt es einige Spieler, die davon berichten, keine Masken im Briefkasten erhalten zu haben und auch in Geschäften keinerlei Schutzmasken mehr finden zu können. Hamsterkäufe einzelner Bewohner könnten ein Grund für die Maskenknappheit sein und sollten tunlichst vermieden werden:


Sämtliche Maßnahmen in Animal Crossing: New Horizons treten heute in Kraft und gelten vorerst bis 30. April. Laut Nintendo könnten die Einschränkungen darüber hinaus verlängert werden, falls die weltweite Situation dies erfordern sollte. Wir werden euch natürlich über die aktuelle Entwicklung der Lage weiterhin am Laufen halten!


UPDATE - vom 02.04.2020 um 16:00 Uhr


Huch, da hat sich Ohs, der Osterhase wohl einen Aprilscherz erlaubt, der für ganz schön viel Aufsehen gesorgt hat! Natürlich wird der Onlinemodus nicht eingestellt und auch über die Gesundheit eurer Bewohner müsst ihr euch keine Sorgen machen – allen auf eurer Insel geht es gut und ihr könnt weiterhin alle Aspekte des Spiels in vollen Zügen genießen. In dem Sinne sagen wir April, April und wünschen euch ein fröhliches Eiersuchen beim neuen Häschentag-Event!


Was haltet ihr vom strengen Coronavirus-Maßnahmenpaket für Animal Crossing: New Horizons – hat Nintendo sinnvoll gehandelt oder gehen euch die Einschränkungen zu weit?


Quelle: Nintendo, Twitter (joxnas, Drachin85, Stormowl0, i_am_fabs, catroverted, Reggie, sploggles, piffmn) – Newsbild: © Nintendo, Bildmontage: © ntower

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