PEGI verschärft Regulierungen bezüglich Glücksspiels in Videospielen

  • 16:20 - 04.09.2021
  • Industrie
  • Nintendo Switch
PEGI © Pan European Game Information

Mit der Neuveröffentlichung von Pokémon Rot, Blau und Gelb für Nintendo 3DS im Jahre 2016 fiel einigen Kunden auf, dass die Pan European Game Information, kurz PEGI, die RPGs für Spieler ab 12 Jahren freigegeben hat. Grund für die im Vergleich zu anderem Titeln der Reihe hohe Einstufung war eine neuere Regelung bezüglich Glücksspiels. So wird jeder Titel, der Inhalte bietet, die auf Glücksspiel basieren, so wie in den Pokémon-Spielen der Einarmige Bandit, automatisch mit dem PEGI-Rating 12+ versehen. Sollte der Fokus des Gameplays auf Glücksspiel liegen, wird er automatisch nur für Erwachsene freigegeben.


Vor einiger Zeit nun hat die PEGI ihre Regelungen nochmals verschärft. So wird nun jedes Spiel, welches Glückspiel-Gameplay bietet, mit einer Bewertung von 18+ abgestraft. Die Organisation schreibt dazu folgendes.


Zitat

Im Jahr 2020 wurden die PEGI-Kriterien dahingehend geändert, dass künftig alle Spiele mit bewegten Bildern, die "die Nutzung von Glücksspielen lehren und/oder verherrlichen, die als traditionelles Mittel des Glücksspiels gespielt/ausgeführt werden", mit PEGI 18 bewertet werden.


Dies bezieht sich auf Arten von Wetten oder Glücksspielen um Geld, die normalerweise in Kasinos, Spielhallen oder auf Rennbahnen gespielt oder durchgeführt werden. Dies gilt nicht für Spiele, bei denen Wetten oder Glücksspiele einfach Teil der allgemeinen Handlung sind. Das Spiel muss dem Spieler tatsächlich beibringen, wie man spielt oder wettet, und/oder das Glücksspiel verherrlichen. Dazu gehören z. B. Spiele, bei denen der Spieler lernt, wie man Kartenspiele spielt, bei denen normalerweise um Geld gespielt wird, oder wie man bei Pferderennen die Quoten ausspielt.


Nach den neuen Regelungen würden also alle Pokémon-Teile der Hauptreihe, die als Virtual Console-Titel veröffentlicht wurden, nur noch für volljährige Spieler zur Verfügung stehen. Die PEGI hat jedoch bereits bestätigt, dass Entscheidungen nicht nachträglich verändert werden. Sollte ein Titel unverändert auf einer neuen Plattform veröffentlicht werden, behält er seine alte Einstufung. Nur wenn Veränderungen bzw. Verbesserungen vorgenommen wurden und es dadurch technisch gesehen ein neues Spiel wird, greifen die neuen Regelungen. Sollten also jemals Pokémon Rubin, Saphir, Smaragd, Feuerrot oder Blattgrün auf einem neuen System angeboten werden, dürfen dies die ersten Spiele mit den Taschenmonstern sein, die nur für Volljährige zur Verfügung stehen werden. In diesem Fall würde Nintendo diese Minispiele wohl aber vorab entfernen, so wie es nachträglich bei Pokémon Diamant und Perl auch passiert ist.


Wie viel Zeit habt ihr in den Spielhallen der Pokémon-Welt verbracht?

Quellenangabe: Nintendo-Life

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