PlatinumGames über NFTs: „Keine positiven Auswirkungen auf die Ersteller oder Nutzer in irgendeinem Sinne.“

  • 17:40 - 23.02.2022
  • Industrie
  • Sonstiges
Atsushi Inaba (PlatinumGames) © PlatinumGames

NFTs, Blockchain, Kryptowährungen und alles, was dazu gehört, sind aus der Gaming-Industrie nicht mehr wegzudenken. Während sich manche Unternehmen dem Hype zugunsten der Fan-Gemeinde bewusst entziehen (beispielsweise Team17), sehen andere große Vorteile und Möglichkeiten an dieser Technologie. Darunter fallen unter anderem Konami, Square Enix und Ubisoft. Nach und nach müssen sich aber alle relevanten Studios der Frage stellen, wie sie das Thema öffentlich handhaben. In einem Interview zwischen VGC und PlatinumGames meldeten sich nun Atsushi Inaba und Hideki Kamiya diesbezüglich zu Wort.


Natürlich sind NFTs und Kryptotechnologien nicht spurlos an dem japanischen Entwicklerstudio vorbeigegangen – so ganz mit dem Thema beschäftigt haben sie sich aber auch nicht. Es sei klar, dass NFTs das große Thema der Industrie sind und sich somit in irgendeiner Form einen monetären Hype entwickelte, aber PlatinumGames haben eine klare Position:

Zitat von Atsushi Inaba

„Darüber (NFTs) haben wir nicht wirklich nachgedacht. Ich verstehe, dass das Thema gerade in aller Munde ist und an Fahrt gewinnt, aber die Art und Weise, wie es an Fahrt gewonnen hat, war auf die Rentabilität des Unternehmens ausgerichtet. Daher hat es keine positiven Auswirkungen auf die Ersteller oder Nutzer in irgendeinem Sinne. Es ist also frustrierend, das zu sehen.“ Inaba führt fort: „Die Leute, die versuchen, NFTs zu fördern und Partnerschaften mit Spielefirmen einzugehen, wirken in ihren Gesprächen extrem einseitig. „Hey, ihr werdet Geld verdienen!“ Aber was hat der Nutzer oder der Schöpfer davon? Wenn ich meine Zeit in etwas investieren will, dann möchte ich, dass es der Entwicklung guter Spiele zugutekommt.


Ich glaube, dass das Konzept der NFTs mit der zunehmenden Digitalisierung der Inhalte an Bedeutung gewinnen wird, aber ich glaube, dass die ersten Anwender es nur als eine Möglichkeit sehen, so viel wie möglich zu verdienen. Um ehrlich zu sein, bin ich nicht daran interessiert, mich daran zu beteiligen.“

Es gäbe also trotzdem Potenzial in der gesamten NFT-Geschichte, die Anfänge seien aber geplagt von monetären Interessen, die die Kunst als solches erstmal in den Schatten stellen. In ferner Zukunft könnten sich NFTs aber von den monetären Fängen lösen und eventuelle Möglichkeiten der Spielgestaltung fördern. Ein oben angesprochenes Unternehmen, das Interesse an NFTs äußerte, war Konami. Inaba und Kamiya wurden diesbezüglich auch nach ihrer Positionierung gefragt – und haben auch hier eine klare Meinung:

Zitat von Hideki Kamiya

„Nicht wirklich. Wenn es nach Geld riecht, ist Konami sofort zur Stelle!


Ehrlich gesagt, habe ich keinerlei Interesse an diesem Thema. Ich glaube, was Herr Inaba gerade gesagt hat, hat mich sehr berührt, weil ich mich im Grunde als Nutzer und nicht als Geschäftsmann sehe. Im Moment hat es keinen Vorteil für die Nutzer. Wenn es in Zukunft in einer Weise erweitert wird, die für die Nutzer von Vorteil ist, dann werde ich mich vielleicht dafür interessieren, was sie damit machen. Aber im Moment sehe ich das nicht.“

Damit haben sich PlatinumGames deutlich positioniert. Wie seht ihr das? Seht ihr in ferner Zukunft Potenzial in NFTs?

Quellenangabe: VGC

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