Nintendos Strategien zur Erschließung neuer Zielgruppen und Expansion der eigenen Marken

  • 15:20 - 16.09.2020
  • Software
  • Nintendo Switch
Nintendo-Logo Foto: © ntower

Anlässlich eines kürzlich abgehaltenen Investorentreffs ging Präsident Shuntaro Furukawa auf die Strategien von Nintendo ein, sich neue Zielgruppen zu erschießen und die eigenen Marken zu expandieren, sodass diese auch abseits des Videospielsektors zugänglich sind.


Mit dem Start des Nintendo DS im Jahr 2004 und durch dafür erschienene Spiele wie Nintendogs oder Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging seien auch Personen abseits der herkömmlichen Spielerschaft auf Nintendo und dessen Produkte aufmerksam geworden. Während man mit Nintendogs hauptsächlich weibliche Personen anzog, wurde Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging vorwiegend von der älteren Bevölkerungsschicht gespielt. Dies habe anschließend 2006 mit dem Start der Nintendo Wii seinen Zenit erreicht, die mit ihrer innovativen Eingabemethode ganze Familien begeistern konnte. Diesen Weg wolle man mit künftigen Produkten weiterverfolgen und somit ein harmonisches Miteinander schaffen.


Um die eigenen Marken auch abseits des Videospielsektors zu bewerben und zugänglich zu machen, setze man bei Nintendo aktuell auf vier unterschiedliche Teilbereiche – Merchandise, Mobile Gaming, Themenparks und visuellen Content, z. B. Filme.


Die Entwicklung und Qualitätsprüfung neuer Produkte beschränkt sich längst nicht mehr auf Konsolen und die dazugehörige Software. Mit Fanartikeln wolle man den Spielern eine Möglichkeit zum visuellen Ausdruck verleihen. Bei dem 2019 nebst New York nun auch in Tokio eröffneten Nintendo Store handle es sich nicht nur um einen weiteren Laden, sondern auch um einen Treffpunkt für Spieler, damit diese Kontakt mit Gleichgesinnten knüpfen können.


Des Weiteren arbeite man momentan weiterhin an der Fertigstellung des eigenen Themenparkteilbereichs in den Universal Studios Japan. Dort sollen die Besucher, ob Fans oder nicht, vollends in die Welt von Nintendo, in diesem Fall das Pilzkönigreich, eintauchen und diese hautnah erleben können.


Darüber hinaus wolle man natürlich auch die zunehmende Verbreitung von Smart Devices nutzen, um die Anwender an die eigenen Marken heranzuführen. Aktuell habe man dort sieben Spiele in insgesamt 164 Ländern und Regionen im Angebot und verzeichne zusammengerechnet um die 650 Millionen Downloads. Während die Apps zwar Charaktere aus unterschiedlichen Nintendo-Universen enthalten, müsse das Spielprinzip an die einfachere Mechanik angepasst werden.


Abschließend plane man 2022 die Veröffentlichung des "Super Mario"-Animationsfilms in Zusammenarbeit mit Illumination, die sich verantwortlich für die Minions zeigen. Unter der Aufsicht von Nintendos Representative Director Shigeru Miyamoto als Co-Producer arbeite man zurzeit an einem Trickfilm mit Mario in der Hauptrolle. Allerdings stellt man noch andere Projekte in Aussicht, die über den einfachen Film hinausgehen.


Was haltet ihr von Nintendos Strategien? Gehen sie eurer Meinung nach den richtigen Weg?

Quellenangabe: Investorentreffen

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