Devil's Third

  • Übersicht
  • Kaufen

Test zu Devil's Third - Wii U

Unser Test zum Spiel: Devil's Third

Wohl kaum ein Spiel wurde im Turm in letzter Zeit so kontrovers diskutiert wie Devil's Third. Anhänger freuen sich auf brachiale Action und ein Spiel, das wirkt wie ein B-Movie, Verächter zeigen auf die schlechte Technik und meckern darüber, dass es wie ein B-Movie wirkt. Zur Erklärung, was ich mit B-Movie meine: Es fehlen Feinschliff und Budget, um es mit den Großen in der Branche aufnehmen zu können, aber irgendwie funktioniert es dennoch und man hat Spaß daran, wenn man eben genau weiß, worauf man sich einlässt. Die Parallele zur Filmwelt passt ziemlich gut zu Devil's Third, und im Grunde habe ich das Spiel bereits mit dem vorangegangenen Satz treffend zusammengefasst. Aber das reicht natürlich nicht, weswegen wir direkt loslegen:


In Devil's Third betretet ihr eine knallharte Action-Welt mit einem kompromisslosen Helden.

Der Einzelspieler-Modus

Meine Vorstellungen des Hauptcharakters Ivan erfüllt Devil's Third schon mal hervorragend. Wir haben es mit einem ehemaligen Terroristen zu tun, der von Kopf bis Fuß tätowiert ist und mit einem selbst gespielten Schlagzeugsolo eingeführt wird. Dieser steht in seiner doch recht geräumigen Zelle im Untergrund eines Gefängnisses, in dem er hockt, weil er wegen seiner Terroraktivitäten 180 Jahre absitzen muss. Als jedoch jede Menge Satelliten im Orbit zerstört werden und ein elektrischer Impuls zahlreiche elektronische Geräte auf der Erde außer Gefecht setzt, wird Ivan gerufen, um die dahinter steckende Terrororganisation SOD auszuschalten, der er in seinen alten Tagen angehörte und die er aufgrund von Gewissensbissen verließ.

Nun muss er sich also mit seinen ehemaligen Kollegen auseinandersetzen und erledigt dabei ganze Armeen an schwer bewaffneten Soldaten, Ninja, Mutanten und weiteren Feinden. Währenddessen bleibt Ivan immer cool, denn selbst im heftigsten Kugelhagel nimmt er sich die Zeit, um sich eine neue Kippe anzuzünden oder einen Schluck aus seinem Flachmann zu nehmen. Der Hauptcharakter in Verbindung mit der doch recht klischeebehafteten Geschichte um einen Ex-Terroristen macht einen großen Teil des B-Movie-Flairs aus. Ivan ist halt einfach eine coole Socke und ein harter Hund, wie so viele Action-Helden vor ihm. Aber natürlich gibt es da auch eine Frau in seinem Leben, das darf nicht fehlen. Seinem Schützling aus Terror-Tagen begegnet ihr das gesamte Spiel über und die junge Frau wird zu einem weiteren Antriebsfaktor von Ivan.

Doch zurück zur Action: Das ständig eingeblendete Zielkreuz zeigt euch an, wo ihr hin ballern werdet. Allerdings streuen eure Waffen (Maschinengewehr, Schrotflinte, Pistole, etc.) ziemlich, weswegen ihr per Knopfdruck in die Zielsicht schalten solltet. Dank der automatischen Zielerfassung ist das Treffen dann auch gar nicht so schwierig, ihr könnt sie aber auch ausschalten. Ich habe nur wenige Momente gehabt, in denen die Waffe automatisch einen Feind hinter einer Deckung anvisierte, anstatt sich auf den davor stehenden zu konzentrieren. Und wenn wir schon bei der Deckung sind: Diese solltet ihr nie vernachlässigen, denn schon wenige Treffer können den Tod von Ivan bedeuten. Oder er hält total viel aus. Das hängt irgendwie von der Situation ab, so richtig einschätzen kann ich das auch nach mehreren Stunden Spielzeit nicht. Da sich aber der Rand des Bildschirms rot färbt und das Bild dann schwarz-weiß wird, weiß man immerhin so ungefähr, ob man sich nicht vielleicht doch lieber wieder aus der Schussbahn verkrümeln sollte.

Insgesamt fallen die meisten Schusswechsel in Devil's Third auf dem normalen Schwierigkeitsgrad ziemlich leicht aus. Das liegt zum einen an der sich regenerierenden Lebenskraft von Ivan, zum anderen an der teilweise unfassbar dummen KI. Da laufe ich einen Gang entlang, komme um die Ecke und stehe plötzlich einem Gegner gegenüber. Der feuert aber erst, nachdem ich angefangen habe zu ballern. Oder anstatt sich zu verstecken, laufen euch Soldaten gerne mal schnurstracks in die Arme und damit den Gewehrlauf. Haben sie erst einmal eine Deckung gefunden, kommen sie nur ungern wieder daraus hervor, weswegen ihr sie locker von hinten erwischen könnt. Wirklich gefährlich sind die meisten Feinde eigentlich nur wegen ihrer schieren Masse. Vor den starken Mutanten bin ich jedoch mehrmals geflüchtet, da diese ziemlich stark sind. Im dazugehörigen Level mutet Devil's Third fast schon wie ein Horrorspiel an, da hinter jeder Ecke ein weiteres dieser dreckigen Viecher auf euch warten kann.

Durch die zahlenmäßige Überlegenheit geht es aber auch oftmals schön heftig zu. Da fliegen die Kugeln nur so in alle Richtungen, ein Feind mit Panzerfaust hat euch im Visier und am besten ballert noch ein stationäres Maschinengewehr auf euch. Da kann das Adrenalin schon mal ordentlich pumpen. Und obwohl ihr durch Schlauchlevel lauft, habt ihr dennoch immer wieder die Möglichkeit, eure Gegner zu umgehen und sie von der Seite zu überraschen. Und dann rauschen das Katana, der Hammer, das Messer, die Axt oder eine der anderen Nahkampfwaffen durch die Luft. Denn Ivan ist auch ein Nahkämpfer und setzt diverse Waffen dazu ein, seine Feinde von ihren Gliedmaßen zu trennen.

Hier wird es dann teils ziemlich brutal. Neben dem bereits erwähnten Kopf einschlagen fliegen Arme, Gegner werden in der Mitte zerteilt, explodieren in einer Blutfontäne oder bekommen ihr Genick auf einer Versorgungskiste gebrochen. Auch sonst ist Devil's Third knallhart, denn ihr werdet nicht nur Kinderleichen zu Gesicht bekommen. So klettert beispielsweise ein SOD-Soldat aus einem explodierten Panzerwagen und wälzt sich noch eine Weile brennend und stöhnend auf dem Boden, verkohlte Körper und allgemein niedergeschossene Zivilisten begegnen euch vor allem in der zweiten Mission zuhauf.

Fast die gesamte Zeit über wird Ivan von einer amerikanischen Spezialeinheit begleitet. Diese ist aber lediglich Beiwerk, denn weder können deren Mitglieder sterben - was Aufgaben, in denen ihr sie beim zum Beispiel Aufschweißen einer Tür beschützen sollt, ziemlich nutzlos erscheinen lassen - noch leisten sie effektive Hilfe in den Feuergefechten. Zeitweise ballern sie mehrere Magazine in einen Gegner, doch dieser kippt nicht um. Es ist offensichtlich, dass das Spiel vom Spieler erwartet, dass er sich um die Feinde kümmert. So ist die Spezialeinheit bis auf das seltene Gefühl, Teil einer Gruppe zu sein, komplett unnütz und verschenktes Potenzial.

Ebenfalls nicht gefallen haben mir die Bosskämpfe. Diese setzen nämlich so gut wie ausschließlich auf Nahkämpfe, doch werden hier die hakelige Steuerung und die miese Kamera noch mehr zum Hindernis als im normalen Spielverlauf. In solchen Momenten fühlt sich Devil's Third an wie der Versuch, ein Ninja Gaiden zu machen. Nur blieb es eben beim Versuch. Vor allem bestehen die Kämpfe gegen eure ehemaligen Genossen und andere Bosse im Grunde nur darin, ununterbrochen auf den Ausweich-Knopf zu drücken und abzuwarten, bis man selbst zuschlagen kann. Das wird so oft wiederholt, bis man gewonnen hat.

Hört sich einfach an, aber ich habe schon ein paar Frustschreie losgelassen, weil die Bosse sehr stark sind und euch schon mit zwei Treffern ins Jenseits befördern können. Dann darf man das ganze Prozedere wiederholen. Der erste Boss ist auch ein perfektes Beispiel dafür, wie man ein Spiel nicht machen sollte: So steht dieser die ganze Zeit in einem selbst errichteten Turm und ballert auf euch. Doch anstatt Schutz zu suchen, bleibt er die einzelnen Phasen hindurch immer an derselben Stelle stehen und ihr könnt aus der Deckung huschen, auf ihn schießen, euch in der Deckung regenerieren und das Spielchen so lange wiederholen, bis der Boss Geschichte ist. Öde.

Schön sind die eingestreuten Zwischeneinlagen, in denen ihr zum Beispiel einen Hubschrauber vom Himmel holt, mithilfe eines stationären MGs Feindesmassen niedermäht oder Ziele markiert, damit sie mit Raketen ausgeschaltet werden können. Sehr cool fand ich die längere Spielszene, in der ich mit einem Jeep einen Berg hinunter rasen und dabei feindlichem Feuer und Raketenbeschuss entkommen musste. Devil's Third schafft es trotz der immer gleichen Prämisse, dutzende an Feinden ausschalten zu müssen, durch neue Gegenden und deren Aufbau sowie auflockernde Einlagen doch irgendwie immer, über die Spielzeit hinweg frisch zu bleiben. So lauft ihr unter anderem durch ein Kanalisationssystem, eine japanische Touristenstadt nebst Tempel, eine Forschungsanlage und eine Armeeanlage. Abwechslung wird geboten, auch wenn sich die in einem Level vorhandenen Räume und Gänge doch mal wiederholen.

Den größten Spaß macht Devil's Third, wenn ihr mit jeder neuen Deckung an die Feinde heranhuscht, immer wieder welche mit gezielten Feuerstößen erledigt, nebenbei einen Schildtragenden Gegner mit einer Rakete aus der Panzerfaust in seine Einzelteile zerlegt und die letzten drei SOD-Soldaten dann mit der Nahkampfwaffe eurer Wahl brutal niederstreckt, nachdem ihr im vollen Lauf den Rutsch-Move aktiviert und noch im Rutschen zwei andere Feinde niedergeballert habt. Die Mischung der verschiedenen Möglichkeiten machts, denn jede für sich allein genommen ist nicht sonderlich spektakulär.


Das Spiel bietet massenweise Action und einige coole Szenen, jedoch fehlt es an Feinschliff.

Fazit Einzelspieler (4):
Devil's Third hat im Einzelspieler-Modus schon so einige Dinge, die einem das Spiel vermiesen können. Angefangen bei der teils wirklich miesen KI über die unfairen und/oder langweiligen Bosskämpfe bis hin zum allgemeinen Spielgefühl, das doch manchmal etwas krampfig und uninspiriert rüberkommt. Hier wurde einfach zu viel gewollt und in ein Paket gesteckt, jedoch der Feinschliff vergessen. Dabei bleibt Devil's Third jedoch immer spielbar und ich persönlich hatte viel Spaß an der Geschichte rund um Ivan und die SOD-Organisation, weil sie passenden B-Movie-Flair versprüht und durch kleine Einlagen wie die brachiale Fahrt einen Berg hinunter ab und zu etwas Abwechslung hineinbringt. Wer darauf steht, sollte es sich nicht entgehen lassen, mit Ivan die Welt zu retten.


Der Online-Modus

Spielt ihr online, geht es dank der Mischung aus Fern- und Nahkampf noch mehr ab. Als besonders cool blieb mir folgende Situation in Erinnerung: Ich liefere mir mit einem anderen Spieler einen heftigen Schwertkampf, wir rollen uns herum, schlagen zu, weichen zurück. Plötzlich kommt ein anderer Spieler angerannt und zückt ebenfalls seine Nahkampfwaffe. Als hätten sie es abgesprochen, taucht von der anderen Seite ein vierter Spieler auf und alle schlagen blind drauflos. Ich ziehe mich zurück, wechsle zur Knarre und schieße die Neulinge über den Haufen. Der Spieler, mit dem ich mich zuerst duellierte, kann dem Kugelhagel entkommen und greift mich erneut an, nur kann ich ihn diesmal blitzschnell fertigmachen. Eine Sekunde später werde ich niedergeschossen.

Erfolg und Niederlage liegen nah beieinander im Online-Modus von Devil's Third. Da ihr teilweise schon nach sehr wenigen Treffern erledigt seid, solltet ihr eure Umgebung immer im Auge behalten. Hier spielen euch aber die doch recht coolen Level einen Streich, denn es gibt immer und überall Höhenunterschiede, an allen möglichen Stellen könnt ihr hochklettern. So könnt ihr Spieler überraschen, indem ihr beispielsweise nicht um den Container herumrennt, sondern einfach auf ihn hinaufklettert und von oben ballert (oder mit gezücktem Schwert wieder hinunterspringt). Genauso gut werdet aber auch ihr immer wieder von plötzlich auftauchenden Feinden überrascht. Dies macht die Matches spannend und spaßig, weil man einfach nie weiß, was im nächsten Moment passieren wird.

Nehmt dann noch die erwähnte Mischung aus Fern- und Nahkampf dazu, und schon habt ihr schnelle, actionreiche Schlachten auf großen Karten, auf denen sich aber schnell gewisse Stellen als Treffpunkte herauskristallisieren und zu denen die Spieler fast schon automatisch rennen, wenn sie nach einem Tod wieder im Level abgesetzt wurden. Hier kann es aber etwas fies werden, denn mit Pech spawnt so ein Spieler genau bei euch und macht euch in der darauffolgenden kurzzeitigen Unverwundbarkeit fertig. Das könnt ihr aber natürlich auch ausnutzen, von daher gleicht sich das wieder aus.

Eine Karte wird dominiert von einem Haus im Rohbau, sodass man mehrere Stockwerke nach oben klettern kann. Eine andere ist im Grand Canyon gelegen und bietet damit enorme Höhenunterschiede. Oder ihr spielt in einem Hafen. Blöd wird es, wenn ihr unbedacht ins Wasser fallen und sterben könnt. Die Karten sind abwechslungsreich und riesig, sodass sie gerade mit vielen Spielern Spaß machen. Ich hatte während des Tests Momente, in denen nur vier Spieler auf ihnen herumgerannt sind, sodass man schon mal mit Pech eine gewisse Durststrecke hatte, bis man einen Gegner zu Gesicht bekam.

Gehen wir nun aber mal etwas tiefer in die Materie: Wenn ihr zum ersten Mal online spielen wollt, müsst ihr euch erst einmal einen Charakter erstellen. Die Möglichkeiten sind allerdings ziemlich limitiert, was das Aussehen angeht. Dann müsst ihr euch in den sogenannten Drill-Modi eure Sporen, sprich Erfahrungspunkte verdienen. Diese Modi bestehen aus herkömmlichen Deathmatches, einer eigenen Form von Capture the Flag, dem „Melonen-in-den-Mixer-werfen“-Modus und weiteren, die allesamt sehr abwechslungsreich ausgefallen sind. Lustig ist der Modus, in dem jeder Spieler ohne Knarre startet und nur eine Waffe im Level herumliegt. So seid ihr auf eure Nahkampf-Skills angewiesen, wenn ihr es nicht schafft, als erster die Waffe zu erreichen. Die normalen Modi, bei denen es Punkte für das Erledigen anderer Spieler gibt, wurden in der Testzeit jedoch mit großem Abstand bevorzugt.

Habt ihr Level 5 erreicht, dürft ihr euch einem Clan anschließen oder einen eigenen gründen. Als Clan-Mitglied nehmt ihr dann an Angriffen auf andere Clan-Basisstationen teil und verteidigt euer eigenes Hauptquartier, wenn es angegriffen wird. Hier gilt es dann, im feindlichen Lager eine Bombe zu legen und sie zu verteidigen oder die Anzahl an Leben des feindlichen Teams auf Null zu reduzieren. Als Verteidiger müsst ihr natürlich das Legen der Bombe verhindern oder ebenfalls dafür sorgen, dass die Angreifer keine Leben mehr haben. Euer gesetztes Ziel ist es, der stärkste Clan im jeweiligen Gebiet zu werden. Für Siege gibt es ordentlich Geld und Erfahrungspunkte, weswegen anzuraten ist, schon früh einem Clan beizutreten und an Angriffs- als auch Verteidigungsmatches teilzunehmen. Clan-Mitglieder erhalten außerdem in gewissen Zeitabständen automatisch Geld, sollte das in den Clan-Einstellungen so festgehalten sein. Ihr könnt eure Clan-Basis zudem mit weiteren Gebäuden ausbauen und Clan-Kämpfen als Söldner beitreten.

Die Kohle braucht ihr, um euch Waffen zu kaufen. Die anfangs erhaltene Trainingsknarre müsst ihr nämlich recht früh wieder abgeben, weswegen ihr euch beim Waffenhändler eindecken solltet. Ihr habt die Wahl aus verschiedenen Argumentationsverstärkern, darunter Maschinengewehre, Schrotflinten und Pistolen. Auch die unterschiedlichen Nahkampfwaffen müsst ihr mit Geld kaufen, wobei sich das Katana als besonders beliebt herausgestellt hat. Aber vergesst nicht, die neuen Waffen auch auszurüsten, sonst landet ihr unbewaffnet auf dem Schlachtfeld. Das ist mir natürlich nicht passiert...

Testet die Waffen beim Händler übrigens ausführlich, denn habt ihr erst einmal ein Paket gefunden, mit dem ihr gut umgehen könnt, gibt es keinen Grund neue zu kaufen. Geld bleibt aber weiterhin wichtig, denn Devil's Third hat in den Clan-Kämpfen eine interessante Mechanik eingebaut: Jede verschossene Patrone ist tatsächlich weg. Ihr müsst also irgendwann neue Munition kaufen, wenn ihr zu wild durch die Gegend ballert. Immerhin gibt es für gewonnene Schlachten und Level-Ups auch mal Kugeln als Belohnung. Ab und zu erhaltet ihr auch goldene Eier (sowie 30 Stück nach der Charakter-Erstellung), und hier kommen wir zu einem ärgerlichen Teil des Online-Modus'.

Nur mit diesen goldenen Eier nämlich könnt ihr weitere Ausrüstung kaufen, die euch unter anderem schnellere Wechsel zwischen Schwert und Knarre erlaubt oder euch widerstandsfähiger macht. Außerdem sind die besonders starken Extrawaffen, genannt X-Type, ebenfalls nur mit den goldenen Eiern zu erwerben. Und diese können schon mal sehr viele Eier verschlingen, wenn ihr sie freischalten und im Kampf einsetzen wollt. Glücklicherweise könnt ihr die goldenen Eier per Echtgeld kaufen. Nein, wartet, leider könnt ihr die goldenen Eier per Echtgeld kaufen. Denn es wurde im Test schnell deutlich, dass die X-Type-Waffen wirklich krass sind und euch einen großen Vorteil verschaffen. Wer also gleich zu Beginn weiteres Geld ins Spiel steckt, hat den anderen gut etwas voraus, was das Balancing zumindest im Release-Zeitraum doch ein bisschen kaputt machen könnte.

Viel mehr geärgert habe ich mich jedoch über die Platzierung der Rennen-Funktion. Nervt diese schon im Einzelspieler-Modus, wird es im Online-Modus kritisch: Ihr müsst nämlich den linken Stick hineindrücken, um das Rennen zu aktivieren. Das ging in der Hektik von Devil's Third aber zumindest bei mir regelmäßig schief, dann war mir oftmals nicht klar, ob ich das Rennen nun gerade aktiviert habe oder nicht. Das ist aber wichtig, denn nur im Rennen kann man den Rutsch-Move ausführen, mit dem sich Spieler fast immer überraschen lassen. Immerhin zielen sie mit ihren Waffen ja nicht auf den Boden, sondern zumeist in gerader Linie, sodass ihr wichtige Zeit gewinnen könnt, um als Sieger aus dem Feuergefecht hervorzugehen. Das Rutschen hilft auch, um vor Kugelhagel fliehend hinter eine Deckung zu gelangen. Ich jedoch duckte mich öfter unfreiwillig und wurde dadurch zum leichten Opfer, denn ducken und rutschen liegen auf demselben Knopf, dem rechten Stick. Und ja, auch das ist eher suboptimal gelöst.

Noch immer verwirrend finde ich den seltsamen Wechsel zwischen GamePad und Pro Controller, solltet ihr mit letzterem spielen. Denn wichtige Funktionen wie Persönliche Nachrichten, der Chat und anderes sind nur auf dem GamePad zu finden, werden aber weiterhin mit dem Pro Controller ausgewählt und nicht per Touch-Funktion, wenn ihr das handlichere Pad zum Spielen benutzt. Wollt ihr dann eine Nachricht in einen der Chats schreiben, müsst ihr die Eingabe doch über den Touchscreen vornehmen. Dann ist das GamePad ausgewählt, und ihr müsst erst wieder einen Knopf auf dem Pro Controller drücken, um ihn weiter einsetzen zu können. Klingt alles kompliziert und undurchdacht, und das ist es auch. An sich sind die Chats aber eine coole Möglichkeit, um mit Clan-Mitgliedern zu kommunizieren und sich in einem Spielmodus zu verabreden.

Unser Fazit

6

Überzeugend

Meinung von Pascal Hartmann

Online: Insgesamt ist der Online-Modus von Devil's Third sehr ambitioniert. Es stecken einfach so viele Ideen drin, dass es schade wäre, wenn all das aufgrund einer geringen Spieleranzahl nicht funktioniert. Im Test hat sich nämlich eines ganz klar gezeigt: Devil's Third funktioniert im Multiplayer nur dann so richtig, wenn möglichst viele mitmachen. Natürlich kann man auch mit wenigen Spielern rasante, actionreiche und wirklich spaßige Matches austragen, aber dann fällt ein Großteil des Spiels eben unter den Tisch. Darum müssen wir abwarten, wie sich all das entwickelt. Ärgerlich ist die Möglichkeit, goldene Eier per Echtgeld kaufen zu können, denn so können sich Spieler zumindest anfangs doch recht gute Vorteile verschaffen. Das hätte echt nicht sein müssen. Von den kleinen Unzulänglichkeiten in der Steuerung bleibt ihr auch hier nicht verschont. Gesamt: Da ich im Online-Modus den wichtigeren und größeren Bestandteil von Devil's Third sehe, wiegt dessen Wertung auch schwerer als die vom Einzelspieler-Modus. Online könnt ihr nämlich sehr viel Spaß haben, auch wenn die Steuerung etwas krampfig bleibt und die goldenen Eier per Echtgeld Spielern Vorteile verschaffen können. Dank der Clans und vielen abwechslungsreichen Modi gibt euch Devil's Third haufenweise Möglichkeiten, euch zu beschäftigen. Und wenn ihr einmal inmitten des Chaos' auf dem Schlachtfeld euren Mann/eure Frau gestanden habt, fühlt ihr euch nicht nur unglaublich toll, sondern werdet noch lange weiterspielen wollen. Doch erst die Zeit und die Anzahl an Spielern wird zeigen, ob das gesamte Potenzial entfaltet werden kann. Der Story-Modus fällt dagegen ab, aber ist für Freunde von B-Movies durchaus zu empfehlen. Und es müssen ja nicht immer auf Hochglanz polierte Spiele sein, wenn man mit den Fehlern leben kann.

Bestelle dir jetzt Devil's Third über unsere Onlineshop-Partner

Online kaufen

Communitywertung

18 User haben bereits bewertet

Auszeichnungen

Devil's Third hat von uns bisher keine Auszeichnung erhalten

Kommentare 34

Noch nicht angemeldet?

Du möchtest aktiv an unserer Community teilnehmen oder deine persönliche Spielesammlung bearbeiten? Dann melde dich bei uns an.

Jetzt anmelden

  • Mephiles

    Nowhere to Run

    Endlich ist der Test zum schlechtesten Spiel des Jahres da ^^
    Ich kann diesen Mr. I wear my sunglasses at night mit seinen hässlichen Tattoos nicht mehr sehen.

  • GuyinJapan

    Random Guy in Japan

    Hmm
    Ich hätte dem Spiel eine 7 gegeben :P Nicht wegen dem Single Player Modus, sondern wegen dem Online. Das Spiel bringt viel abwechslung im Vergleich zu den 0815 Shootern im Online, was es schon ein bisschen herausstechen lässt.


    Mir gefällt das Spiel :D

  • DanielNX

    Old School

    Das Review ist ok. Kann verstehen ,das der Single Player nicht jedermanns Sache ist. Und das es technische Mängel hat, ist nicht zu leugnen.
    Aber der Multiplayer, wie erwartet, macht ne Menge Fun.
    So ungefährt hatte ich die Wertung von Ntower erwartet. (hatte heimlich auf ne 7 gehofft :))
    Ich denke ich werde meinen Spaß haben mit dem Game.


    Nur eine Frage : Die goldenen Eier , die kann man doch auch durch fleißiges Spielen bekommen,oder ?

  • Splatterwolf

    Weg seit 1889

    Ich greife auch irgendwann zu.


    Wahrscheinlich ist das wieder so ein Spiel, was nur funktioniert, wenn man sich drauf einlässt und man mit den genau richtigen Erwartungen rangeht.


    Ich mache mir dann mein eigenes Bild, wenn sich die Scheibe in meiner Wii U dreht.

  • Devil1983

    Poweruser

    Ja. Das muss man selbst antesten. Ärgerlich finde ich aber, dass man sich durch Echtgeld noch Vorteile verschaffen kann. Ich finde, dass das eine Art von Cheaten ist. Sonst gebe ich dem Spiel mal eine Chance.

  • GameMaster-Madness

    Das wird ein FEST !
    Hätte es zwar ne 8 oder ne 9 gegeben aber sei es drum.
    Genau das was ich wollte bekomme ich !

  • Princess_Rosalina

    Turmfürstin

    Die Wertung ist hier noch viel zu hoch, wenn man das mal mit den anderen vergleicht :D


    Vielleicht für ein 10er, aber mehr ist dieses GameCube Spiel nicht Wert.


    Mephiles@
    Ich kann diesen Tattoo Fritz auch nicht mehr sehen. Damit kann man höchstens noch kleine Kinder beeindrucken :D

  • DarkStar6687

    Danke für den Test. Bin eigentlich in jeder Hinsicht bestätigt worden.


    Der Singleplayer ist generisch bis zum geht nicht mehr und bietet nichts, was andere vergleichbare Shooter nicht auch haben (zumindest wenn man auch andere Konsolen als die von Nintendo hat) mit ordentlich B-Movie-Flair.


    Der Multiplayer mag in der Theorie besser sein, aber die Mikrotransaktionen werden ihn komplett zerstören. Hab jetzt schon öfters gelesen, dass die X-Type Waffen unglaublich stark sind und man sehr viele Goldene Eier braucht um die freizuschalten. Die Eier kosten natürlich echtes Geld. Sowas ist klassisches Pay to Win wie in vielen anderen F2P-Shootern auch. Danke, aber sowas macht keinen Spaß.


    Dafür 60€ zu verlangen ist schon heftig, zumal es deutlich bessere Alternativen gibt, selbst auf der Wii U. Ich wollte es mir eigentlich holen wenn es billig ist, aber die Mikrotransaktionen gehen gar nicht und der Singleplayer...na ja, da spiel ich lieber nochmal Ninja Gaiden 3 Razor's Edge oder CoD BO II (Kein Scherz :ugly )

  • Notorminos

    Turmbaron

    Besser als erwartet. Aber ich werds mir wohl immernoch nicht kaufen. Vielleicht wenns mal billiger wird.
    Was mich an dem Titel abschreckt, ist vorallem die Tatsache, obwohl man fürs Spiel bezahlt, immernoch Sachen mit Echtgeld kaufen kann, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Das ist meiner Meinung nach eine Frechheit.

  • otakon

    Ssssssssswitch

    Hm.... Der Single Player klingt für mich echt gut und verrückt, wüsste nur gern Wielang der etwa ist.
    Der Multiplayer macht mir mit der echtgeld Option etwas Sorgen...
    Will es trotzdem gern kaufen aber erst nach meinem Urlaub.

  • Schnurres

    Meister des Turms

    Also Metascore von 29 derzeit und gerade Singleplayer wird in den meisten Reviews hart kritisiert. Quasi soll Multiplayer noch das beste am Spiel sei.... und einige Reviews weisen dann darauf hin, dass es eben diesen Teil als F2P für PC gibt.

  • gamecube

    Turmritter

    Mit wem habt ihr denn online gespielt, nur mit Japanern oder "regional" mit Redakteuren von allen anderen Newsseiten? :D

  • Mood28

    Turmritter

    Das Spiel hat einen Metascore von 36 ;)

  • Lunarbaw

    Let's Player aus Schland ^^

    Also der Single Player schockt nicht und der Multiplayer (der auf PC kostenlos ist), ist p2w. Nein danke, dafür gibts kein Geld von mir ^^

  • Dunnkare

    Hardcore Noob

    Tjo, mieser Singleplayer und P2W im Multiplayer - alles wie erwartet. Schade.

  • Mattze1138

    Turmritter

    Ich hole es mir morgen schon. :) Bei meinem Händler des Vertrauens kriege ich es schon nen Tag eher. Freue mich auch mal auf Wii U so ein ballerspiel zu haben. FSK 18, dazu Uncut und eben so ein brutales Game gibts für Nintendo Konsolen selten.

  • kakiss4

    Wenn ich das so durchlese hört sich das Spiel besser an als die Wertung^^

  • PercyJackson

    Turmbaron

    Hatte eig ein kleines Interesse doch dieses ist ja jetzt komplett flöten gegangen ^^ Gibt ja zum Glück genug alternativen (wenn man mehrere Konsolen hat)

  • Stilblüte

    Turmheld

    Heiliger Strohsack. Der Metascore schießt ja durch die Decke :ugly
    Wird trotzdem blind gekauft ... im Ausverkauf.

  • XenoKala

    Kazuma Kiryu

    Genau was ich erwartet habe ^^
    Ich hoffe Devil's Third schafft nach einen besseren Metacritic..

  • Icewulf

    Turmbaron

    Genau die Wertung, die ich erwartet habe. Eine höhere wäre schon fast eine Beleidigung ;)
    Ich freue mich auf das Spiel. So ein richtig schönes B- Movie Spiel hatte ich schon länger nicht mehr.

  • Trockenlink

    Phantom Thief

    Nix für mich. Schlechter Singleplayer ist schon mal sehr schlecht,da sich das Spiel eh nicht viele kaufen,wird der Multiplayer wahrscheinlich auch lame. Dazu kommen diese Goldenen Eier und KEINE deutsche Sprachausgabe.Ich kaufe mir da lieber als 2.Heimkonsole eine PS4,wo ich Uncharted spielen kann.

  • Repede

    Turmbaron

    Ich hatte mal wirklich Lust auf das Spiel, aber die ist schon länger davongeflogen. Für 10-20€ irgendwann mal, vielleicht. Den Mulitplayer am PC kann ich ja ausprobieren, wenn ich die Zeit finde.

  • Sheep-Lasagne

    Edit:


    Nene, nach weiteren Tests lass ich das mal lieber. Schade, hatte mich schon gefreut aber 60 Euro sind es mir nicht wert. Das ist ne menge Geld. Watch Dogs war schon so ein Fehlkauf, da lass ich es lieber.


    Diese goldenen Eier versaun ein aber auch alles. :thumbdown:

  • Sib

    Master of Desaster

    Das wird ein FEST !
    Hätte es zwar ne 8 oder ne 9 gegeben aber sei es drum.
    Genau das was ich wollte bekomme ich !


    Genau das was du wolltest? Sagtest du nicht, fit ist die Story wichtiger? Jetzt ist der MP besser und sagst jetzt, dass wolltest du?
    So kann man dich nicht ernst nehmen xD

  • GameMaster-Madness


    Genau das was du wolltest? Sagtest du nicht, fit ist die Story wichtiger? Jetzt ist der MP besser und sagst jetzt, dass wolltest du?
    So kann man dich nicht ernst nehmen xD


    WOW !
    Drehe es dir nicht so wie du willst !


    Ich stimme dem Text oben nicht zu musst du wissen.
    Also ich meine dass ich genau dass bekomme weil ich weiß wie der Story Modus ist und dass er bis zu 9 Stunden andeuern kann (kommt drauf an wie man spielt)


    Ich bekomme daher genau das was ich wollte.
    Der Multiplayer bleibt daher beiwerk.
    Dreh nicht immer alles so wie du willst mein Freund.
    Warum zitierst du jedes mal mich auch wenn du meine Meinung nicht magst ?
    Ignorier mich doch lieber davon hätten wir beide etwas. :thumbup:

  • Frank Drebin

    Spezielle Spezialeinheit

    Ich mag Shooter. Aber das Spiel hat mich nicht so richtig angesprochen. Der Test hat das dann leider bestätigt. Nichts für mich....

  • Xanoxy

    Turmheld

    Hatte eine schlechtere Bewertung erwartet, trotzdem ist mir das Spiel nicht so viel Geld wert.

  • Chris1981

    Summer is coming

    Die Wertung ist aber sehr gnädig. Bei den meisten anderen Reviews hat das Spiel viel schlechter abgeschnitten.

  • Mood28

    Turmritter

    Madness:


    Wieso hätte es denn von dir eine 8 oder eine 9 bekommen?
    Spielewertungen sollten auf Grundlage von Testbedingungen zu stande kommen.
    Wenn das Spiel nun mal Mängel hat, dann müssen sich diese eben auch in der Wertung wiederspiegeln.
    Du verstehst scheinbar nicht, dass deine persönliche Meinung inkl deiner Vorliebe eben kein "Testergebniss" darstellt.
    Eine Wertung basiert eben vor allem auf der handwerklichen Leistung des Produkts und ist ein Resultat die die Qualität von etwas darstellen soll.


    Und wenn DT eben schlechte Technik, Ruckler, Schlauchige Levels, dumme KI und Pappgegner mit hackeliger Schwertkampf-Steuerung bietet, dann ist das eben "nicht gut".
    Auch wenn du damit deinen Spaß hast. Dass kannst du sogar. Das ist dann aber dein Geschmack und kein Testergebnis.


    Verstehst du was ich meine?

  • WII-KINGer

    Turmheld

    Nintendos Antwort auf "Aliens - Colonial Marines". Nimm das SEGA :-)))

  • SAM

    Conkers bester Freund

    Habs gestern online angefangen und konnte die ganze nacht nicht aufhören, und das obwohl mir mein Schlaf heilig ist ;) Es macht einfach spaß! Auch der Einspieler Modus macht ne menge Laune wie ich finde. Euren Test könnte ich so unterschreiben die Mängel habt ihr gut zusammengefast! Im allgemeinen halte ich das Game aber für eine Runde sache vorallem die vielen verschiedenen Onlinemodes, Ranglisten und das Clan System werden mich noch viele Stunden beschäftigen. Und bei so einem Spiel muss man aufpassen wenn man einen Preissturz abwarten will, gerade solche nieschen Titel die sich schlecht verkaufen und in geringer Auflage produziert wurden steigen meistens eher im Preis. Ich wollte mir letztens dieses walking Dead Game für die U kaufen und finde es im Netzt nicht unter 60 € da sind die 49,95 die ich beim roten Markt für Devils Third gezahlt hab ja fast geschenkt ;)

  • kakiss4

    @Mood


    Tests spiegeln aber auch nur die Meinung des jeweiligen Redakteurs dar ^^
    Daher ist es wichtig den Text zu lesen und daher kannn es auch gut sein dass es bei ihm eine 8 oder 9 ist.


    Hätte ich in den 90ern auf Redaktionen gehört hätte ich wohl so manches Spiel auf dem Super Nintendo verpasst.
    Mystic Quest nehm ich mal als bekannteres Spiel dass eher schlecht bewertet wird aber durchaus Spaß macht.


    Für mich ist bei Devils Third nun ausschlaggebend dass die Bosskämpfe nicht so prickelnd sind, der Trash wäre mir sonst auch das Geld wert

  • Mood28

    Turmritter

    Nein ein Test sollte immer das Spiel neutral bewerten.
    Und DT ist neutral und nüchtern betrachtet einfach schlecht.


    Sharknado ist auch "schlecht" im klassischen Sinne.
    Mit Bier und Freunden kann man trotzdem damit Spaß haben....
    Trotzdem ist der Film "schlecht" gemacht. Effekte, Story und alles weitere.