Unser Test zum Spiel: Zoo Hospital

Tiere selbst sind und bleiben immer eine Faszination für sich. Aber wie uns Menschen geht es auch ihnen mal nicht ganz so gut. Und dass die Wii-Remote sowie der Nunchuk gut als Operationsinstrumente dienen zeigten schon andere Spiele auf der Wii. Nun soll das Zoo Hospital von Majesco auch alle Wii- und Tierliebhaber voll auf ihre Kosten kommen lassen. Denn ihr betreut nicht nur einen Zoo, sondern müsst massig Tiere behandeln und wieder gesund pflegen. Ob das Spiel eine echte Konkurrenz oder eine Nullrunde ist, erfahrt ihr im Review-Bericht zu Zoo Hospital.

Kaum gestartet, schon beginnt euer Job als Tierpfleger. Ihr beginnt in einem Zoo, der von einem nicht gerade freundlichen Typen tyrannisiert wird, der das Heim der Tiere für einen Minigolfplatz plätten will. Ihr befindet euch in einer misslichen Lage und sollt auch direkt Hand anlegen. Denn einigen Tieren geht es nicht gut und ihr seid der letzte Mann, der sie noch heilen kann. Anfangs beginnt ihr mit Tieren wie einem Mandrill oder einem Kamel. Da dies eure ersten Schritte als Tierarzt sind, werdet ihr von der Inhaberin des virtuellen Ladens begleitet. Sie erklärt euch alle wichtigen Dinge sowie Instrumente, die ihr während eures Abenteuers benötigen werdet. Neben bekannten Utensilien wie einer Zange oder einer Spritze mit Ampullen gibt es auch Laseroperationen und vieles mehr. Damit ihr nicht auf verlorenem Posten steht, ist das erste Kapitel als Tutorial anzusehen. Denn jeder Schritt wird euch erklärt. Eigentlich kann und sollte da nichts schief gehen. Jedoch gibt es einen Fehler, der allgemein für Ratlosigkeit sorgen dürfte. Ihr müsst des Öfteren die Spritzen mit Impfmitteln oder ähnlichem auffüllen und laut Erklärung sollt ihr diese voll aufziehen. Nach mehreren erfolglosen Versuchen stellt man jedoch fest, dass die angezeigte Linie, die übrigens nach gut einer halben Ladung erreicht wird, schon als "voll" gilt. Bis ihr diesen Fauxpas überwunden habt, können schon einige Spielminuten vergehen. Wollt ihr mal wissen, wie es welchem Tier geht, wird der gesamte Zoo in einer Übersichtskarte dargestellt. Jedes Tier hat sein eigenes Gehege und eine Anzeige spendiert bekommen. Diese zeigt euch die aktuelle Laune sowie das Wohlbefinden an. Blinkt das jeweilige Logo rot, müsst ihr als Tierarzt eingreifen. Ist es jedoch blau, sollten weitere Nachforschungen eingeleitet werden.

Wie bei uns Menschen fühlen sich auch Tiere nicht sonderlich wohl, wenn man ihnen zu Leibe rückt. Deswegen wird euch jederzeit ein Fenster offenbart, welches die Laune des Tieres anzeigt. Von ganz ruhig bis "es hat die Nase voll" ist alles dabei. Denn dies ist ein wichtiger Faktor, der euer Abschneiden nach jeder Operation in die Höhe treiben bzw. in die Tiefe fallen lassen kann. Hinzu kommt noch die Geschwindigkeit. Je schneller ihr die OP abschließt, desto besser der Abschluss. Dieser wird übrigens von A bis F bewertet. A steht für sehr gute Dienste, F dagegen für durchgefallen. Für außerordentliche Leistungen gibt es noch die S-Medaille. Diese erhaltet ihr jedoch nur, wenn ihr perfekt und schnell gearbeitet habt. Insgesamt erhaltet ihr nach und nach immer mehr Medaillen, die euren prozentualen Fortschritt steigen lassen. Um noch schneller fort zu schreiten, gibt es noch einen 2 Spieler Modus, welcher nach gut 2 Stunden Spielzeit freigeschaltet wird.

Jedoch fällt die Auswahl an Erkrankungen relativ gering aus und somit auch der Variantenreichtum der Operationen. Neben einfachen Fällen wie Wunden abtupfen und diese wieder zusammennähen müsst ihr auch Fremdkörper aus dem Magen entfernen oder Viren bekämpfen. Die meisten Eingaben fallen über die Wii-Remote aus. Diese wird zum Multifunktionswerkzeug. Müsst ihr zum Beispiel dem Tier einen Zahn ziehen, dient die Bewegungsteuerung dazu, den einen Beißer zu lockern und letztendlich zu entfernen. Weitere Schritte wie das Ausrichten eines Lasers erfolgen ebenfalls über die Pointer-Funktion. Damit ihr schnell und einfach die Werkzeuge wechseln könnt, solltet ihr den Nunchuk benutzen. Über den Analog-Stick könnt ihr problemlos die Gegenstände austauschen. Nach wenigen Hand- und Eingriffen erfolgen die Eingaben sehr fix und gehen in Fleisch und Blut über. Jedoch kommen stellenweise Rätsel über die Nutzung bestimmter Geräte auf, die man erst durch ausprobieren entdeckt. Schade, dass das nicht genauer erläutert wird. Denn so widerfährt dem Spieler der eine oder andere Frustmoment.

Natürlich sind Operationen nicht alles. Während der (erfolgreichen) Operationen wird die Geschichte vorangetrieben und ihr bekommt mehr Tiere zu Gesicht. Insgesamt gibt es 48 Tierarten zu bestaunen. Damit diese auch immer gute Laune haben, solltet ihr sie ab und zu besuchen. Wollt ihr beispielsweise wissen, was ein Känguru am liebsten isst, könnt ihr problemlos in das Wissensbuch schauen und euch dort alle Infos abholen. Jedes neu dazugewonnene Tier wird dort eingetragen und ist jederzeit verfügbar.
Immer öfter leidet die Wii unter einer schlechten Grafik-Engine der Third Party Produkte. Auf dem ersten Blick mag das auch bei Zoo Hospital der Fall sein. Jedoch folgt ein zweiter Blick in die Gehege für ein erleichtertes Auge. Die Tiere werden hübsch dargestellt und kommen angenehm rüber. Auch die Gehege und Bewegungen sehen gut aus. Insgesamt befindet sich das Game in Sachen Grafik auf einem guten Wii-Niveau. Somit ein ordentlicher Plus-Punkt für die Endbewertung.

Natürlich darf ein Schimpanse nicht wie eine Eule klingen und umgekehrt. Hier hat die Abteilung der Ton-Synchronisation recht ordentliche Ergebnisse abgeliefert. Egal, in welcher Lage sich ein Tier befindet, man kann schnell heraushören, ob man sich hier beispielsweise um einen Vogel kümmert oder ein Affe röchelnd auf der Bank liegt.

Unser Fazit

6

Überzeugend

Meinung von Daniel Pohl

So viel vorweg: Wer ein Tierliebhaber ist und gerne rumdoktort kann bedenkenlos zugreifen. Gerade die jüngeren Spieler haben Freude damit. Wieso? Durch den recht leichten Schwierigkeitsgrad und der wiederholenden Vorgehensweisen innerhalb der Operationen besteht keine große Lernkurve. Wenn Erwachsene ein interessantes Spiel für zwischendurch suchen, dürfen sie ruhig einen Blick wagen. Denn auch der 2 Spieler Modus dient dazu, seinem Sohn oder seiner Tochter zu helfen. Wer es schwieriger mag und lieber an virtuellen Menschen Hand anlegt, sollte zu Nintendos Krankenhaus-Serie Trauma Center greifen.

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