PlatinumGames: Project G.G. und wie sich die aktuelle Weltlage auf das Projekt auswirkt

  • 14:20 - 01.02.2021
  • Software
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Project G.G. © PlatinumGames

Knapp ein Jahr ist es her, da hat PlatinumGames einen Teaser zu Project G.G. veröffentlicht (wir berichteten). Dabei handelt es sich um ein Projekt für ein Spiel, welches anders als die bisherigen bekannten Marken des Studios wie Astral Chain oder die Bayonetta-Reihe werden soll. Zudem tritt PlatinumGames als Entwickler und Publisher auf, hat damit viele Freiheiten und zu 100 % die Kontrolle über die Marke, aber ebenso auch die Verantwortung. Wie es aktuell um das Projekt steht und wie sich die Corona-Pandemie darauf – und auch auf andere Projekte – auswirkt, darüber haben Atsushi Inaba und Hideki Kamiya in einem Interview mit VGC gesprochen.


Inaba erläutert, dass es momentan noch nicht viel Neues zu Project G.G. zu berichten gäbe. Jedoch wollen sie zukünftig den Ansatz verfolgen, offener und transparenter über die Entwicklung zu berichten, um näher an den Fans zu sein. Das war ihnen aufgrund des weniger vorhandenen Mitspracherechts bei anderen Projekten nicht immer so möglich gewesen, wie sie sich das gewünscht hätten.


Zu der Frage, ob die Corona-Pandemie die Entwicklung von Projekten allgemein im letzten Jahr beeinflusst hätte, sagt Inaba, dass das von Fall zu Fall unterschiedlich gewesen sei. Viele würden von Zuhause aus arbeiten und jeder gehe anders mit der Situation um. Er persönlich sieht aber auch die positiven Seiten, die man aus so einer Lage ziehen kann. Es gäbe weniger internationale Barrieren durch Videoanrufe und die Entfernung zu den anderen Personen sei dadurch gefühlt geschrumpft. Die Arbeitsweise ist zudem eine ganz andere geworden, was neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffne. Jedoch sagt er auch, dass er sich nicht sicher sei, ob er ein Befürworter von vollständiger Remote-Arbeit sei.


Wie es um Project G.G. in dieser Zeit steht und wie die Entwicklung in der aktuellen Weltlage voran geht, darüber verlor Hideki Kamiya ein paar Worte. Auch wenn es sich aktuell noch nicht in der Phase befände, wo er mit einem Team die ersten Gameplay-Elemente zusammenstellen müsse, wäre es bald soweit und dem schaue er etwas besorgt entgegen. Kamiya müsse immer eng mit einem Team zusammenarbeiten und hätte bisher solch eine Phase noch nicht komplett über Remote-Arbeit abwickeln müssen. Auch weiß er noch nicht, wie sich das eventuell auf seinen Führungsstil auswirken könnte.


Beide sind sich aber einig, dass die Corona-Pandemie auch 2021 Auswirkungen auf die Branche haben wird. Inaba sagt, dass neben der reinen Entwicklung auch die Produktion wie Verpackung und Versand abgewickelt werden müsse. Es wäre der berühmte Dominoeffekt: Verzögert sich das eine, dann verzögert sich auch das Darauffolgende. Die Spieleindustrie würde seiner Ansicht nach versuchen, den Erwartungen der Spieler gerecht zu werden, aber er ist sich nicht sicher, ob die positiven und negativen Auswirken der Pandemie sich gegeneinander ausgleichen werden. Kamiya hat sich die Entwicklung von Spielen immer als eine Umgebung vorgestellt, wo Menschen Seite an Seite arbeiten. Man schaue vielleicht auf den Bildschirm des Nebenmannes und genau in diesem Moment entsteht eine Idee. Er hat Sorge, dass das durch die reine Remote-Arbeit verlorengeht.


Denkt ihr, wir erhalten dieses Jahr noch neue Infos zu Project G.G.?

Quellenangabe: VGC

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