Microsoft übernimmt ZeniMax Media und Bethesda für 7,5 Milliarden US-Dollar

  • 18:40 - 21.09.2020
  • Software
  • Nintendo Switch
Xbox + Bethesda
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© Microsoft / Bethesda Softworks

Heute erreichen uns Neuigkeiten, welche langfristige Folgen für die gesamte Videospielindustrie bedeuten. Microsoft hat angekündigt, ZeniMax Media, die Muttergesellschaft von Bethesda Softworks, zu übernehmen. Dafür legt das Xbox-Unternehmen die stolze Summe von 7,5 Milliarden US-Dollar auf den Tisch – der teuerste Kauf im Zusammenhang mit Videospielen in der Unternehmensgeschichte. Zum Vergleich: 2014 kaufte Microsoft das Minecraft-Entwicklerstudio Mojang für 2,5 Milliarden US-Dollar.


Mit dem Erwerb von ZeniMax Media gehören fortan aber nicht nur Bethesda Softworks und Bethesda Game Studios zu Microsoft. Auch weitere Entwicklerstudios gehören unter dem Schirm von ZeniMax Media und sind damit nun ein Teil der Xbox-Familie, darunter id Software, ZeniMax Online Studios, Arkane, MachineGames, Tango Gameworks, Alpha Dog und Roundhouse Studios. Zur Gruppe von Bethesda gehören weltweit rund 2.300 Mitarbeiter/-innen, welche Serien wie The Elder Scrolls, Fallout, Wolfenstein, DOOM, Dishonored, Prey, Quake oder Starfield Wirklichkeit werden lassen.


Blog-Einträgen von Bestheda können wir entnehmen, dass sich an der Struktur des Unternehmens vorerst nichts verändern wird. Bethesda wird auch weiterhin als Entwickler und Publisher seiner Titel agieren – bloß neuerdings mit der Unterstützung und Expertise von Microsoft. Berichten zufolge soll die Übernahme bis Juni 2021 finalisiert und abgeschlossen sein.


Weitere ausführliche Lektüren zum Thema haben wir euch im Folgenden verlinkt. Weiter unten findet ihr außerdem auszugsweise den Blog-Eintrag von Xbox-Chef Phil Spencer, der einige Worte zur Übernahme verliert.




Es bleibt abzuwarten, wie genau sich die Übernahme auf Bethesdas Veröffentlichungen auf anderen Plattformen wie die Nintendo Switch auswirkt. In Vergangenheit zeigte sich Microsoft dahingehend sehr offen und brachte sogar seine eigenen Marken und Marken seiner Partner auf andere Konsolen, so etwa Minecraft, Cuphead und Ori. Hinzu kommt die zuvor angekündigte Zeitexklusivität von Titeln wie Ghostwire: Tokyo und Deathloop auf der PlayStation 5, welche laut Phil Spencer respektiert werden sollen. Spätere Titel wie Starfield sollen jedoch hauptsächlich für Xbox und den PC erscheinen sowie im Xbox Game Pass-Service enthalten sein. Über die Verfügbarkeit auf anderen Plattformen entscheide das Unternehmen von Spiel zu Spiel unterschiedlich, heißt es.


Hättet ihr damit gerechnet, dass Microsoft einen solchen Kauf tätigen würde? Was vermutet ihr bedeutet dies für die Zukunft von Bethesda?

Quellenangabe: Bloomberg, Microsoft, Xbox

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