Crysis Remastered: Digital Foundry-Analyse und weitere technische Details veröffentlicht

  • 06:20 - 23.07.2020
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Crysis Remastered © Crytek GmbH, Bildmontage: © ntower

Am Dienstag hat Crytek in einem Livestream die Nintendo Switch-Version von Crysis Remastered gezeigt. Natürlich kam auch die Frage auf, warum das Spiel zuerst für die Nintendo Switch erscheint, nachdem es für die anderen Plattformen verschoben wurde. Die Antwort fiel simpel aus: Das Spiel erscheint heute auf der Nintendo Switch, weil diese Version zuerst fertiggestellt wurde. Bis zur Implementierung von Raytracing bei den anderen Plattformen, wurden alle Versionen zusammen entwickelt. Danach wurde die Portierung für Nintendos Hybriden von den anderen Fassungen getrennt. Das Spiel soll aber nicht auf der PlayStation 3-Version basieren, wie von manchen Spielern zunächst angenommen wurde.


Während vor kurzem ein Technik-Trailer einige technische Details zeigte, wurden im Stream die Auflösung und Bildrate enthüllt. Das Spiel wird im TV-Modus mit einer dynamischen Auflösung von 720p dargestellt. Dabei gibt es auch Szenen, die in 900p dargestellt werden. Im Handheld-Modus beträgt die Auflösung 540p. Auch hier ist eine dynamische Auflösung im Einsatz, weswegen das Spiel auch im Handheld-Modus die 720p erreichen kann. Die Bildrate beträgt 30 FPS.


Zudem wurde erwähnt, dass der Einbau mancher Features wie SVOGI (voxelbasierte Umgebungsbeleuchtung) aufgrund der drei Prozessorkerne herausfordernd war. Am Anfang der Entwicklung waren zunächst alle Features im Spiel eingebaut und der Titel lief in einer niedrigen Auflösung mit nur 12 FPS auf der Nintendo Switch, weswegen sehr viel Optimierungsarbeit notwendig war. Allerdings verlief die Entwicklung des Spiels recht gut. Crytek wurde bei der Portierung auf die Nintendo Switch von Saber Interactive unterstützt, welche bereits The Witcher 3: Wild Hunt - Complete Edition auf die Nintendo-Konsole portiert haben. Der Mehrspieler-Modus ist nicht enthalten. Folgend die Livestream-Aufzeichnung:



Mittlerweile konnte Digital Foundry die Nintendo Switch-Version bereits unter die Lupe nehmen. Dabei hat man festgestellt, dass die dynamische Auflösung im TV-Modus auch auf 540p und kurzzeitig sogar niedriger fallen kann. In der Regel bleibt die Auflösung jedoch bei den angepeilten 720p im TV-Modus. Es wurde auch die PlayStation 3- und die originale PC-Version für einen Vergleich herangezogen. Bis auf die Schattendarstellung sieht das Spiel im Handheld- und TV-Modus gleich aus. Modelle und Geometrie scheinen an die PlayStation 3-Version angelehnt worden zu sein.


Die Beleuchtung wurde im Vergleich zur originalen PC-Version von 2007 überarbeitet. Im Gegensatz zur PlayStation 3-Version ist die Beleuchtung der Nintendo Switch-Fassung näher am PC-Original, wobei hier auch einige Lichteffekte fehlen. Durch SVOGI wirkt die Beleuchtung nachvollziehbar und soll im Handheld-Modus sehr zur Geltung kommen. Auf der Nintendo Switch kann die Umgebung realistisch zerstört werden, auch wenn dadurch einige Einbrüche in der Bildrate entstehen. Parallax Occlusion Mapping ist auf der Nintendo Switch nicht vorhanden, obwohl Digital Foundry anmerkt, dass dies nachgereicht werden könnte. Auch das Wasser reagiert realistisch und es sind Spiegelungen auf der Oberfläche zu sehen. Jedoch wurden Unterwasser viele Objekte, im Gegensatz zum PC-Original, entfernt.


Insgesamt zeigt sich Digital Foundry sehr beeindruckt von der Nintendo Switch-Version. Die Bildrate bleibt meist bei 30 FPS, allerdings springt die Frametime (Anzeigezeit eines einzelnen Bildes) regelmäßig von 33 Millisekunden auf kurzzeitig 16 Millisekunden. Allerdings kann die Bildrate bei vielen Effekten und Objekten auf 20 FPS oder weniger fallen. Dies gilt für beide Modi der Nintendo Switch. Die gesamte Analyse könnt ihr euch folgend ansehen:



Habt ihr Crysis Remastered vorbestellt oder werdet ihr es euch noch kaufen?

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