Square Enix: Präsident sieht in NFTs und Blockchain-Technologie die Zukunft der Gaming-Industrie

  • 17:40 - 03.01.2022
  • Industrie
  • Sonstiges
Square Enix - Logo © Square Enix Co., Ltd.

Spätestens seit 2021 sind Wörter wie NFTs (Non-Fungible Tokens) und die Blockchain-Technologie gerade bei großen Firmen der Gaming-Industrie nicht mehr wegzudenken. NFTs sind kurzgesagt digitale Besitzurkunden von immateriellen Gütern, die auf der sogenannten Blockchain beruhen. Das können jegliche digitale Güter sein – beispielsweise der digitale Nachweis, dass ein Bild der berühmten Nyan Cat nun euch gehöre. Die Blockchains bestehen wiederum aus einer Reihe von Informationsblöcken – daher der Name. Letzteres findet vor allem in der Welt der Kryptowährungen seine Anfänge.


Nachdem Ubisoft letztens seinen Eintritt in die Welt der NFTs ankündigte, regnete es harsche Kritik. Bereits Anfang letzten Jahres erklärte beispielsweise das amerikanische Technikportal The Verge das Problem an dieser Technologie: Ähnlich wie bei Kryptowährungen verbrauche der durchschnittliche NFT so viel Strom wie eine Person innerhalb eines Monats, die in der EU lebt.


Interessanterweise paradox also, dass sich zu Jahresbeginn nun auch der Präsident von Square Enix diesbezüglich zu Wort meldet – der Publisher hinter dem Pro-Umwelt-Rollenspiel der 90er Jahre: Final Fantasy VII. In einem „Neujahrsbrief vom Präsidenten“ kündigte Yosuke Matsuda also an, mehr in das Metaverse und Blockchain-Technologie zu investieren. Zudem schließe er nicht aus, dass der Publisher irgendwann in der Zukunft eigene NFTs anbiete. Er sehe das Jahr 2021 nicht nur als „Metaverse: Jahr Eins“, sondern auch als das „NFTs: Jahr Eins“, da das Interesse in einem bemerklichen Tempo anstieg. Matsuda könne sich vorstellen, dass NFTs in Zukunft „in der Öffentlichkeit stärker verbreitet“ werden.


Ein Grund dafür solle sein, dass diese NFTs Spielerinnen und Spieler helfen können, nutzergenerierte Inhalte für Spiele zu erschaffen. Im offenen Brief spricht er in seiner Sicht über die Mehrheit der Spielerschaft, die laut ihm spielen würden, um Spaß zu haben. Da dürfte jeder und jede mit ihm übereinstimmen. Er führt diesen Gedanken aber weiter und geht auf den Teil ein, der spielen würde, um etwas beizutragen oder um ein Spiel noch aufregender zu gestalten. Mit diesem Satz spricht er beispielsweise von der Modder-Community, die zwar bereits existiert, welche er mit der Technologie in Einklang bringen möchte. Somit soll aus dem bisher zentralisiertem Gaming ein eher dezentralisiertes Unterfangen werden. Wie genau er und der Publisher das erreichen möchten, erläutert der Präsident jedoch nicht. Seinen kompletten offenen Brief vom ersten Januar könnt ihr euch hier durchlesen.


Was haltet ihr von dem Wandel in der Gaming-Industrie? Seht ihr NFTs als Chance und Fortschritt oder eher nicht?

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