Unser Test zum Spiel: Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls

Menschen der jüngeren Generation und Zuschauer des Kinder-Senders Nick kennen wohl den Dschungel-Jungen Tak und seine Abenteuer. Nun gibt es den vierten Teil für die Videospielkonsolen, unter anderem auch für die Wii. Ob das Spiel selbst mich begeistert konnte oder ich letztendlich nur aus Langeweile aus dem Stuhl gekippt bin, könnt ihr in diesem Review nachlesen.

Im Abenteuer-Modus verfolgt ihr eine kindgerechte Story, die sich einzig und allein rund um Tak, den Dschungeljungen, dreht. Er lebt mit seinem Volk, den Pupununen, zusammen und ist einer der wenigen, der Zauberkraft besitzt. Er ist auch noch der Lehrling seines Onkels, der der Schamane des Stammes ist. Sein Verwandter ist nicht nur ein Meister der Magie, sondern auch der einzige, der die Macht des Juju verteilen darf. Nach einer misslungenen Aktion im Schrein zerstört er leider unfreiwillig einen Kristall, welcher die Juju-Geister freisetzt und somit das gesamte Dorf in Angst versetzt.

Nun ist es eure Aufgabe, mit Tak die jeweiligen Geister wieder dorthin zu führen, wo sie sich anfangs befanden. Und zwar im Schrein, um genauer zu sein im Kristall. Im typischen Jump'N'Run-Stil hüpft ihr durch verschiedene Territorien und besiegt üble Schurken. Damit aber die Abwechslung nicht zu kurz kommt, hat jeder der Juju-Geister ein ganz anderes Schema. So besteht zum Beispiel eines der riesigen Monster nur aus Schleim oder auch flüssigem Käse. Bevor ihr jedoch aufbrechen könnt, müsst ihr dem jeweiligen Wächter der Welt gerecht werden. Dazu müsst ihr kleine Minispiele absolvieren, die relativ leicht sind und euch bei erfolgreichem Abschluss eine neue Magie verleihen, die ihr jedoch nur dort einsetzen dürft. Befindet ihr euch im Inneren des riesigen Monsters, werden Tak während der vielen Hüpfpassagen kleine Rätsel in den Weg gelegt, die ihr lösen müsst. Für Kinder im jungen Alter könnte vielleicht das eine oder andere zu schwer ausfallen. Ein routinierter Spieler ist jedoch eindeutig unterfordert. Die Endbosse sind auch sehr leicht ausgefallen. Die Lösungen sind immer auf das jeweilige Schema bzw. dem Zauber ausgelegt und lassen sich relativ fix durchschauen.
Solltet ihr mal in einen Abgrund fallen, ist das kein tragischer Verlust. Denn im Vergleich mit anderen Jump'N'Runs hat euer Protagonist unendlich viele Leben. Auch die Speicherfunktion wird hier sehr oft geboten. Die sogenannten Checkpoints erscheinen immer und immer wieder und somit grenzt es schon fast an Misstrauen der Entwickler, welche uns Spielern keine längeren Abschnitte zutrauen möchten. Ein weiterer Kritikpunkt ist der Widerstand der Gegner, die ihr im Spiel trefft. Fast alle erbringen kaum Gegenwehr und sind somit reines Futter für Taks Zauberstab. Nach einigen Kämpfen wirkt das gesamte System recht öde und fad und lässt das Zockerherz nicht unbedingt höher schlagen. Schade drum. Leute, die es gerne mit Details und Geheimnissen aufnehmen, können sich in den Welten auf die Suche nach den sogenannten Nunu-Teilen begeben. Es gibt jeweils acht Stück pro Level und sie schalten Goodies in Form von Bildern frei.

Gesteuert wird das ganze mit der Wii-Remote und dem Nunchuk. Der Analog-Stick dient dazu, den kleinen Tak durch seine Abenteuer zu jagen. Weitere Befehle wie zum Beispiel der Sprung werden durch die A Taste ausgeführt. Attacken könnt ihr mit B ausführen; dann schlägt Tak mit seinem Zauberstab um sich und erledigt somit Gegner oder aktiviert Schalter. Aber was wäre ein magischer Zauberstab ohne Magie? Während eures Abenteuers sammelt ihr Kugeln ein, die eure Magieleiste steigen lassen. Ist diese voll und blinkt, könnt ihr mittels Digi-Pad einen Zauberspruch herbeirufen und das Ergebnis ist, dass alle Gegner auf dem Bildschirm mit einem Feuer erledigt werden. So ist der Weg frei für neue Abenteuer. Die Kugeln werden euch in zwei verschieden starken Ausführungen begegnen. Die blauen füllen die Leiste ein wenig auf, wobei euch die roten mehr Magie zurückgeben.

Wie schon ein paar Zeilen eher erwähnt, ist der Schwierigkeitsgrad zumindest in den ersten 1 1/2 bis 2 Stunden erschreckend niedrig. Für Kinder höchst erfreulich, für Zocker der älteren Generation ist das jedoch nur eine mehr als simple Trainingseinheit und somit können selbst Non-Gamer Erfolge feiern. Jedoch steigt danach das Niveau. Auch in Sachen Rätseln. So gibt es Schieberätsel, die ihr mittels der Magie in die richtige Position steuern müsst.

Die Kinderserie ist 3D-animiert und somit auch das Videospiel. Wo die Videosequenzen noch hübsch anzusehen sind, wirken die Umgebungen der Level zumeist recht trostlos und polygonarm. Auch die Framerate wurde von der Playstation 2 Fassung übernommen und somit wirkt auch die Wii Fassung etwas träge; gerade bei der Kamera, wenn sich diese mal bewegt. Eigene Verbesserungen sind in dieser Weise nicht möglich. Jedoch sind die Animationen stets flüssig und sorgen so für keine schlechten Gemüter. Auch hier wird der 60 Hz-Modus mitgeliefert. Freunde eines HDTV-Geräts können den Titel auch in HD genießen.

Natürlich darf in einer Kinderserie keine gute Synchronisation fehlen. Diese wurde auch im Spiel mit übernommen und klingt ziemlich gut. Auch der Held zeigt hin und wieder mal seine sarkastische Seite, wenn er diverse, mehr oder weniger gutmütige Monster trifft, die ihm helfen wollen. Ingesamt bietet die Soundkulisse trotzdem ein bisschen zu wenig und mindert somit den Gesamteindruck.

Unser Fazit

5

Für Genre-Fans

Meinung von Daniel Pohl

Freunde des Genres können im eigentlichen Sinne nichts mit dem Titel falsch machen. Nur gibt es Negativ-Punkte wie der viel zu niedrige Schwierigkeitsgrad und die matschigen Texturen. Jedoch können Kinder mit einer helfenden Hand seitens der Eltern viel Spaß mit dem Titel haben. Erfahrene Zocker werden jedoch komplett unterfordert.

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