Interviews mit Producer Junzo Hosoi verraten weitere Einzelheiten zur Entstehung von Atelier Ryza 2: Lost Legends & the Secret Fairy

  • 15:50 - 12.10.2020
  • Software
  • Nintendo Switch
Atelier Ryza 2: Lost Legends & the Secret Fairy - Neues Coverart © Koei Tecmo Games Co., Ltd., Bildmontage: © ntower

Verschiedene europäische Media-Outlets haben zuletzt die Chance erhalten, mit Junzo Hosoi, dem Producer von Atelier Ryza 2: Lost Legends & the Secret Fairy, über das kommende Alchemie-RPG zu sprechen. Wir haben uns die Interviews genau angesehen und die wichtigstens Informationen für euch zusammengetragen.


Wie kam es zu einem direkten Nachfolger?


Schon zur Planungsphase von Atelier Ryza: Ever Darkness & the Secret Hideout habe Herr Hosoi darüber nachgedacht, einen direkten Nachfolger mit der gleichen Hauptfigur zu entwickeln. Die Atelier-Reihe stehe ganz im Zeichen von Charakterentwicklung und so habe es mehr gegeben, was das Team von Ryzas Geschichte habe erzählen wollen. Glücklicherweise sei das erste Spiel von Fans gut aufgenommen worden, sodass einem direkten Nachfolger nichts im Wege gestanden habe.


Wie konnte das erste „Atelier Ryza“ so erfolgreich werden?


Herr Hosoi denkt, dass die attraktiven Charakterdesigns von Toridamono einen großen Teil dazu beigetragen haben, dass Spieler/-innen ein Interesse für das Spiel entwickelt haben. Dies sei jedoch nicht der einzige ansprechende Aspekt an Atelier Ryza: Ever Darkness & the Secret Hideout. Das Team habe viele Systeme und Mechaniken überarbeitet, um möglichst viele Spieler/-innen anzusprechen. Dadurch habe der Titel viele positive Kritiken erhalten und konnte auf lange Sicht Einheiten absetzen.


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© Koei Tecmo Games Co., Ltd.


Wird man für kommende Atelier-Protagonisten wieder zu einem zierlichen Design zurückkehren?


Schon für die Charakterdesigns von Atelier Ryza 2: Lost Legends & the Secret Fairy habe Herr Hosoi die Anweisung gegeben, etwas völlig anderes im Vergleich zu vorherigen Ablegern zu kreieren. Toridamono habe auf diese Weise die älter gewordenen Figuren aus dem Spiel entworfen. Im Hinblick auf kommende Protagonisten bittet Herr Hosoi um Geduld. Er habe die verschiedenen Reaktionen auf das Design von Ryza wahrgenommen und in der nicht allzu fernen Zukunft werde man die Antwort des Teams vorstellen.


Worüber wurde nachgedacht, als man die Charaktere hat altern lassen?


Das Erreichen des 20. Lebensjahres stelle aus japanischer Perspektive einen Wendepunkt im Leben dar, da man zu diesem Zeitpunkt die Volljährigkeit erreiche, erklärt Herr Hosoi. Dann dürfe man Alkohol trinken, müsse sich aber auch den Pflichten eines Erwachsenen stellen. Manche würden beginnen, zu arbeiten, andere seien noch Studenten, wiederum andere würden heiraten. Es gäbe verschiedene Lebensweisen, sagt Herr Hosoi. Daher wolle das Team die Geschichten der Charaktere erzählen und sich doch gleichzeitig darüber bewusst sein, dass die Figuren sich in einem Alter befinden, bei dem jeder seinen eigenen Weg gehe.


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© Koei Tecmo Games Co., Ltd.


Handelt es sich beim neuen Abenteuer erneut um eine Coming-of-Age-Geschichte?


Atelier-Spiele erzählen für gewöhnlich eine Coming-of-Age-Geschichte, in der die Hauptfigur auf der Suche nach sich selbst und ihren Platz in der Welt ist. Ryza hat diese Entwicklung bereits in ihrem ersten Abenteuer durchgemacht. Die Frage ist also, ob dem neuen Spiel eine andere narrative Philosophie zugrunde liegt. Darauf meint Herr Hosoi, auch Atelier Ryza 2: Lost Legends & the Secret Fairy erzähle Ryzas Coming-of-Age-Geschichte. Dieses Mal verschlägt es die junge Abenteurerin aus ihrer ländlichen Gegend heraus in die große Stadt, wo sie neue Entdeckungen macht und neue Leute trifft.


Wird der Ton ähnlich wie beim ersten Abenteuer ausfallen?


Das Ziel von Atelier Ryza 2: Lost Legends & the Secret Fairy sei es, antike Ruinen zu erkunden, erklärt Herr Hosoi. Während der Erkundung könnten Probleme auftreten oder es könnte etwas Gutes geschehen, entsprechend weise die Story eine ernste und eine lockere Seite auf, ganz wie im ersten Spiel. Das Team denkt, Spieler/-innen werden diese Mischung genießen.


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© Koei Tecmo Games Co., Ltd.


Gibt es spezifische Dinge, die man aus dem ersten Teil gelernt hat und im zweiten verbessern möchte?


Aufgrund des großen Erfolgs des ersten Spiels kamen so viele Spieler/-innen wie noch nie in Kontakt mit Atelier und haben zahlreiches positives wie auch negatives Feedback geäußert. Restriktionen beim Erkunden der Oberwelt seien ein oft genanntes Manko gewesen, weshalb man diesen Aspekt im Sequel verbessert habe. Ryza könne nun auf Tieren reiten, mit einem Seil Abgründe überqueren und durch das Wasser schwimmen.


Da die Rückmeldung von Spieler/-innen mit den eigenen Eindrücken aus dem Entwicklerteam übereingestimmt habe, sei es nicht schwierig gewesen, Ideen umzusetzen. Dabei habe man jedoch Acht geben müssen, wie neue Ideen eingeführt würden und, dass die bereits gelungenen Aspekte erhalten blieben.


Wird Atelier Ryza 2: Lost Legends & the Secret Fairy als Teil einer Trilogie entwickelt?


Herr Hosoi bestätigt, dass Ryzas zweites Abenteuer Teil der „Secret“-Trilogie ist. Er selbst habe auch großen Gefallen an Ryza gefunden und wünschte, weitere Spiele mit ihr als Protagonistin entwickeln zu können. Dies wäre aber nur möglich, wenn es sich die Fans ebenso wünschten.


Können die neuen Einzelheiten eure Vorfreude auf Atelier Ryza 2: Lost Legends & the Secret Fairy steigern? Würdet ihr euch mehr Abenteuer mit Ryza wünschen?

Quellenangabe: DDNet, Twinfinite

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