Gerücht: Sony rechnet im ersten Jahr der PlayStation 5 mit weniger Verkäufen als zum Start der PlayStation 4

  • 15:20 - 16.04.2020
  • Hardware
  • Über den Tellerrand
Newsbild zu Gerücht: Sony rechnet im ersten Jahr der PlayStation 5 mit weniger Verkäufen als zum Start der PlayStation 4
Tellerrand

Augenscheinlich rechnet Sony momentan damit, zum Verkaufsstart der PlayStation 5 weniger Konsolen abzusetzen als zur Veröffentlichung der PlayStation 4. Das geht aus einem Bericht des Wirtschaftsmagazins Bloomberg hervor, der auf Aussagen von Personen beruht, die mit Sonys Plänen vertraut sind. Demnach rechnet Sony nach aktuellem Stand damit, bis zum Ende des Fiskaljahres am 31. März 2021 zwischen fünf und sechs Millionen Einheiten der neuen Konsole zu verkaufen. Im vergleichbaren Zeitraum hat sich die PlayStation 4 weltweit knapp 7,5 Millionen Mal verkauft.


Als Grund hierfür wird, anders als man angesichts der aktuellen Situation vermuten könnte, aber nicht die COVID-19-Pandemie angeführt, die weite Teile des Wirtschaftslebens beeinflusst. Die Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus führten zwar dazu, dass die geplante Werbekampagne zur Veröffentlichung der PlayStation 5 umgestellt werden müsse, die Produktionskapazitäten in China seien aber weitgehend unbeeinträchtigt. Das heißt, dass Sony momentan nicht davon ausgeht, die Nachfrage nicht bedienen zu können.


Die Überlegungen zu den Verkaufszahlen basieren auf dem Preis der PlayStation 5. Dem Bericht zufolge gestalte es sich für Sony schwierig, die PlayStation 5 mit den vergleichsweise teuren Komponenten zu einem ähnlichen Preis anzubieten wie die PlayStation 4. Bloomberg verweist auf eigene Analysen zur Verfügbarkeit der Komponenten und Aussagen von Spieleentwicklern, die bereits mit der neuen Hardware arbeiten.


Ausgehend von den verfügbaren Informationen sei es wahrscheinlich, dass die PlayStation 5 zum Verkaufsstart zwischen 499 und 549 US-Dollar kosten werde. Bei der Veröffentlichung lag die unverbindliche Preisempfehlung für die PlayStation 4 hingegen bei 399 US-Dollar. Da der Preis für den US-amerikanischen Raum eins zu eins auf Europa übertragen wurde, könnte die PlayStation 5 hierzulande bei der Veröffentlichung also zwischen 499 und 549 Euro kosten.


Sonys Strategie besteht, angesichts des relativ hohen Einstiegspreises, wohl darin, bei der Einführung der neuen Konsole parallel den Preis für die PlayStation 4 und die PlayStation 4 Pro zu reduzieren und so noch neue Käufer für die Spätphase des aktuellen Konsolenzyklus zu gewinnen. Das japanische Unternehmen hofft dabei vor allem darauf, dass neue PlayStation 4-Besitzer die Online-Angebote PlayStation Plus und PlayStation Now nutzen werden. Das könnte dabei helfen, die geringeren Verkaufszahlen der PlayStation 5 finanziell auszugleichen.


Rechnet ihr damit, dass viele Interessenten aufgrund des wahrscheinlich höheren Preises damit warten werden, sich die PlayStation 5 zu kaufen?


Quelle: Bloomberg – Newsbild: © Sony Interactive Entertainment

Teilen

You can't see the news comments? Please report this problem to our support board