Mario + Rabbids Sparks of Hope – Leitender Produzent spricht über nötige spielerische Veränderungen des Sequels

  • 20:20 - 03.07.2022
  • Software
  • Nintendo Switch
Mario + Rabbids Sparks of Hope - Cinematic © Nintendo / Ubisoft Entertainment

Während des hauseigenen Showcase zu Mario + Rabbids Sparks of Hope in der vergangenen Woche war wohl die Bekanntgabe der Komponisten des Soundtracks die Sensation, welche das französische Entwicklerstudio kaum zurückhalten konnte. Kürzlich berichteten wir zudem, dass der altbekannte grüne Dinosaurier Yoshi keinen Auftritt im galaktischen Abenteuer haben wird. Nach und nach schwappen also immer mehr Informationen zum kommenden Strategie-Titel an die Oberfläche, was wohl bis zum Release im Oktober anhalten wird.


Ein neues Interview mit dem leitenden Produzenten von Mario + Rabbids Sparks of Hope gibt nun ebenfalls neue Einblicke in die Entwicklung und die damit zusammenhängenden Entscheidungen, das Spiel offener zu gestalten. Xavier Manzanares spricht dabei über die neue Bewegungsfreiheit, die darüber hinaus zum Erkunden einladen soll. Neben dieser sollen zudem neue Ausrüstungsmöglichkeiten die taktische Tiefe des Titels ausbauen – alles aber nach detaillierter Absprache mit Nintendo. Zu guter Letzt drückt Manzanares seine Begeisterung für das musikalische Trio aus, welches das Sequel begleitet. Mario + Rabbids Sparks of Hope solle mit Überraschungen überzeugen, heißt es.


Strategische Tiefe kombiniert mit erweiterter Bewegungsfreiheit


Als die Arbeiten im Sommer 2018 begannen, wurde deutlich, dass das Sequel zu Mario + Rabbids Kingdom Battle eine Überraschung benötige – etwas, das einen Nachfolger rechtfertigten würde. Das Team erinnerte sich an den Hub-zentrierten Ansatz des DLCs Donkey Kong Adventure, welcher ermöglichte, mehr in die Umgebungen der Welt einzutauchen. Ideen kamen auf, diesen Ansatz auszubauen. Diese bestanden nach einiger Zeit darin, den Cursor sowie das Rasterfeld zu entfernen, um so viel Freiheit auf das Spielfeld zu bringen, wie möglich. Ihnen war bewusst, dass ein solches Rastersystem in der Regel genredefinierend für ein strategisches Rollenspiel ist – dennoch entschied sich das Team für einen Ausbau des neuen Ansatzes.


Zitat von Xavier Manzanares

„Dies war eines der ersten Themen und wurde bald darauf in Forschung und Entwicklung behandelt. Parallel dazu war das zweite Thema die Erkundung, denn wir hatten viel Feedback von Spielern, die sagten, dass sie ein bisschen mehr in die Umgebungen eintauchen und mehr von dem sehen wollten, was wir geschaffen hatten. Bei Donkey Kong Adventure hatten wir einen [eher] Hub-zentrierten Ansatz, aber wir wollten noch weiter gehen. So kamen wir auf die Idee, zu sagen: „Okay, du kommst auf dem Planeten an, du gehst, wohin du willst, du hast Haupt- und Nebenquests“ und es wird ein bisschen mehr zu einem RPG, und wenn du einen Feind berührst, gehst du in Cursas Dimension und bekämpfst die Feinde und dann kommst du zurück in die Welt. Und natürlich war das eine große, große Veränderung im Vergleich zu Kingdom Battle, aber mit dem Kampfsystem sagten wir „vielleicht ist das groß genug, um als neues Projekt validiert zu werden.““


Zwar sollte das Sequel nach wie vor ein Strategiespiel bleiben, mit allen Eigenschaften, die Fans am ersten Titel liebten, eine neue Freiheit soll trotzdem zum Erkunden der Spielwelt einladen. Damit stand das Entwicklerstudio vor einer großen Herausforderung. Nun sagen sie retrospektiv, dass das Spiel dadurch zwar einfach zu lernen, dafür aber schwierig zu meistern sei. Manzanares führt fort:


Zitat von Xavier Manzanares

„Dank der Echtzeit-Bewegung haben wir mehr Funktionen, mehr Auswahlmöglichkeiten und strategische Entscheidungen, die die Spieler treffen können, hinzugefügt. Wir fangen an, Schichten und Schichten und Schichten hinzuzufügen, und am Ende funktioniert es super gut. Ich meine, wir sind sehr stolz auf das neue System. Also, ja, es war eine große Hürde vor vier Jahren!“

Namengebende Sparks erweitern strategische Tiefe


Eine weitere große Veränderung im Sequel sollen die Sparks sein. Das sind namengebende Verschmelzungen zwischen Lumas und den Rabbids, welche von den Helden des Spiels ausgerüstet werden können. Dadurch erhalten diese besondere aktive und passive Eigenschaften, wie zum Beispiel Feuersparks, die euch besonders gegen Feuerangriffe schützen. Entgegen einer früheren Idee entschied sich das Team dafür, jeweils gleich zwei Sparks ausrüsten zu lassen. Dadurch können diese untereinander kombiniert werden und gleich eine viel größere taktische Tiefe bieten, wie Manzanares folgend erklärt:


Zitat von Xavier Manzanares

„Wir haben beschlossen, noch weiterzugehen. Vor zwei Jahren haben wir in der Produktion beschlossen, den Spielerinnen und Spielern die Möglichkeit zu geben, zwei Funken auszurüsten statt nur einem – zwei aktive Boni, zwei passive Boni – und das ist wirklich nett, weil man anfängt, Dinge zu mischen und anzupassen. Will man zwei feuerbasierte Sparks haben, einen für den Dash und einen für den Angriff, oder will man die Dinge mischen und einen Wasser-Spark hinzufügen, damit man vor Wasser- und Feuerangriffen von Feinden geschützt ist? Und dann gibt es noch Sparkfamilien, Angriffssparks, Sprintsparks, Verteidigungssparks. Es liegt also am Spieler, die Sparks zu benutzen, sie nach eigenem Ermessen auszurüsten und zu einem anderen Helden zu wechseln – sie verändern den Archetyp des Helden. Sie sind ziemlich zentral für das Spielerlebnis.“


Acht Jahre Zusammenarbeit mit Nintendo – Manzanares über den Einfluss des Unternehmens


Xavier Manzanares sorgte sich am Anfang der Arbeiten an Mario + Rabbids Sparks of Hope, ob Nintendo bestimmte Richtlinien vorgab oder Erwartungen an das Team hatte. Er gibt schnell Entwarnung: „[Nintendo] hat immer gesagt: „Das ist euer Spiel. Es ist das Spiel von Ubisoft und eurem Team, also seid ihr selbst dafür verantwortlich, was ihr machen wollt.“ Er erklärt, dass, als vor acht Jahren die Zusammenarbeit mit Nintendo begann, es erstmal darum ging, sich gegenseitig kennenzulernen. Da es sich um Arbeiten mit einer fremden IP (Mario und seine Freunde) handelte, war das Rabbids-Team sehr vorsichtig. Nach einiger Zeit verstärkte sich die Bindung der beiden Unternehmen – die Kommunikation blieb aber ähnlich:


Zitat von Xavier Manzanares

„Die Art und Weise, wie sie bei Sparks of Hope vorgegangen sind, war also ganz ähnlich wie bei Kingdom Battle, wo sie eine beratende Funktion hatten, Feedback gaben und natürlich alles, was mit Nintendo IPs zu tun hat, bestätigten. Wenn es um das Gameplay und den Rahmen dessen, was wir machen wollten, ging, haben sie sich alles angehört und ihren Standpunkt dargelegt, und es war unsere Entscheidung, weiterzumachen oder etwas zu ändern, wenn wir der Meinung waren, dass ihr Feedback zur kreativen Vision passte. Es war also wirklich eine starke Beziehung über die Jahre hinweg bei Sparks of Hope.“


Galaktisches Trio komponiert eine Weltraumoper


Wie oben beschrieben, kündigte Ubisoft in ihrem eigenen Showcase mit heißen Erwartungen die Zusammenarbeit mit gleich zwei großartigen Komponisten an. Dem bisher erhaltenen Grant Kirkhope treten Gareth Coker (Ori and the blind Forest) und Yoko Shimomura (Final Fight, Live A Live) bei. Da Kirkhope nun nicht mehr auf sich alleine gestellt war, entstand eine neue Dynamik, die Auswirkungen auf den Soundtrack von Mario + Rabbids Sparks of Hope haben sollte. Manzanares gibt kund, er sei ebenfalls großer Fan von Coker und Shimomua, wäre dementsprechend interessiert daran, diese beiden am neuen Soundtrack mitwirken zu lassen. Da sie schon am Gameplay Dinge einfließen haben lassen, wäre es auch bei der Musik an der Zeit, den Horizont zu erweitern. Als Katalysator der drei Komponisten dient zudem Romain Brillaud, der künstlerische Leiter für Sound und Musik. Dieser sorgte dafür, dass die Harmonie zwischen den drei Künstlern stimmt und dieselbe Richtung einschlagen. Mehr Informationen über die neue musikalische Gestaltung findet ihr in einer vergangenen News.


Donkey Kong Adventure war wegweisend – Entscheidungen über DLCs wurden aber noch nicht getroffen


Zwar gibt es bereits heute einige Inhalte im Nintendo eShop zu erwerben, die Mario + Rabbids Sparks of Hope erweitern sollen, eine Erweiterung in der Größe von Donkey Kong Adventure sei aber noch nicht in Planung. In einer älteren News haben wir bereits Gerüchte um die kleineren gelisteten inhaltlichen Erweiterungen zusammengetragen. Das Team wolle sich aktuell erstmal um die Veröffentlichung im Oktober kümmern – weitere Pläne um eventuelle große Erweiterungen kämen mit der Zeit:


Zitat von Xavier Manzanares

„Es ist noch ein bisschen zu früh, um über die Zeit nach der Veröffentlichung oder die Zukunftspläne zu sprechen. Um ganz offen und direkt zu sein: Im Moment sind wir so sehr darauf konzentriert, das Spiel im Oktober zu veröffentlichen, dass ich sagen muss, dass dies der Hauptfokus ist. Aber ja, ich denke, in den kommenden Monaten werden wir mehr über die Pläne sprechen, die wir für die Zeit nach der Veröffentlichung haben.“


Und ganz zum Schluss gibt es noch neue Artworks unserer geliebten Helden. Werft gerne einen Blick in unsere Spielegalerie.


Spielegalerie zu Mario + Rabbids Sparks of Hope

  • Mario + Rabbids Sparks of Hope Art
    © Nintendo / Ubisoft Entertainment
  • Mario + Rabbids Sparks of Hope Art
    © Nintendo / Ubisoft Entertainment
  • Mario + Rabbids Sparks of Hope Art
    © Nintendo / Ubisoft Entertainment
  • Mario + Rabbids Sparks of Hope Art
    © Nintendo / Ubisoft Entertainment
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  • Mario + Rabbids Sparks of Hope Art
    © Nintendo / Ubisoft Entertainment
  • Mario + Rabbids Sparks of Hope Art
    © Nintendo / Ubisoft Entertainment


Das sind viele neue Eindrücke, die uns ein breiteres Bild über die Produktion des galaktischen Abenteuers geben. Wie sieht’s bei euch aus? Freut ihr euch auf den 20. Oktober?

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