Blizzard Entertainment möchte die BlizzCon neu gestalten – bisherige Pläne für das Frühjahr 2022 verworfen

  • 21:00 - 09.11.2021
  • Industrie
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BlizzCon - Logo © Blizzard Entertainment, Inc.

Der nächste Schlag für Fans von Blizzard Entertainment: Wie das Studio vor Kurzem bekannt gegeben hat, werde man zunächst kein weiteres BlizzCon-Event abhalten – ganz gleich ob als physische oder digitale Veranstaltung. Dahingehend wurden die Pläne, eine weitere BlizzConline-Ausgabe im Frühjahr 2022 zu veranstalten, unterbrochen. Ein solches Ereignis koste viel Planung und Mühe und in der derzeitigen Lage wolle man diese Ressourcen lieber in seine Entwicklerteams und Projekte investieren, erklärt das Unternehmen.


In einer Botschaft an die Fans teilt man mit, einen Schritt zurückzugehen und sich neu orientieren zu wollen. Seit dem BlizzCon-Debüt sei viel Zeit vergangen und vieles habe sich verändert. Entsprechend wolle Blizzard Entertainment nachdenken, wie eine BlizzCon der Zukunft aussehen könne. Dabei stehe im Vordergrund, das Event möglichst sicher, einladend und inklusiv zu gestalten. Bis man zum BlizzCon-Format zurückkehrt, sollen (große) Neuigkeiten zu Titeln von Blizzard Entertainment eigenständig auf den Franchise-Kanälen geteilt werden.


Ein Unternehmen in der Kritik – und im Wandel


In den letzten Monaten machte Blizzard Entertainment immer wieder Schlagzeilen wegen eines schlechten Arbeitsklimas, entstanden durch Diskriminierung und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Dafür wurde Activision-Blizzard mehrmals vor Gericht angeklagt und sieht sich verschiedenen Untersuchungen ausgesetzt. Die Bitte des Unternehmens, eines der Verfahren zu pausieren, wurde abgelehnt.


Verantwortung übernehmen


Letzten Monat gab Bobby Kotick, CEO von Activision-Blizzard, bekannt, sein Gehalt auf das Minimum zu kürzen, bis das Unternehmen wesentliche Schritte zur Besserung des Arbeitsklimas vorgenommen hat. Dafür wolle man eine Nulltoleranz-Politik hinsichtlich Belästigung einführen und strengere Regeln sowie eine konsequente Kontrolle walten lassen.


Das Ziel sei es, den Anteil an Frauen und Nichtbinären um 50 Prozent zu erhöhen. Ebenso nehme man in den nächsten fünf Jahren rund 250 Millionen US-Dollar in die Hand, um das Talent von diversen Personen zu fördern. Weitere 250 Millionen US-Dollar sollen in den nächsten zehn Jahren dafür genutzt werden, Möglichkeiten für unterrepräsentierte Gemeinschaften in Gaming und Technologie zu schaffen.


Exodus von Studioveteranen


Die Konsequenzen interner Untersuchungen und Umstrukturierungen machen sich schon jetzt bemerkbar. Seit dem Gerichtsstreit wurden mehr als 20 Mitarbeiter in Folge einer disziplinarischen Maßnahme entlassen – darunter Luis Barriga (Director von Diablo 4) und Jesse McCree (Lead Designer von Diablo 4). Weitere 20 Mitarbeiter sollen anderweitig mit disziplinarischen Konsequenzen konfrontiert worden sein.


Hinzukommend haben sich im Jahresverlauf zahlreiche hochrangige Persönlichkeiten in Management und Entwicklung vom Studio verabschiedet – so etwa Jeff Kaplan (Director von Overwatch); J. Allen Brack (Präsident von Blizzard Entertainment); Chacko Sonny (Executive Producer von Overwatch) und Jen Oneal (Co-Leader von Blizzard Entertainment). Während Brack und Oneal als direkte Reaktion auf die Missstände im Unternehmen gegangen sind, erklärten die Kreativen des Overwatch-Teams ihren Abtritt und ihre Zukunftspläne nicht.


Länger warten


Zuletzt kündigte Blizzard Entertainment an, dass Fans mit einer längeren Wartezeit für Overwatch 2 und Diablo 4 rechnen müssen. Beide Titel sollten eigentlich im Verlauf von 2022 herausgebracht werden, benötigen aber wohl mehr Ressourcen, um die nahtlose Unterstützung beider Spiele nach ihrem Erscheinen sicherzustellen. Ein Release vor 2023 scheint also unwahrscheinlich.


Wie steht ihr zu den aktuellen Entwicklungen von Blizzard Entertainment?

Quellenangabe: gameisndustry.biz (1), (2), (3), (4), (5), (6), (7), (8), (9)

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