Test zu Rayman: Raving Rabbids - TV Party - Wii

  • Deutschland Deutschland: Rayman: Raving Rabbids - TV Party
Plattform
Wii
Erscheinungsdatum
13.11.2008
Vertrieb
Ubisoft
Entwickler
Ubisoft
Genre
Party
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Unser Test zum Spiel: Rayman Raving Rabbids: TV Party

Von Holger Wettstein () Oh nein! Die Hasen sind zurück und diesmal haben sie unsere sowieso schon niveaulose TV-Landschaft erobert. Mit Rayman Raving Rabbids TV-Party koppelt Ubisoft direkt an den Vorgänger Rayman Raving Rabbids 2 an. Was die neue Hasenjagd mit sich bringt und ob der eher verwelkte Rayman mittlerweile überhaupt noch eine Rolle spielt, erfahrt ihr im folgenden Hasen- ...ähm Spieletest.

Wie schon gesagt stürmen die Hasen das Fernsehen. Gerade als unser vergessener Held Rayman dachte, er könnte einen entspannten Tag vor der Glotze verbringen, werden die Hasen von einem Blitz getroffen und finden sich plötzlich im Fernsehen wieder. Die Rabbids wären keine Rabbids, wenn sie diese Situation nicht ausnutzen und sämtliche TV-Sendungen terrorisieren würden. Diesmal seid ihr auf der Seite der Hasen und müsst euren Feind Rayman durch viele kleine Shows in den Wahnsinn treiben.

Wie im letzten Teil basiert das komplette Game auf partytauglichen Minigames. Doch diesmal wurde die Singleplayer-Schießbuden-Einlage komplett gestrichen. Da dies aber sowieso der schwächste Teil des Vorgängers war, kann man das schon verschmerzen. Im Hauptmenü findet ihr wieder die Modi Solo, Party, Training und Wettkampf. In der Solokampagne trifft man sofort auf das TV-Menü Raymans. Doch versucht erst gar nicht, die Einstellungen großartig zu verändern, denn die Hasen haben hier alles im Griff. Eine Woche lang wird das komplette TV-Programm von der Bande piratisiert. Das Fernsehprogramm hält die Fortschritte der verrückten Hasen fest. Schritt für Schritt kämpft man sich durch die Minigames und schaltet durch gute Punkte alles Stück für Stück frei. Blättert man zurück, kann man die Minispiele, die man bereits gespielt hat, wiederholen. Wird das Spiel beendet, wird der aktuelle Spielstand automatisch gespeichert. Im Party-Modus wählt man erst einmal die Anzahl der Spieler und die dazugehörigen Namen. Witzigerweise kann man seinem Namen einen individuellen Charakter-Titel verpassen. Von Fauler Knochen bis zum Schnulli ist hier alles vertreten. Dann wählt man aus den verschiedenen Punktemodi aus. Im Grundprinzip spielt sich die Party-Kampagne wie der Singleplayer-Modus, es gibt nur geringe Unterschiede. Der Sieger des aktuellen Spiels darf nämlich das nächste auswählen, und am Ende der jeweiligen Minispiele werden die aktuellen Punkte und Ränge angezeigt. Zwischen den ganzen Partygames kommt es auch zu überraschenden Zwischeneinlagen. Plötzlich seht ihr eine Einblendung und die Mitspieler können den momentan Spielenden sabotieren. Oder es tritt völlig unerwartet Werbung auf, in der man schnell genug mit der Wii-Fernbedienung zuschlagen muss, um einen Vorteil zu ergattern. Als nächsten Modus habt ihr den üblichen Trainingsbereich, in dem ihr völlig offen bereits erspielte Minispiele zocken könnt. Zu guter Letzt gibt es wieder einmal einen mickrigen Onlinemodus. In diesem so genannten Pimp My Rabbid Online-Wettbewerb muss man einen Hasen nach einem vorgegebenen Motto ankleiden. Hat man seinen Hasen konfiguriert, sendet man ihn per WiFi Connection an den Ubisoft-Server. Ihr habt jeweils eine Woche Zeit, euren Hasen einzuschicken. Und jetzt kommt das beschissene: Man kann nicht direkt auf der Wii sehen, ob man gewonnen hat. Mit einem speziellen Code für den individuellen Hasen muss man auf www.ravingrabbids-tvparty.com gehen, um zu sehen ob man gewonnen hat. Denn die Ergebnisse werden eine Woche nach der jeweiligen Wahl auf der Webseite präsentiert. Ansonsten habt ihr noch die Möglichkeit, die bereits aus dem Vorgänger bekannte Weltrangliste mit euren Daten zu bestücken. Auch diese kann man nicht im Spiel, sondern nur auf der benannten Internetseite ansehen. Alles andere als komfortabel gelöst!

Doch kommen wir zum Filet des Party-Krachers, den Minigames. Insgesamt beschert uns Ubisoft über 50 Minigames. Doch diese sind nicht immer komplett unterschiedlich. Oftmals wiederholen sich die Spielmechanismen, die grob in verschiedene Bereiche unterteilt wurden. Da gibt es zum einen den Guitar Hero Klon, in dem ihr hasenmanipulierte Songs von Britney & Co nachspielen müsst. Oder ihr flitzt mit einem ausgerutschten Tier über die Piste. Auch sehr cool sind die Tanzgames, in denen ihr bestimmte Bewegungen nachmachen müsst. Ebenso werden Spieleklassiker wie Tetris oder Filme wie Godzilla genial vergackeiert.

Die Steuerung geht mit Wii-Remote und Nunchuk zu 95 % perfekt von der Hand. Neu ist diesmal der Balance Board Support, der aber meiner Meinung nach wieder einmal nicht optimal gelungen ist. Die Spiele, in denen man auf dem Brett sitzt, klappen super und sind wahnwitzig, doch Renneinlagen, bei denen man im Sitzen nur die Füße auf das Board stellt, funktionieren einfach nicht so gut. Dafür ist Nintendos Wunderbrett einfach zu unsensibel. Auch dass man vor jedem Minispiel das Balance Board neu kalibrieren muss ist absolut nervig. Trotzdem hat man ja immer die Qual der Wahl und kann zur normalen Steuerung greifen.

Insgesamt gesehen ist der Singleplayer-Modus durch das Erobern der Minigames zwar motivierender geworden, doch der Multiplayer-Bereich ist einfach unschlagbar. Hier kann man so einige witzige Stunden mit Freunden verbringen. Nur hätte ich endlich mal gern einen richtigen Onlinemodus. Hasen! Erobert endlich das Internet!

Gegenüber dem Vorgänger macht die neue Hasenschlacht keine großen Sprünge. Die Minigame-Engines sind weitgehend auf dem gleichen Niveau, und an der generellen Grafikpower haben die Pariser Ubisoftler nicht geschraubt. Stattdessen hat man ein bisschen am Styling gearbeitet und die Rabbids mehr in Richtung 2D-Comic verfrachtet. Auch die vorgerenderten Zwischensequenzen sind in jeder Hinsicht gelungen. Einen 16:9 Modus gibt es trotz der TV-Übernahme der hungrigen Hasen übrigens immer noch.

Und wieder einmal werden sämtliche Klassiker durch den Kakao gezogen. Von Britney Spears über Born to be Wild bis hin zum Tetris-Soundtrack wird alles "Hasifiziert". Die grausam knuddeligen Hasenschreie untermalen den schrägen Humor wieder einmal perfekt und sorgen für einige Lacher. Weinen müssen nur Dolby-Fans, die auch diesmal keinen Support für die Boxen erhalten.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Rayman: Raving Rabbids - TV Party

Meinung von Holger Wettstein
Ein neues JAAAAHR, ein neues WHAAAAR! Nur diesmal infizieren unsere kultigen Raving Rabbids den Televisions-Sektor. Der neueste Teil knüpft gnadenlos an seine Vorgänger an und bügelt dabei leider auch kaum Schwachstellen weg. Die nicht immer optimal funktionierende Steuerung, den peinlichen Onlinemodus und den nur minimal verbesserte Singleplayer-Modus kennen wir schon vom letzten Mal. Wer aber einen absoluten Partykracher für die nächste Silvester-Party sucht, sollte schleunigst zugreifen. Denn im Multiplayer-Modus ist Rayman Raving Rabbids wie immer eine einzige, geniale spaßige TV-Party!