Joy-Con Drift: Mutter und Sohn aus den USA verklagen Nintendo auf 5 Millionen US-Dollar Schadensersatz

  • 17:00 - 07.10.2020
  • Hardware
  • Nintendo Switch
Nintendo Switch - Joy-Con-Controller © Nintendo

Das Problem des Joy-Con Drifts hat sich zu einem der größten Kritikpunkte an der Nintendo Switch entwickelt. Immer wieder beschweren sich Besitzer der Hybridkonsole online und offline darüber, dass es beim Spielen zu ungewollten Eingaben über die beiden Analogsticks kommt. Bei einfachen Beschwerden ist es dabei nicht immer geblieben. Einige Kunden, insbesondere in den USA, haben sich bereits dazu entschieden, rechtliche Schritte gegen Nintendo einzuleiten.


In die Riege der Kläger reiht sich jetzt Luz Sanchez aus North Carolina ein, die zusammen mit ihrem knapp 10-jährigen Sohn das japanische Traditionsunternehmen auf Schadensersatz in Höhe von 5 Millionen US-Dollar verklagt. Sanchez hat ihrem Sohn nach eigenen Angaben im Dezember 2018 eine Nintendo Switch gekauft und bereits nach einem Monat feststellen müssen, dass die Konsole vom Joy-Con-Drift-Problem betroffen ist. Auch ein zweites Joy-Con-Set habe nach wenigen Monaten ungewollte Eingaben an die Konsole gegeben.


Die Rechtswissenschaftlerin Christine Bartholomew kommentierte gegenüber dem Magazin Wired, das ebenfalls über den Fall berichtete, dass die erneute Klage gegen Nintendo die Frage nach der Verantwortung des Unternehmens aufwerfe:


Zitat

Unternehmen sind verpflichtet, Informationen über ein Produkt offenzulegen, die den Wert des Produkts verändern würden. Wenn Sie etwas kaufen wollen, das einen bestimmten Preis hat, wäre der Wert des Produkts ganz anders, wenn Sie wüssten, dass es in sechs Monaten kaputtgehen würde. Wenn ein Unternehmen über diese Informationen verfügt und sie nicht weitergibt, würde dies im Rahmen des Gesetzes als Fehlverhalten betrachtet werden.


Denkt ihr, dass die Klage gegen Nintendo gerechtfertigt ist, oder haltet ihr die geforderte Summe für übertrieben?

Quellenangabe: Wired, Nintendo Life

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