Donkey Kongs Abenteuer: TV-Serienautor spricht über technische Einschränkungen bei der Produktion der Animationsserie

  • 07:20 - 16.07.2020
  • Industrie
  • SNES
Donkey Kongs Abenteuer (TV-Serie) © Nelvana / Medialab

Aufwendig computeranimierte TV-Serien gibt es mittlerweile so einige, doch 1997 sah die Welt noch ganz anders aus. Vor der Jahrtausendwende gingen Nintendo und die Animationsfirma Medialab Technology eine Partnerschaft ein, um eine animierte Fernsehserie zu produzieren, die auf Donkey Kong Country basiert. Insgesamt wurden 40 Episoden, aufgeteilt auf zwei Staffeln, produziert. Nach Deutschland hat es leider nur die zweite Staffel geschafft, welche 14 voll synchronisierte Folgen enthält.


Der Autor Simon Racioppa sprach im Rahmen eines Interviews mit Polygon über die Erschaffung der Serie. Er sagte, dass es eine Art „Bibel" mit Grundregeln gab, woran sie sich halten mussten, es aber insgesamt nicht viele Einschränkungen in Bezug auf die Story gab. Auch ein Input seitens Nintendo war nur geringfügig vorhanden.


Ich erinnere mich nicht an irgendwelche von Nintendo vorgegebenen Beschränkungen bezüglich der Geschichte, aber viele davon waren allein dadurch vorhanden, da es sich um eine Kindersendung handelte und allein aufgrund dieser Tatsache gab es eine Menge notwendiger Vorgaben. Beispielsweise hätte Donkey Kong niemals jemanden erwürgen können, weil keine Figur in einer Sendung für Kinder jemals jemanden erwürgt hätte.


Jedoch gab es einige Einschränkungen und Probleme, womit das Team bei der technischen Umsetzung zu kämpfen hatte, da die Serie im frühen Zeitalter der digitalen Animation erschaffen wurde. Die Technologie steckte damals noch in den Kinderschuhen. Das Team musste beispielsweise mit einem nur marginal vorhandenen Motion-Capture-System arbeiten.


Die Charaktere konnten keine Objekte aufnehmen (sie konnten Objekte halten, nur nicht aufnehmen), von neuen Schauplätzen oder neuen Charakteren abseits der Hauptdarsteller wurde stark abgeraten, Wasser war nahezu unmöglich zu implementieren, und so weiter. Das bedeutete, dass Autoren und Regisseure geschickt sein mussten, um diese Probleme zu umgehen und die Serie dennoch erstklassig und innovativ wirken zu lassen.


Abgesehen von den technischen Herausforderungen für das Team, stoß Regisseur Mike Fallows in einer frühen Phase des Produktionsprozesses noch dazu, um die Serie „zu retten“, nachdem Regie- und Planungsprobleme auftraten. Die ehemaligen Drehbücher wurden laut Polygon verworfen und neu geschrieben.


Falls ihr die Serie mal nachholen wollt, könnt ihr euch alle Folgen zum Beispiel bei Amazon Prime Video für 17,49 Euro kaufen oder im Fix & Foxi Channel streamen. Der ist für die ersten 14 Tage kostenlos und kostet anschließend 4,86 Euro im Monat.


Wusstet ihr um die Existenz der Serie und habt schon einmal eine Folge gesehen?

Quellenangabe: Nintendo Everything

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