Director von Death Come True verrät Details zum Schaffungsprozess des FMV-Titels

  • 13:00 - 06.09.2020
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Death Come True © IzanagiGames

Unsere Kolleginnen und Kollegen von Gematsu hatten vor Kurzem die Möglichkeit, ein Interview mit Kazutaka Kodaka, dem Director des Full Motion-Videogames Death Come True, zu führen. Dabei sprachen sie über die Idee zum Spiel, die Entwicklung der Charaktere und das gesamte Konzept des außergewöhnlichen Titels.


Entstanden ist der Wunsch nach einem eigenen FMV-Game laut Kodaka dadurch, dass er mit Freunden und Kollegen zusammen saß und über einen Titel des Genres sprach. Er kannte bis dahin viele verschiedene FMV-Games, als Inspirationsquelle diente jedoch keines, da er ein eigenes Spielerlebnis entwerfen wollte, was es bis dahin noch nicht gab. So entstanden aus einem lockeren Gespräch die ersten Ideen für das eigene Spiel. Dass dabei das Thema Tod ebenso wie in seinen vorherigen Werken als fester Bestandteil verankert ist, hängt mit seiner Faszination zu diesem zusammen. So sagt er, dass er Spiele, Mangas oder auch Animes mag, in denen der Tod allgegenwärtig ist, wobei es ihm persönlich nicht zu grotesk oder blutig werden soll. Diese Faszination übertrug sich somit auch auf seine eigene Arbeit.


Zu den Charakteren aus Death Come True verriet Kodaka, dass er ihnen mehr Persönlichkeit verleihen wollte als in seinen anderen Spielen. Vor allem der Hauptprotagonist sollte jemand sein, mit dem man sich als Spieler eng verbunden fühlt. Daher kreierte er diesen so, dass er sich mehr wie eine Figur aus einem Videospiel anfühlt als wie ein Darsteller eines Filmes. Zum Bösewicht und der markanten Gasmaske erklärte er darüber hinaus, dass man zu diesem Aussehen gegriffen habe, da am Ende das Budget nicht für ein aufwändiges Make-Up ausreichte. Man nutzte somit einfach die Dinge, die ohnehin vorhanden waren.


Ein Kritikpunkt, welchem sich Kodaka stellen muss, ist die Spiellänge von etwa drei Stunden. Er ist jedoch der Meinung, dass dies für ein FMV-Game optimal sei. Vor allem für eine Spielerschaft, die nicht viele Erfahrung im Bereich der Videospiele hat, sei eine solche Länge besser, da sie diese besser genießen kann. Seine Idee war es von vornherein, eine andere Art Spieler anzusprechen, woraus sich das gesamte Vorgehen ergab. Hierzu gehört beispielsweise auch, dass man nach dem virtuellen Tod in Death Come True immer neue Handlungsmöglichkeiten erhält, die das Spielgeschehen verändern. Als Spieler soll man sich somit Gedanken über das weitere Vorgehen machen und besser in die Situationen hineinversetzen, wodurch sich Kodakas Werk von anderen Spielen abheben möchte.


Zum Abschluss gab Kodaka noch preis, dass es sich bei Death Come True um ein kleines, spontanes Projekt handele, zu welchem aktuell keine Fortsetzungen geplant sei. Jedoch wisse man nie, was die Zukunft bereithält.


Habt ihr Death Come True gespielt und könnt zustimmen, dass das Erlebnis einzigartig ist?

Quellenangabe: Gematsu

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