Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise – SWERY über Konsolenexklusivität, Entwicklung, Kritikermeinungen und mehr

  • 19:20 - 02.08.2020
  • Software
  • Nintendo Switch
Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise © Marvelous Inc. / Rising Star Games Ltd.

Das Sequel zum Horror-Mystery-Geheimtipp Deadly Premonition Origins ist nun fast seit einem Monat verfügbar. Die Kollegen von Nintendo Everything hatten noch vor der Veröffentlichung von Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise die Gelegenheit, sich mit Director Hidetaka Suehiro, besser bekannt als SWERY, ausführlich über das Spiel zu unterhalten, was wir euch keinesfalls vorenthalten möchten.


Zuallererst wollte man natürlich wissen, wann die Entwicklung zum Nachfolger begonnen und weswegen man etwa zehn Jahre damit gewartet habe. Dafür gäbe es keinen speziellen Grund, so SWERY. Sein Privatleben sei offenbar nicht ganz unschuldig daran gewesen, dass sich der Beginn der Entwicklung bis 2017 verzögert habe.


Auch die Frage nach der Konsolenexklusivität von Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise wurde beantwortet. Als Director habe SWERY nichts mit dieser Entscheidung zu tun gehabt, diese oblag wohl dem Producer und anderer ebenfalls wichtiger Personen. Für ihn stünde die Möglichkeit, ein Spiel zu entwickeln, im Vordergrund. Für welche Plattform das letztlich geschehe, sei offenbar nebensächlich.


Eine konfliktreiche Entwicklung


Die Entwicklung mit Toybox beschrieb SWERY als konfliktreich, aber spaßig. Er habe den Producer Tomio Kanazawa schon vorher gekannt und sie beide seien darüber im Klaren gewesen, was sie mögen und was sich als schwierig herausstellen könnte. Dementsprechend habe man während der Arbeiten am Spiel häufig gestritten, aber auch Spaß gehabt.


Der Director verriet zudem, dass Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise nichts enthielte, was man aus dem ersten Teil aufgrund von Zeit- und Ressourcenmangel streichen musste. Allerdings gäbe es das ein oder andere Spielelement, das man im Vergleich zum Vorgänger verändern bzw. verbessern wollte. So habe SWERY endlich das Parfüm als neues Feature einfügen können, womit ihr den unangenehmen Körpergeruch eurer Spielfigur kaschieren könnt.


Wie Francis Zach Morgan in den Spielen hat auch SWERY eine Leidenschaft für das Medium Film. So überrascht es nicht, dass man sich auch im zweiten Teil von Filmen hat inspirieren lassen. Welche genau das sind, wurde nicht genannt. SWERY habe in der Zeit zwischen den beiden Spielen nicht viele Filme ansehen können, allerdings würde er behaupten, dass die Geschichte des Spiels durch ebendiese Filme beeinflusst worden sei.


Der erste Teil fiel nicht zuletzt durch seine starken, eigensinnigen Charaktere auf und auch das Sequel möchte diese Stärke nutzen und weiter ausbauen. Man hoffe, dass die Spieler sich alles anhören und jeden Charakter kennenlernen. Besonders spannend sei beispielsweise die Einführung eines weiteren Hauptcharakters zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte: Aaliyah Davis.


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© Marvelous Inc. / Rising Star Games Ltd.


Bezüglich der Erzählstruktur habe man im Nachfolger nicht viel verändert, so SWERY. Wie im ersten Teil verrate man dem Spieler vor jeder einzelnen Episode etwas von deren Handlung, was sich aber schlussendlich erst im Laufe des Abschnitts erklärt und somit die Spannung aufrechterhält.


Der starke Fokus auf die Handlung


Trotz seiner Macken wird der Erstling gerade wegen seiner gelungenen Story als Geheimtipp gehandelt, weswegen man wissen wollte, warum man derartig komplexe Geschichten nicht öfter im Videospielsektor antreffe. SWERY erklärt sich das damit, dass die meisten Personen in der Branche das Gameplay bzw. das Spielgefühl als das zentrale Element eines Spiels betrachten würden. Dies sei nicht zwingend verkehrt und von der Art des Spiels abhängig, so SWERY. Für Deadly Premonition habe man sich jedoch dazu entschieden, die Story in den Mittelpunkt zu rücken.


Nachdem der Erstling nun Kultstatus erreicht hat und der zweite Teil zum Zeitpunkt des Interviews noch in den Startlöchern stand, stellte man SWERY die Frage, wie dessen Prognose zu den Meinungen und Kritiken ausfalle. Daraufhin erwiderte dieser mit der rhetorischen Gegenfrage, wer sich denn um Kritiker kümmere.


Schon der erste Teil kam mit autobiografischen Elementen daher. Dies würde sich auch im zweiten Teil nicht ändern, so SWERY. Bei der Geschichte des Nachfolgers, habe er sich nicht selten an persönlichen Erfahrungsschätzen bedient.


Abschließend hat SWERY noch ein paar Worte zur Zukunft der Reihe verloren: Sollte sich noch einmal die Gelegenheit bieten, würde er gerne weitere Ableger entwickeln. Jetzt würde er sich allerdings erst einmal darüber freuen, Deadly Premonition 2: A Blessing in Disguise entwickelt haben zu dürfen.


Habt ihr die beiden Spiele gespielt? Wird das Sequel dem Vorgänger gerecht?

Quellenangabe: Nintendo Everything

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