Rote Zahlen: SEGA fordert 650 Mitarbeiter zum freiwilligen Ruhestand auf und kürzt die Gehälter von Führungskräften

  • 11:20 - 07.11.2020
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SEGA © SEGA

Es ist ein hartes Jahr gewesen für den Spieleautomatenbetreiber SEGA Sammy Holdings Inc. Das 2004 mit SEGA fusionierte Unternehmen verzeichnet seit einiger Zeit außerordentliche Verluste und hatte vergangenen Donnerstag angekündigt, dass es seine 85,1-prozentige Beteiligung an SEGA Entertainment Co. an Genda Inc. verkaufen wird. Seit der Pandemie hat der drittgrößte Betreiber von Spielhallen in Japan mit den daraus resultierenden wirtschaftlichen Auswirkungen auf das Geschäft zu kämpfen. Doch nun gibt es weitere Hiobsbotschaften.


Das Unternehmen hat nun in einem frisch veröffentlichen Forecast angekündigt, dass es 650 Mitarbeiter "freiwillig in den Ruhestand" schicken und die Gehälter der Spitzenmanager kürzen wird. Wie Kotaku herausfand, heißt es in der offiziellen Bekanntmachung:


Angesichts der Situation, dass viele der Geschäfte unserer Gruppe erheblich von COVID-19 betroffen sind, haben wir einen Strukturreformausschuss eingerichtet, um unsere Organisationsstruktur zu reformieren und an das externe Umfeld anzupassen [...]. Um die Erträge in einem frühen Stadium wiederzuerlangen und in Zukunft ein nachhaltiges Wachstum zu erreichen, halten wir es für notwendig, eine auf Fixkosten ausgerichtete Kostensenkung zu fördern und ein noch effizienteres System aufzubauen und haben beschlossen, die freiwillige Pensionierung von Mitarbeitern zu fordern.


Dieser Aufruf zur freiwilligen Pensionierung wurde an insgesamt 650 Vollzeitbeschäftigte und Vertragsbedienstete der insgesamt rund 9.051 Mitarbeiter in Japan gerichtet und fordert den 28. Februar 2021 als Datum für den Eintritt in den Ruhestand. Diejenigen, die sich für diese Option entscheiden, erhalten eine "Zahlung von außerordentlichen Ruhestandsbeihilfen und Unterstützung bei der Wiedereinstellung von Bewerbern".


Wie bereits erwähnt, sind aber nicht nur die Beschäftigten betroffen. In dem Dokument heißt es weiter, dass das Monatsgehalt des stellvertretenden Direktors des Unternehmens um 30 % gekürzt wird, wobei der Senior Executive Vice President und der Senior Vice President ebenfalls monatliche Kürzungen von 20 % bzw. 10 % erhalten. Diese Änderungen werden beginnend vom November 2020 in Kraft treten und bis zum März 2021 durchgeführt werden.


Im Hinblick auf die Zukunft des Unternehmens sagt Sega Sammy Holdings Inc., dass sie damit rechnen, im aktuellen Finanzjahr, das im März 2021 endet, etwa 10 Milliarden Yen als außerordentliche Verluste (Ausgaben für Strukturreformen) zu verbuchen.


Was haltet ihr von den angekündigten Maßnahmen?

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