XCOM 2 Collection: Virtuos erläutert die technischen Grundlagen des Nintendo Switch-Ports

  • 12:40 - 01.06.2020
  • Software
  • Nintendo Switch
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Wenn es um Portierungen grafisch aufwendiger Spiele für die Nintendo Switch geht, fällt oft der Name Virtuos. Das Team aus Singapur hat sich unter anderem mit den Umsetzungen von L.A. Noire und Starlink: Battle for Atlas für Nintendos Hybridkonsole den Ruf erarbeitet, qualitativ hochwertige Ports abzuliefern. Zu den neuesten Projekten des Studios zählen die Umsetzungen der 2K Collections zu den bekannten Spieleserien Borderlands, BioShock und XCOM. Die Kollegen von Nintendo Life hatten vor kurzem die Möglichkeit, ein Interview mit Virtuos zu führen, in dem es speziell um die Portierung der XCOM 2 Collection für die Nintendo Switch ging.


Stellvertretend für das Team wurden Senior Producer Zhang Chengwei und Vizepräsident Elijah Freeman zu den technischen Einzelheiten der Portierung befragt. In dem Interview geht Chengwei zunächst darauf ein, dass insbesondere die Reduzierung des Speicherbedarfs eine große Herausforderung darstellte. Auf den anderen Plattformen benötige XCOM 2 im Schnitt 7 Gigabyte Arbeitsspeicher, auf der Nintendo Switch stünden für Spiele aber nur maximal 3,2 Gigabyte Speicher zur Verfügung. Deshalb habe man in mehreren Anläufen die Speichernutzung reduzieren müssen, um den Titel lauffähig zu machen. Mit dem Einbau zusätzlicher Funktionen habe man sich hingegen bewusst zurückgehalten, um ein möglichst authentisches Spielgefühl zu schaffen. Das Team habe lediglich darauf geachtet, die Lesbarkeit im Handheld-Modus durch eine Optimierung der Benutzeroberfläche sicherzustellen.


Auf die Frage angesprochen, wie eng man sich mit dem XCOM 2-Entwicklerstudio Firaxis abgestimmt habe, sagte Chengwei, dass man mit wöchentlichen Treffen und Messenger-Diensten ständig in Kontakt war. Virtuos könne auf eine lange Zusammenarbeit mit 2K zurückschauen, weshalb die Koordination problemlos geklappt habe. Eine Herausforderung für das Team sei aber natürlich der Ausbruch von COVID-19 gewesen. Insbesondere in den chinesischen Studios des Unternehmens seien viele Mitarbeiter durch die Einschränkungen betroffen gewesen. Es sei aber gelungen, die Entwicklungsarbeit schnell und effektiv ins Home Office zu verlagern, weshalb die Einschränkungen für die XCOM 2 Collection nicht so gravierend ausgefallen seien.


Zum Schluss des Interview wurden noch zwei Fragen an Freeman gestellt. Zunächst wollten die Kollegen wissen, welche Projekte das Team auf der Nintendo Switch in technischer Hinsicht beeindrucken. Freeman verwies hier insbesondere auf mehrere Mehrspieler-Shooter, denen es gelingt, eine ansehnliche Optik mit einer guten Bildwiederholrate zu kombinieren. Abschließend wurde in dem Interview noch gefragt, ob die Nintendo Switch nach Meinung von Virtuos auch mit der nächsten Konsolengeneration mithalten könne, bzw. ob es möglich sein wird, Multiplattform-Titel auch auf die Nintendo Switch zu bringen. Freemans Antwort:


Zitat

Wir sprechen immer von einem spielezentrierten Trend in der Entwicklung, bei dem sich die Entwickler in erster Linie darauf konzentrieren, was ein großartiges Spiel ausmacht, und nicht darauf, auf welcher Plattform es laufen wird. Auf diese Weise kann das Spiel Spaß machen, und die Erfahrung wird den Erwartungen der Plattform gerecht. Meiner Meinung nach hängt das Spielerlebnis bei einem Spiel viel mehr vom Design als von der Plattform ab. Abgesehen davon ist es sehr aufregend, die enormen Technologiesprünge zu sehen, und wir sind gespannt darauf, wie wir Spiele auf der neuesten Hardware weiter vorantreiben können. Wenn es darum geht, erstaunliche Spielerlebnisse zu schaffen, bin ich sicher, dass die Switch mithalten wird.


Denkt ihr, dass auch nach der Veröffentlichung der nächsten Konsolengeneration aufwendige Portierungen für die Nintendo Switch erscheinen werden?


Quelle: Nintendo Life – Newsbild: © 2K Games

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