Ehemaliger Nintendo-Designer Takaya Imamura nennt Star Fox 64 das Spiel seines Lebens

  • 12:40 - 18.04.2021
  • Software
  • Nintendo 64
Star Fox 64 © Nintendo

Im Januar kündigte der Designer Takaya Imamura an, Nintendo nach über dreißig Jahren in verschiedenen Funktionen zu verlassen (wir berichteten). Imamura war als Charakter-Designer wesentlich an vielen Projekten des Konzerns beteiligt. Insbesondere die Charakter-Konzepte der Star Fox- und F-Zero-Reihen gehen auf Imamuras Wirken zurück.


In einem ausführlichen Interview mit IGN hat Imamura sich jetzt zu seiner Rolle bei der Entwicklung der beiden Nintendo-Marken geäußert. So konnten wir euch bereits berichten, dass Nintendo laut seiner Einschätzung Interesse an einem neuen Teil der F-Zero-Serie hätte, aber unklar sei, wie ein solches Projekt verwirklicht werden könne.


Neben F-Zero war insbesondere Imamuras Arbeit an Star Fox 64 ein zentraler Teil des Interviews mit IGN, das hier zu Lande unter dem Namen Lylat Wars für Nintendos damalige Heimkonsole veröffentlicht wurde. Den Nintendo 64-Reboot des in Deutschland unter dem Namen Star Wing veröffentlichten Spiels bezeichnet Imamura rückblickend als sein wichtigstes Projekt:


Zitat

Star Fox 64 ist das Spiel meines Lebens. Es war ein bisschen wie ein Reboot, aber durch die Verwendung vieler Ideen, die wir im Original nicht umsetzen konnten, haben wir es geschafft, den Umfang des Spiels zu erweitern. Von der Planung über das Schreiben der Handlung bis hin zur Entwicklung der Spielmechanik und der Grafik habe ich wirklich hart an diesem Spiel gearbeitet. Ich habe auch den Komponisten gesagt, welche Art von Musik ich für das Spiel haben möchte.


Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von Star Fox 64 konnten Spiele auf der ersten PlayStation mit aufwendigen Zwischensequenzen punkten, die aufgrund des Speicherbedarfs nicht auf Nintendo 64-Module gepasst haben. Durch die Gestaltung des Titels habe man versucht, eine cineastische Erfahrung ohne Zwischensequenzen zu erschaffen:


Zitat

In Star Fox 64 kommunizieren die Charaktere über Funk, sodass die geringere Tonqualität der Atmosphäre des Spiels keinen Abbruch tat. Spiele mit aufwendigen Zwischensequenzen waren auf der PlayStation zur neuen Norm geworden, aber obwohl wir auch mehr filmische Aspekte implementierten, wollten wir uns letztendlich auf die Interaktivität konzentrieren. Die Geschichte würde sich je nach Spielstand des Spielers verändern, und indem wir die Charaktere miteinander sprechen ließen, fühlte sich die Welt lebendiger an. Wir wollten ein Spiel, bei dem man das Gefühl hat, einen Film zu sehen, während man tatsächlich die Interaktivität genießt.


Welche Erinnerungen verbindet ihr mit Star Fox 64? Wünscht ihr euch ein neues Star Fox für die Nintendo Switch?

Quellenangabe: IGN

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