Hinter den Kulissen von Overwatch 2 – Blizzard Entertainment teilt massive Informationswelle zum Helden-Shooter

  • 04:00 - 20.02.2021
  • Software
  • Nintendo Switch
Overwatch 2 - Logo © Blizzard Entertainment, Inc., Bildmontage: © ntower

Die BlizzConline 2021 ist in vollem Gange und beschert Fans allerhand Neuigkeiten zu ihren liebsten Spielewelten von Blizzard Entertainment. Vor Kurzem endete ein besonderes Behind-the-Scenes-Panel zum längst angekündigten Helden-Shooter-Sequel Overwatch 2, welches unter anderem für die Nintendo Switch erscheinen soll. Nachdem die Eröffnungszeremonie nichts Neues für Overwatch-Fans zu bieten hatte, war die Ausbeute in der rund 40-minütigen Präsentation von Director Jeff Kaplan und weiteren führenden Personen des Teams umso gewaltiger. Mit neuen Einblicken in die Entstehung von Spielsystemen, Charakteren, Karten, Handlung und mehr gibt es jede Menge zu besprechen. Wir haben euch das Wichtigste zusammengefasst.


Neue Karten


Nachdem uns das Overwatch-Team zur Enthüllung von Overwatch 2 während der BlizzCon 2019 die neuen Karten Toronto, Göteborg und Monte Carlo offenbart hat, wurden nun die zwei neuen Karten Rom und New York vorgestellt. Rom wird als eine der schönsten Umgebungen im gesamten Spiel beschrieben und bietet beeindruckende Architektur, sowohl antik als auch im Overwatch-Stil modernisiert und neu interpretiert. Für New York hingegen wird auf eine authentische Gestaltung gesetzt, die Kennern der Stadt vertraut vorkommen soll. Ein Teil der Karte spielt in einer dichten, fast schon dörflichen Gegend mit vielen kleinen Läden, einem Feuerwehr-Depot und Pizzerien wie „Mario's Place“.


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© Blizzard Entertainment, Inc.


Änderungen an Heldenrollen


Helden werden in Overwatch ganz allgemein in die Rollen „Tank“, „Schaden“ und „Unterstützung“ eingeteilt. Für Overwatch 2 sollen sich diese Rollen stärker voneinander unterscheiden. Dies erreicht man unter anderem durch neue passive Fähigkeiten, die von der Rolle des Helden abhängig sind. Dabei werden Beispiele aus der internen Spieleversion genannt: Tank-Helden können nicht so leicht herumgestoßen werden und lassen gegnerische Ultimates langsamer laden. Schadens-Helden können sich allgemein schneller bewegen und so aus der Flanke angreifen. Unterstützungs-Helden regenerieren ihre Lebenspunkte, sobald sie über eine Zeit lang unversehrt bleiben.


Des Weiteren sollen Änderungen am Verhalten von Tank-Helden folgen. Laut dem Director sollen Tank-Helden nicht andauernd hinten stehen und das Team beschützen, sondern auch einmal an der Front mitkämpfen und sich gegen andere Helden behaupten können. In dieser Hinsicht erfährt Reinhardt einige signifikante Änderungen: Sein Feuerschlag kann pro Ladung zweimal eingesetzt werden und sein Ansturm kann folglich manuell abgebrochen werden. Das macht den Helden deutlich flexibler und seinen Spielstil aggressiver als zuvor.


Komplett überarbeitetes Sound-Design


Für Overwatch 2 wird jeder Aspekt des Spiels auf Herz und Nieren geprüft und so auch das Sound-Design. Das Sequel nutzt ein völlig neues Sound-System, auf dem die Arbeit des Sound-Teams fußt. Waffen sollen sich noch authentischer, instinktiver und intuitiver anfühlen, sodass in Sachen Sound und Animation ein neues Level an Realismus erreicht wird. Dafür berücksichtigt das Sound-Design nun vor allen Dingen Kontext. Geht eure Munition zur Neige, hört es sich anders an als mit einem vollen Magazin. Schüsse geben einen anderen Klang ab, abhängig von der Umgebung. Im Video werden Beispiele für im Freien, im besiedelten Freien, ein Lager, einen Tunnel und einen kleinen Raum demonstriert. Aber auch auf das Visuelle wird viel Wert gelegt, auf die Auswirkung von Schüssen in Form von Rückstoß und Zittern.


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© Blizzard Entertainment, Inc.


Ein neuer Blick auf Sojourn


Sojourn, eine neue Heldin, die mit Overwatch 2 eingeführt wird, steht einmal mehr im Fokus. Viele Helden wurden in der Konzeptionsphase von Overwatch um die Idee einer bestimmten Waffe herum entworfen. Eine bestimmte Waffe, die spaßig schien, bisher aber nicht im Spiel repräsentiert wurde, ist die Railgun. Somit entstand Sojourn um das Konzept eines Railgun-Helden. Es heißt, Spieler mit guter Zielfähigkeit werden besonders viel Spaß mit dieser Heldin haben. Im Entwicklerteam stieg sie schnell zur Favoritin vieler auf.


Heldenmissionen en masse


In Overwatch 2 können Spieler die Fähigkeiten von Helden verbessern, indem sie sie aufleveln. Hierfür kommen die Heldenmissionen ins Spiel, welche als kooperative PvE-Missionen konzipiert sind. Diese könnten vor allem jene Spieler ansprechen, die wenig Freude am Kompetitiven finden, jedoch trotzdem Spaß mit dem Gameplay des Spiels haben wollen. Damit sich die Heldenmissionen nicht wie Grinding anfühlen, möchte das Team Hunderte von ihnen erstellen. Um diese absurde Anzahl an mehr oder weniger einzigartigen Missionen zu erreichen, gibt es eine Vielzahl an veränderbaren Faktoren, wie Gegner, Missionsziel, Karte, Kartenabschnitt, Tageszeit oder Wetterbedingungen.


Nachdem fleißig trainiert wurde, können erlangte Talentpunkte in Fähigkeitenbäumen ausgegeben werden. Auf diese Weise kann jeder Spieler seinen Helden zu einem gewissen Grad individualisieren und an seinen gewünschten Spielstil anpassen. Das Team experimentiert dabei mit teils sehr verrückten Ideen. Ein Konzept sieht etwa vor, das Biotische Feld von Soldier 76 mobil zu machen oder ihm zusätzliche Attribute zu verleihen, zum Beispiel Schockwellen, die Gegner abhalten. Dieses System erlaubt es den Designern, die eigenen Regeln zu brechen, die sie sich auferlegt haben.


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© Blizzard Entertainment, Inc.


Überarbeitung von Null Sector


Ein großer Kritikpunkt an Overwatch 2, der für einige Zeit im Raum stand, bezog sich auf die computergesteuerte Gegnertruppe namens Null Sector. Von Kaplan heißt es, das Team habe den Großteil von 2020 damit verbracht, Designs und Verhalten von Null Sector zu überarbeiten, da man auch selbst den Eindruck gehabt habe, die Gegner seien nicht reizend genug. Auf diese Weise wurden komplett neue Gegnereinheiten hinzugefügt und alte möglicherweise generalüberholt. Vielfalt steht für das Team an erster Stelle und deshalb werden Spieler mit verschiedenen Missionszielen beauftragt, bei denen jeweils unterschiedliche Gegner auftauchen. So sollen jede Menge abwechslungsreiche Situationen im Kampf geschaffen werden. Für zusätzliche Würze sorgen Elitegegner, die mit einer schlaueren K.I. daherkommen und so auch geübten Spielern etwas abverlangen sollen.


Neuer Look für bekannte Gesichter


Als Sequel zum originalen Overwatch geht auch die Geschichte innerhalb der Spielwelt voran und die Helden altern und verändern sich. Zur Ankündigung zeigte Blizzard Entertainment schon einige der aktualisierten Helden-Designs, nun folgt eine weitere Reihe an bekannten Gesichtern. Sagt Hallo zum neuen Aussehen von McCree, Pharah, Reaper und Widowmaker.


Für McCree wurden sein roter Poncho und ikonischer Cowboyhut beibehalten, um ihn leicht wiedererkennen zu können, der gewachsene Bart ist hingegen ein Zeichen des Alterns. Bei Pharah wurden keine Änderungen an ihrer Silhouette vorgenommen, vielmehr fokussierte man sich auf die Farbgebung, welche nun zum Overwatch-typischen blau-weiß zurückgeht.


Im Zentrum von Reapers aktualisiertem Look steht das Zusammenspiel aus Umhang, Kutte und Rüstung. Seine für ihn auszeichnende Maske besticht nun durch einen silbernen Finish, der ihn noch bedrohlicher aussehen lassen soll. Last, but not least werfen wir einen Blick auf Widowmaker, für die eine breite Spanne an Ideen diskutiert wurde. Schlussendlich entschied man sich für eine typische Cyberpunk-Optik, die einer futuristischen Femme fatale gerecht wird. Ihr neues Design wird durch einen langen, geflochtenen Pferdeschwanz abgerundet.


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© Blizzard Entertainment, Inc.


Ein großer Moment für Overwatch


Overwatch 2 bildet die wohl bislang größte Chance für das Team, eine große, zusammenhängende Geschichte zu erzählen, die maßgeblich bestimmt, wie Leute die Welt von Overwatch wahrnehmen. Das Entwicklungsteam arbeitet eng mit dem Story-und-Franchise-Team bei Blizzard Entertainment zusammen, um diese Möglichkeit wahrzunehmen. Das Team konzipiert cinematische Intros und Outros für jede Mission im Spiel. Helden haben Dialoge für jede Mission, in der sie verfügbar sind, und interagieren mit anderen Helden. Da Spielern zum Teil die Heldenwahl überlassen wird, entsteht dadurch ein riesiges Netz an möglichen Interaktionen, die eine Spielerfahrung entstehen lassen, die auf die Entscheidungen der Spieler zugeschnitten ist.


Jede Mission der Storykampagne bietet ihre eigene, speziell angefertigte Karte von gigantischer Größe. Das Team enthüllt in diesem Zuge eine seiner größten Karten: eine Umgebung basierend auf Indien. Damit sich die Orte lebendig anfühlen, wurde für jede Stadt eine eigene Handlung geschrieben, welche die Vergangenheit und die Charakteristiken der Stadt beleuchtet. In Göteborg erhält man so etwa die Chance, Torbjörns Werkstatt zu besuchen, welche natürlich zwergenfreundlich gestaltet ist. In Toronto hingegen setzt man auf eine dynamische, sich ändernde Umgebung inmitten eines Blizzards.


Abschließende Worte


Es wird sehr viel Zeit und Herzblut in das Projekt gesteckt, um Overwatch 2 zu einem würdigen Nachfolger zu machen. Zum Abschluss unserer Zusammenfassung möchten wir die Abschlussworte von Director Jeff Kaplan zitieren: „Unser Ziel ist, dass Overwatch 2 der würdige Nachfolger zum ersten Spiel wird, dass es die nächste Evolution wird, dass es ein echtes Sequel wird. Wir werden die Ziellinie erreichen und ich weiß, es wird großartig werden“.


Hier könnt ihr euch das vollständige Behind-the-Scenes-Video einmal selbst zu Gemüte führen:



Wie ist euer Eindruck von Overwatch 2 nach dem Blick hinter die Kulissen?

Quellenangabe: YouTube (PlayOverwatch)

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