Unser Test zum Spiel: Color Zen Kids

Als Kind habe ich immer gerne gemalt und ich denke, dass es euch bestimmt auch so ging. Farben spielten damals eine ziemlich große Rolle, egal ob beim Zeichnen, bei Brettspielen oder der Kleidung – je bunter, desto besser. Im Bereich der Videospiele gibt es deswegen mittlerweile viele Anwendungen und Spiele, die Kindern den Umgang mit Farben spielerisch vermitteln. Dazu gehört auch Color Zen Kids, das ich mir einmal genauer angesehen habe. Wie es mir beim Puzzeln erging, erfahrt ihr im folgenden Test.


Die Formen sehen niedlich aus, müssen aber aufgelöst werden. Dazu verbindet ihr die passenden Farben miteinander.

Insgesamt 120 Farb-Puzzles gibt es in Color Zen Kids zu lösen, die allesamt nach einem einfachen Prinzip aufgebaut sind. Typische Tiermotive, die aus verschiedenen Formen und allerlei Farben bestehen, müssen ineinander geschoben werden. Dabei muss man sich allerdings an bestimmte Regeln halten. Mit dem Touchpen könnt ihr die geometrischen Formen bewegen. Dabei können aber nur diejenigen zusammengeführt werden, die dieselbe Farbe haben. Sobald ihr also eine Form in eine andere hineingleiten lasst, nimmt der Hintergrund des gesamten Bildes die entsprechende Farbe an und die passenden Formen dazu verschwinden. Übrig bleiben die restlichen Formen in den anderen Farben, die ebenfalls aufgelöst werden müssen. Das Ziel eines jeden Levels besteht darin, alle Formen so aufzulösen, dass am Ende der Hintergrund dieselbe Farbe wie die des Rahmens einnimmt.

Das Konzept ist also einfach gestrickt und damit auch für die Zielgruppe verständlich. Wirklich schwierig werden die Rätsel mit der Zeit aber nicht. Wer also richtig gefordert werden möchte, ist bei diesem Spiel an der falschen Adresse (es wartet ja aber auch noch das normale Color Zen im eShop auf einen Download). Für mich wurde das Spiel deshalb auch schnell eintönig, was einfach daran liegt, dass es auf Kinder ausgerichtet ist. Deshalb habe ich mich bemüht, mich in die Lage der Zielgruppe zu versetzen, auch wenn ich denke, dass selbst als Kind für mich aus Color Zen Kids die Luft schnell raus gewesen wäre. Die einzigen Schwierigkeiten, die sich ergeben, sind beispielsweise übriggebliebene Formen am Ende, die man nicht mehr auflösen kann. Oder man hat schlichtweg die falsche Reihenfolge gewählt, wenn der Hintergrund am Ende nicht mit dem Rahmen übereinstimmt. Ein bisschen Köpfchen ist also schon gefragt, allerdings können Level auch übersprungen und später erneut gespielt werden.

Was Color Zen Kids von seinem Pendant Color Zen unterscheidet, sind vor allem die auf jüngere Spieler abgestimmten Formen. Dabei handelt es sich um zahlreiche Tiere wie einen Marienkäfer oder einen Fisch, die in bunte Teile gesplittet sind. Das mag für Kinder deutlich motivierender sein, als mit reinen geometrischen Formen zu arbeiten, allerdings stellt das keinen Unterschied im Gameplay dar. Im Vergleich zur Standardversion bietet die Kids-Variante einen deutlich geringen Spielumfang mit 120 statt 460 Levels, die es zu lösen gilt. Wer sich das alles nun durch den Kopf gehen lässt, wird bestimmt vermuten, dass es schnell durchgespielt ist. Das kann ich nur bestätigen, denn lange dauert es nicht, bis alle Levels in Color Zen Kids geknackt sind.

Die Wii U-Version ist dabei identisch mit der 3DS-Fassung des Spiels. Sie bietet lediglich höher aufgelöste Grafiken, die jedoch bei den einfachen Formen und Farben nicht ins Gewicht fallen. Der Spielumfang bleibt in beiden Versionen derselbe, genauso wie die Steuerung. Auf dem GamePad lassen sich per Touchpen die Figuren ineinander schieben, während man auf dem Fernseher und dem GamePad dasselbe Bild geboten bekommt. Optisch ist Color Zen Kids also sehr simpel gestrickt. Auch die musikalische Untermalung ist einfach gehalten und die Sounds und Hintergrundmelodie passen dabei stets zum Gameplay.


Auch unter dem Meer müssen Puzzles gelöst werden. Am Ende muss das gesamte Bild grün wie die Umrandung sein.

Unser Fazit

6

Überzeugend

Meinung von Daniela Schlögel

Die Farben- und Formenspielerei Color Zen Kids ist auf jüngere Spieler ausgelegt. Die Puzzles mit den Tierformen machen zwar Spaß, können aber nicht auf lange Dauer motivieren. Das sorgt dafür, dass man sich schnell sattgesehen hat. Außerdem spricht der geringe Umfang nicht gerade für das Spiel, zumal die Standardvariante mehr als doppelt so viele Levels bietet. Solltet ihr also schon aus dem Kindesalter herausgewachsen sein, solltet ihr euch lieber bei ähnlichen Vertretern des Genres umschauen.

Die durchschnittliche Leserwertung

1 User hat bereits bewertet

Kommentare 1

  • theJam

    Turmritter

    Muss irgendwie fies sein, man gibt sich mühe für ein Test und keiner kommentiert es :/ aber zum Spiel, es sieht ziemlich interessant aus, aber ich würde mir das jz eher net kaufen