Saudi-Arabischer Kronprinz wird Mehrheitseigner von SNK

  • 12:20 - 30.11.2020
  • Software
  • Nintendo Switch
SNK - Logo © SNK Corporation

Das japanische Videospiel-Unternehmen SNK, das insbesondere durch klassische Arcade-Titel und Prügler wie Samurai Shodown bekannt ist, wird zukünftig einen neuen Mehrheitseigner haben. Wie die Seite gameindustry.biz mit Verweis auf offizielle Angaben berichtet, hat die Mohammad bin Salman Charity Foundation umgerechnet knapp 223 Millionen US-Dollar an SNK-Wertpapieren erworben und hält dadurch nun eine Beteiligung von 33,3 %. Laut der getroffenen Vereinbarung soll die Stiftung des Prinzen zukünftig weitere 17,7 % an Anteilen erwerben und so perspektivisch auf einen Mehrheitsanteil von 51 % kommen.


Wie der Name erahnen lässt, handelt es sich bei der Mohammad bin Salman Charity Foundation um eine Non-Profit-Organisation im Besitz des Saudi-Arabischen Kronprinzen Mohammad bin Salman. Der Kauf wurde über eine Tochtergesellschaft mit dem Namen Electronic Games Development Company abgewickelt, die vollständig im Besitz der Stiftung ist.


Die neue Partnerschaft wird, wie gameindustry.bitz anmerkt, kontrovers aufgenommen. Insbesondere Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arabien, wie die Diskriminierung Homosexueller, werden regelmäßig angeprangert. Insofern wird von einigen Kommentatoren die Sorge geäußert, dass die Stiftung versuchen könnte, inhaltlichen Einfluss auf die Gestaltung zukünftiger SNK-Projekte zu nehmen.


Wie bewertet ihr die Entwicklung? Haltet ihr die Sorge vor einem inhaltlichen Einfluss der Mohammad bin Salman Charity Foundation auf die Arbeit von SNK für berechtigt?

Quellenangabe: gamesindustry.biz

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