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Mit Pokémon Sonne und Mond die Reise eures Lebens antreten

Von Niels Uphaus ()
Es ist der Sonntag vor Abgabe des Spieletests für Pokémon Sonne und Mond. Eben erst habe ich einen Text fertiggestellt, der jedes neue Detail ausführlich beschreibt. Die Zahl der Wörter war dabei aber so umfangreich, dass sich die meisten entweder über zu viele Spoiler beschweren oder direkt zum Fazit scrollen. Mache ich es also so, wie es die Bewohner von Alola machen würden. Völlig frei ohne Sorgen und mit viel Spaß. Genau so lassen sich die neuesten Abenteuer von GAME FREAK wohl am besten beschreiben. Herzlich willkommen beim Review zu Pokémon Sonne und Mond.

Dieses Hotel konnten wir auf dem ersten Artwork zu Pokémon Sonne und Mond sehen.

Schon direkt zu Beginn trefft ihr in einer Videobotschaft auf Professor Kukui, der euch darüber aufklärt, dass ihr in die tropische Region Alola zieht. Ihr selbst stammt aus der fernen Kanto-Region. Alola ist eine Inselkette, die aus vier verschiedenen Eilanden besteht und von Hawaii inspiriert wurde. Nachdem ihr angekommen seid und die ersten Charaktere kennen gelernt habt, ist es an der Zeit für euer Starter-Pokémon. Ihr habt die Auswahl zwischen dem Pflanzen-Pokémon Bauz, der Feuerkatze Flamiau und dem Wasser-Starter Robball. Euren ersten Kampf tretet ihr kurz darauf gegen Tali an, euren neuen Rivalen, der nur aus Spaß kämpft und Niederlagen recht locker sieht. Er selbst hat bereits vorher den Starter ausgewählt, der schwach gegenüber eurem ersten Pokémon ist. Das macht es einfach, gegen ihn zu bestehen. Am nächsten Tag trefft ihr wieder aufeinander, dieser Mal zu Ehren des Schutzpatrons der Insel Mele-Mele, Kapu-Riki. Dort erfahrt ihr auch die Aufgabe für euer Abenteuer. Die Inselwanderschaft ist eine Reise, die alle 11-jährigen Pokémon-Trainer antreten, um stärker zu werden. Auf den verschiedenen Eilanden leben Captains, die euch vor verschiedene Herausforderungen stellen. Am Ende einer solchen Aufgabe kämpft ihr gegen ein Herrscher-Pokémon, eine stärkere (und größere) Version eines heimischen Pokémon. Habt ihr alle Insel-Herausforderungen gelöst, tretet ihr gegen den Inselkönig bzw. die Inselkönigin an. Doch wo sind die Arenen, die bisher in jeder Generation anzutreffen waren? Tja, Arenen gab es noch nie in der Alola-Region. Sie passen einfach nicht zum Lifestyle der Bewohner der Inseln. Die Wanderschaft ersetzt das Konzept komplett.

Doch wie genau sieht eine Herausforderung eines Captains eigentlich aus? Nehmen wir uns zwei völlig zufällig gewählte Beispiele. Ein Captain möchte von euch, dass ihr in einem abgetrennten Waldstück verschiedene essbare Items findet. Die Gegenstände sind versteckt, dank dem PokéMobil-Pokémon Bissbark (zu dem Feature komme ich später) könnt ihr Items jedoch relativ einfach aufspüren. Doch nicht jedes Item wird in dem Rezept erwähnt. So kann es passieren, dass aus dem gesuchten Item schnell Unkraut oder ein wildes Pokémon wird, das euch angreift. Die fertige Mahlzeit lockt dann das Herrscher-Pokémon an. Eine weitere Herausforderung findet auf einem Vulkan statt. Der dortige Captain hat mehrere Knogga, die leidenschaftlich gerne tanzen. Sie führen euch einen Tanz vor, dessen finale Pose ihr euch merken müsst. Dann tanzen sie erneut. Eure Aufgabe ist es, den Unterschied zu erkennen. Habt ihr eine Prüfung abgeschlossen, werden Barrieren auf der Oberwelt entfernt, so dass ihr Alola weiter erkunden könnt.

Natürlich soll eure Reise durch Alola sich nicht nur um die Inselwanderschaft drehen. Ihr erkundet auch die vielen Städte und Routen, Höhlen und Gebäude. Ihr sprecht mit etlichen NPCs, die euch alle etwas zu erzählen haben und euch unter Umständen sogar Items und andere nützliche Dinge schenken. Doch nicht nur das. Manche Personen haben auch Aufgaben für euch. Das Pokémon Guma beispielsweise landet oft unfreiwilligerweise am Strand in der Nähe eines Hotels. Für die Betreiber natürlich ein Ärgernis. Es ist eure Aufgabe, die Guma wieder zurück ins Wasser zu befördern. Dafür erhaltet ihr Poké-Dollar. Bei einer weiteren Aufgabe helft ihr einem Mann, seine Velursi, die abgehauen sind, auf einer Route wiederzufinden. Keine der Aufgaben ist wirklich fordernd, doch die Interaktion mit den Pokémon außerhalb von Kämpfen lässt die Welt noch lebendiger wirken. Und das ist nicht alles. Überall seht ihr die Taschenmonster an der frischen Luft. Das hohe Gras ist nicht mehr die einzige Heimat der Pokémon. Sie sind überall.

So sehen Pokémon-Kämpfe in der siebten Generation aus!

Kommen wir nun zu den Pokémon-Kämpfen. Das allgemeine Konzept will ich nur kurz anschneiden. Pokémon können bis zu zwei von insgesamt 18 Typen haben, die alle gegenüber anderen Typen Stärken und Schwächen haben. Pokémon haben unterschiedliche Level und Attacken, die euch helfen sollen, die gegnerischen Pokémon, seien sie wild oder von Trainern, zu besiegen. Sonne und Mond haben das Kämpfen nie einfacher gemacht. Habt ihr ein Taschenmonster bereits einmal gesehen, wird euch bei der Auswahl der Attacken angezeigt, ob euer Angriff sehr effektiv, effektiv, nicht effektiv oder wirkungslos ist. Ich spiele die Pokémon-RPGs seit 2001, doch selbst heute kann ich mir nicht alle Typenstärken und -schwächen merken. Eine tolle Neuerung. Ebenfalls toll ist die Option, ein wildes Pokémon zu fangen, ohne in das Items-Menü zu gehen. Dazu drückt ihr die Y-Taste, um direkt einen Ball auszuwählen. Doch seid gewarnt. Die Auswahl erfolgt separat der anderen vier Optionen Kampf, Items, Pokémon und Flucht. Drückt ihr ausversehen beim nächsten Mal die A-Taste, kann beispielsweise die Kampfoption ausgewählt werden. Ich habe so schon öfter ausversehen ein Pokémon besiegt, das ich eigentlich fangen wollte. Eine weitere coole Funktion bekommt ihr angezeigt, wenn ihr auf dem unteren Screen eines der im Kampf befindlichen Pokémon anklickt. Dann wird euch angezeigt, wie sich die Werte wie Angriff und Verteidigung über die Zeit verändert haben. Wurde euer Angriffswert durch verschiedene Statusangriffe verringert oder erhöht, könnt ihr dies über diese Option einsehen und müsst euch das Ganze nicht merken. Wisst ihr nicht, wie stark eine Attacke ist, könnt ihr die Beschreibung direkt im Kampfbildschirm anzeigen lassen.

Pokémon-Kämpfe sahen noch nie besser aus. Die Animationen der verschiedenen Attacken wurde neu designt und auch die Bewegungen der Pokémon wirken noch realistischer. Zusätzlich sind die Hintergründe der Kämpfe deutlich detailreicher und passen sich der Umgebung, in der ihr seid, an. Auch die Kreise unter euren Pokémon sind verschwunden. Am coolsten ist jedoch, dass die Trainer nun ebenfalls im Kampf zu sehen sind. Jede Trainerklasse (es gab noch nie so viele) hat ihre eigenen Animationen. Sie denken nach und zeigen an, wenn sie einen Angriff ausgewählt haben. Das Ganze wirkt so, ja, man kann schon fast realistisch sagen. Dieses visuelle Upgrade hat jedoch seinen Preis. Der 3D-Effekt des Nintendo 3DS wurde endgültig aus dem Geschehen verbannt. Müsste ich mich jedoch für eines entscheiden, würde ich immer das Kampf-Design von Sonne und Mond bevorzugen. Doch bevor wir zum nächsten Punkt gehen, muss ich den für mich größten Kritikpunkt der gesamten Spiele nennen. Wilde Pokémon können beliebig oft nach Hilfe rufen. Haben sie Erfolg, taucht ein Pokémon der gleichen Art im Kampf auf, das es dann ebenfalls zu besiegen gilt, bevor man das andere Taschenmonster fangen kann. Und hat man es besiegt, kann das erste Pokémon nochmals nach Hilfe rufen. Und nochmals. Und nochmals. In einer Situation wollte ich ein einzelnes Pokémon fangen. Das hat fast zehn Minuten gedauert, weil es immer wieder nach Hilfe gerufen hat. Hilfe kommt zwar nicht garantiert, aber die Quote ist gefühlt recht hoch.

Ein Pokémon-RPG hat natürlich auch immer eine Story. Das ist bei der siebten Generation nicht anders. Dieses Mal wird jedoch auf In-Game-Zwischensequenzen gesetzt. Es ist beeindruckend, was diese Änderung ausmacht. Die verschiedenen Charaktere begleiten euch über euer Abenteuer hinweg. Das schließt nicht nur Tali ein, sondern auch das mysteriöse Mädchen Lilly, Professor Kukui und einige der Captains und Inselkönige. Die Story wurde noch nie besser inszeniert, ist spannend und fesselt bis zum Schluss. Manche Ereignisse und Entscheidungen sind zwar fragwürdig, das tut dem Ganzen jedoch keinen Abbruch. Und dann ist da noch Team Skull. OMG, Team Skull sind voll krass drauf und so. No way, dass ich die megacoolen Ganoven vergessen würde. Mit ihren epischen Posen und krass-coolen Sprüchen kann man sie zwar oft nicht ernst nehmen, aber sie haben mich immer wieder zum Lachen gebracht. Die Inszenierung, die Sprache und die Animationen sind grandios. Sie haben mich wirklich fertiggemacht – nicht aber in den Pokémon-Kämpfen, die wir ausgetragen haben, sondern ihre bloße Existenz genügt. Oh Mann, eine echt krasse Truppe mit ihrer "Sis" und ihrem "Big Boss".

Die stylischen neuen Pokémon Center, die überall in Alola anzutreffen sind, sollen natürlich auch ihren eigenen Screenshot bekommen.

Wollen wir uns nun den kleineren Features des Abenteuers widmen. Es gibt so viele kleine und große Dinge, so dass ich mir nur einige Funktionen herausgesucht habe, die mir spontan einfallen. Da bereits etliche dieser Dinge durch offizielle Trailer enthüllt wurden, möchte ich euch nicht noch die letzten Überraschungen ebenfalls vorwegnehmen. Ein ganz großer Punkt ist sicherlich das Einkleiden von Charakteren. Während ihr am Start des Abenteuers zwischen vier Jungen- und vier Mädchen-Designs entscheiden konntet, dessen einzige Unterschiedene die Haar- und Hautfarbe sind, bekommt ihr schon recht früh die Möglichkeit, euch in Boutiquen mit Kleidung einzudecken. Ihr könnt euch Kleidungsgegenstände aus folgenden Kategorien kaufen: Oberteile, Hosen, Socken, Schuhe, Rucksäcke, Hüte (ihr könnt eure Hüte auch absetzen), Brillen und Haarschmuck. Da ich nur als Junge gespielt habe, kann ich nicht sagen, ob der weibliche Charakter mehr Mode erwerben kann. Die Auswahl an Kleidungsstücken ist jedoch umfangreicher als noch in Pokémon X und Y. Zusätzlich habt ihr die Möglichkeiten, Kontaktlinsen zu nutzen, um eure Augenfarbe zu ändern.

Eine weitere neue Funktion ist der Rotom-Pokédex. Während der Pokédex bereits seit Generation ein fester Bestandteil der Serie ist, spricht er nun mit euch. Rotom zeigt euch zudem dauerhaft auf dem unteren Screen eine detaillierte Karte von der Umgebung an. Ich wünschte jedoch, dass das Gehäuse nicht so viel Platz in Anspruch nehmen würde, damit die Karte einen Großteil des Bildschirms einnehmen könnte. Rotom zeigt euch dort zudem immer den Ort an, den ihr im Hauptabenteuer als nächstes besuchen solltet. Dabei festzuhalten ist, dass Sonne und Mond recht linear sind. Ihr könnt zwar Städte, nachdem ihr sie betreten habt, frei erkunden, doch andere Orte, die ihr noch nicht sehen sollt, werden blockiert. Der Pokédex an sich sieht besser denn je aus. Er ist unterteilt in einen generellen Alola-Dex und vier einzelnen Mini-Ausgaben für jede einzelne Insel. Auf dem oberen Screen könnt ihr euch das Pokémon-Modell nach Belieben ansehen, während auf dem unteren Bildschirm die Beschreibung, Größe und Gewicht angezeigt werden. Zudem habt ihr die Möglichkeit, den Ruf abzuspielen oder die Animation des Taschenmonsters zu starten. Seid ihr zudem in der allgemeinen Ansicht der Taschenmonster, solltet ihr euren Nintendo 3DS eimal bewegen. Ein nettes visuelles Easteregg wird euch dort begegnen.

Während das PSS mit all seinen Funktionen entfernt wurde, habt ihr nun die Option Sofort-Link. Wählt ihr diese aus, könnt ihr schnell und unkompliziert mit Freunden kämpfen und tauschen. So steht es zumindest in der Anleitung. Da wir lokale und Internet-Mehrspielermodi nicht testen konnten, müssen wir auf diese Angaben vertrauen. Viele weitere dieser Funktionen wie das GTS, Wundertausch, die Kampf-Plaza und Spielsychro findet ihr im Festival-Plaza. Im Plaza selber steht in der Mitte ein Schloss. Rund herum sind verschiedene Buden, die es euch ermöglichen, spezielle Items zu kaufen, eure Kleidung umzufärben oder die Werte eurer Pokémon zu verbessern. Dafür braucht ihr jedoch Festival-Münzen, die ihr beispielsweise dadurch erhaltet, wenn ihr NPCs oder andere Spieler ansprecht, die euch nach Empfehlungen für die verschiedenen Buden bitten oder indem ihr persönliche Fragen beantwortet. Ich wurde beispielsweise gefragt, ob ich verliebt bin. Ich hatte die Auswahl zwischen den Antwortmöglichkeiten "Nein", "Ja" und "Ja, sogar in mehrere". In den Kommentaren könnt ihr gerne darüber diskutieren, wie ich geantwortet habe. Beschäftigt ihr euch viel mit der Festival Plaza, könnt ihr diese sogar aufleveln und erhaltet weitere Buden. Viel mehr kann ich darüber noch nicht sagen, da die Online-Funktionen zum Zeitpunkt dieses Textes noch nicht online waren und ich nur über Dinge berichten will, die ich auch selbst ausprobieren konnte.

Trainer rennen jetzt nicht mehr zu euch hin. Dafür erkennt ihr schon kurz vorher, ob euch ein Trainer sieht oder nicht. Praktisch!

Ihr mochtet PokéMonAmi? Dann werdet ihr die PokéPause lieben. Auch in Sonne und Mond könnt ihr eure Pokémon wieder füttern und streicheln. Zusätzlich habt ihr aber auch die Möglichkeit, sie zu pflegen. Sollten sie beispielsweise in einem Kampf von Wasserattacken getroffen werden, könnt ihr sie mit einem Fön trocknen. Noch besser ist jedoch, dass ihr sie von Statusveränderungen wie Paralyse und Vergiftung heilen könnt, ohne ein Item nutzen zu müssen. Und das sogar sofort nach einem Kampf, indem ihr direkt nach Ende eines Duells diese Option auswählt. Das ist extrem praktisch und spart zudem Geld.

Ins Pokémon-Resort könnt ihr Pokémon von euren Boxen schicken. Diese finden dort allerlei nützliche Items oder können sogar aufgelevelt werden. Umso mehr Pokémon ihr gefangen habt, desto mehr Inseln könnt ihr besuchen. Maximal fünf Eilands könnt ihr haben, um dort eure Taschenmonster, die sonst nur im Computer wären, zu beschäftigen. Ein nettes Feature, welches ich bisher jedoch noch nicht voll ausnutzen konnte.

Ganz anders sieht das bei PokéMobil aus. Ich kann euch bestätigen, dass die VMs, Verstecke Maschinen, in Pokémon Sonne und Mond nicht mehr existieren. Stattdessen erhaltet ihr nach und nach bestimmte Taschenmonster, die ihr mithilfe der Y-Taste rufen könnt, die dann die Jobs wie Zertrümmerer und Fliegen ersetzen. Eine großartige Änderung, denn endlich könnt ihr eure Teams so zusammenstellen, wie ihr es wollt. Außerdem sind wir mal ehrlich: Auf dem Rücken eines Tauros riesige Felsen zu zerstören oder mit einem Bissbark Items aufspüren ist schon echt cool. Ihr könnt übrigens bis zu vier PokéMobil-Taschenmonster in eine Schnellwahl aufnehmen. Dafür wird das Steuerkreuz genutzt.

Kommen wir zu den Z-Attacken. Nach jeder abgeschlossenen Prüfung erhaltet ihr von dem Captain einen Z-Kristall für einen Typen. Diesen könnt ihr unbegrenzt oft einsetzen. Soll jedes eurer Pokémon einen Stein für Normal-Attacken haben? Kein Problem. Die Stärke der Z-Attacken richten sich nach den Werten der Ursprungsattacke. Hat eine Attacke den Angriffswert von 80 und der andere von 100 ist dieser Z-Angriff stärker, obwohl beide den gleichen Namen haben. Z-Attacken sind wirklich cool, doch für mich haben sie eine Schwäche: Die Animationen dauern viel zu lang. Man kann sie zwar nur einmal pro Kampf einsetzen, aber trotzdem ist das wahnsinnig nervig. Vor allen Dingen kann man sie nicht abbrechen und sie werden beim zweiten Benutzen nicht gekürzt. Ihr erhaltet Z-Kristalle zudem auch bei anderen Anlässen wie dem Besiegen eines Inselkönigs bzw. einer Inselkönigin.

Wenn wir schon bei Kämpfen sind: Battle Royale ist ein komplett neues Kampfformat, in dem ihr gleichzeitig gegen drei andere Trainer antretet. Ihr wählt jeweils drei Pokémon aus, die dann in den Ring geschickt werden. Der Kampf endet, sofern ein Spieler keine kampffähigen Taschenmonster mehr hat. Wer die meisten Pokémon besiegt hat, wird als Sieger gekrönt.

Howdy, Leute! Auch in Alola gibt es den wilden Westen. Oder so etwas in der Art.

Pokémon Sonne und Mond nutzen den 3D-Effekt des Nintendo 3DS nie. Nie? So ganz stimmt das nicht. An manchen Orten in Alola könnt ihr mit dem Pokémon-Sucher Fotos von Pokémon schießen. Diese Option hat einen 3D-Effekt. Eingeschaltet ruckelt das Bild jedoch ein wenig. Es ist nicht so schlimm wie damals die Kämpfe in X/Y/OR/AS, aber dennoch spürbar. Die Funktion an sich ist nett, doch wirklich teilen könnt ihr die Bilder nur, wenn ihr sie auf die SD-Karte speichert. Ansonsten „kommentieren“ nur NPCs eure Bilder und geben euch Punkte. Habt ihr genug von diesen, rüstet ihr die Kamera auf und erhaltet neue Features wie das Heranzommen.

Es gibt noch so viele kleinere und größere Dinge, über die ich euch berichten könnte. Zygarde, das Super-Spezialtraining, der QR-Code-Scanner, etc. Auch diverse Mechaniken haben sich geändert. Hypertränke heilen beispielsweise nur noch 120 KP. Doch will ich euch nicht alles vorwegnehmen und stattdessen nun über die versionsexklusiven Features sprechen. Neben den typischen exklusiven Pokémon, die jede Version hat, gibt es auch sichtbar einen Unterschied. Während Pokémon Sonne in Echtzeit läuft, ist die Zeit in Pokémon Mond um zwölf Stunden versetzt. Für Spieler, die gerne nachts spielen, ist es so endlich möglich, ohne das Manipulieren der internen Nintendo 3DS-Uhr auch am Tag in der Pokémon-Welt unterwegs zu sein. Da ich nur Pokémon Mond getestet habe, kann ich über weitere Änderungen nicht 100%ig sicher sein, doch einige Sätze in der Story dürften wohl auch von Version zu Version unterschiedlich sein. Nicht versionsexklusiv, sondern generationsübergreifend verschieden sind die Alola-Formen, Pokémon der ersten Generation, die ein Re-Design erhalten haben. Doch wie bekommt ihr die Bilder der Ursprungsformen in euren Pokédex? Ganz einfach. Es gibt die Trainerklasse namens „Urlauber“, die immer die Original-Form der Pokémon im Team haben.

Pokémon Sonne und Mond sehen sehr gut aus. Um das zu erreichen, bedient sich GAME FREAK dem Trick, den auch schon Super Smash Bros. und die Monster Hunter-Titel genutzt haben. Bei den alten Nintendo 3DS-Systemen werden verschiedene Hintergrunddienste abgeschaltet, um mehr RAM zur Verfügung stellen zu können. Trotzdem fordern die RPGs der alten Hardware alles ab. Das hat zur Folge, dass die Titel nicht perfekt laufen. Habt ihr keine New Nintendo 3DS-Modelle, müsst ihr unter anderem damit leben, dass nach den Kämpfen ein paar Sekunden Pause ist, bis die Oberwelt nachgeladen wird. Zudem laufen Doppelkämpfe und ganz besonders Kämpfe gegen Herrscher nicht flüssig. Deutlich besser können New Nintendo 3DS-Besitzer Pokémon Sonne und Mond spielen. Dort gibt es keine Wartezeit nach den Kämpfen und auch die oben genannten Kämpfe laufen besser, wenn auch nicht perfekt. Ein weiterer Trick ist im grundsätzlichen Aufbau von Alola versteckt. Wie schon in Pokémon Omega Rubin und Alpha Saphir vorgemacht, bestehen die verschiedenen Routen aus einzelnen Gebieten, sprich, es wirkt so, als würdet ihr ein Haus verlassen, wenn ihr den nächsten Ort besucht. Zusätzlich müsst ihr ab sofort die A-Taste drücken, um ein Gebäude zu betreten. Die finale Wertung basiert auf der Performance, die der New Nintendo 3DS den Spielern bietet.

Bevor ich den Spieletest abschließe, muss ich euch vom Soundtrack erzählen. Er ist so unfassbar gut. Das „Feeling“ der tropischen Welt von Alola wurde bei fast jedem Track hervorragend eingefangen. Gleich zu Beginn des Spiels wird euch der Soundtrack direkt in die Tropenwelt hineinziehen. Hier hat GAME FREAK einen neuen Standard für sich selbst gesetzt, an dem sich die Musik der Nachfolgespiele messen lassen muss.

Redaktionswertung

10

Meisterwerk

So werten wir

Unser Fazit zu Pokémon Mond

Meinung von Niels Uphaus
Um eines vorwegzunehmen: Zum 20-jährigen Jubiläum bekommen Fans die bis dato besten Pokémon-Spiele geliefert. Es sind nicht nur die neuen Taschenmonster, es ist nicht nur die wunderschöne und lebendig wirkende neue Region oder der grandiose Soundtrack. Es ist das Zusammenspiel aller Aspekte. Es sind die Charaktere, es ist die Story, es ist die Neuinterpretation des Konzepts, auf das die Pokémon-Spiele zwei Jahrzehnte gebaut haben. Kurz gesagt: Es ist das Lebensgefühl, die Freiheit, die Alola vermittelt. Pokémon Sonne und Mond sind nicht „nur“ neue Ableger der Reihe. Es ist eine außergewöhnliche Erfahrung und eine Reise, die Fans so schnell nicht mehr loslassen wird.
Mein persönliches Highlight: Samantha von der Æther Foundation ist einer meiner neuen Lieblings-Charaktere aus dem Pokémon-Franchise. Ihre Liebe zu den Pokémon ist einzigartig.

Kommentare 16

  • DatoGamer1234 - 15.11.2016 - 15:06

    Wundert mich nicht,freue mich jetzt umso mehr drauf! Wollte anfangs Mond holen,aber aufgrund der 12 Stunden Zeitverschiebung habe ich Angst,dass es die ganze Zeit nur Nacht sein wird,da sich meine Spielzeit ohnehin nur so etwa von 8-21 Uhr beschränkt und das am Wochenende.

    Und dank meinem New 3ds XL brauche ich mir auch um das Ruckeln keine Sorgen machen,hype :thumbsup:
  • Tama - 15.11.2016 - 15:11

    gibts das News Image auch als FulRes Version?
  • Booyaka - 15.11.2016 - 15:14

    ich habe mich schon seit längerem für Mond entschieden da ich meist erst abends zum zocken komme perfekt für mich außerdem ist lunala cooler als solgaleo :troll:
  • Niels Uphaus - 15.11.2016 - 15:32

    @Tama Ja, gibt es. Ich habe das gestern selbst bei Photoshop designt.^^

    Spoiler anzeigen

    Zum Bild - Warum wird das Bild nicht direkt angezeigt? Infos gibt es hier.


    imgur.com/ubbbWU8
  • BANJOKONG - 15.11.2016 - 15:33

    krass das hätte ich nicht gedacht!
    Soll ich mir wirklich wieder ein pokemon holen nach pokemon blau auf gameboy :rolleyes:
  • Tama - 15.11.2016 - 15:34

    @Niels Uphaus

    Thank you very much
    Wirklich ein gutes Design
  • Splatterwolf - 15.11.2016 - 15:49

    *habn muss*

    Ich werde diese Woche mal die Händler abklappern.
  • Blaurotkatze - 15.11.2016 - 16:53

    Nun kribbelt es mir noch mehr unter den Fingern vor Vorfreude. Danke :)
  • Tarik - 15.11.2016 - 17:50

    Durch Beziehungen zu einem Tester (den ich natürlich nicht namentlich nenne), konnte auch ich bereits Pokémon Mond auf meinem New 3DS spielen.
    Ich möchte hier weder spoilern, noch angeben, noch groß eine Rezension schreiben. Nur so viel ...
    Ich habe jetzt die erste Insel abgeschlossen, kann (da ich noch nicht so lange einen 3DS habe) keine großen Quervergleiche ziehen, da ich alle Pokémongenerationen auf dem 3DS noch nicht gespielt habe, aber zum aktuellen Ableger folgende Aspekte:

    Contra
    • Das Spiel ist viel zu leicht.
      • Pokémonspiele waren jetzt niemals sonderlich schwer, es sei denn, man vermeidet es völlig, gegen wilde Pokémon und Trainer auf den Routen zu kämpfen, sodass die eigenen Pokémon im Level stagnieren, aber dass der "Rivale" jetzt sogar ernsthaft den Starter nimmt, gegen den der eigene Starter sehr effektiv ist und man das sogar ausnutzen kann, da man direkt eine Elementattacke schon auf Level 5 zur Verfügung hat (und nicht "nur" die Normalattacken wie Tackle und Kratzer von früher) ... all das ist wirklich ein Witz.
      • Der "lebende" Pokédex zeigt einem an, wo es in der Story weiter geht. Okay, fand ich manchmal ganz nützlich, aber das "unwissende Erkunden" von früher hatte auch was. ;)
      • Dein Pokémon ist durch den Kampf vergiftet, paralysiert oder schläft? Kein Problem, du brauchst es danach nur abtupfen (ja, wirklich wahr), ohne ein Item zu verschwenden und es geht ihm wieder super.
    • Das Spiel ist zu sehr auf niedlich gemacht.
      • Okay, das war schon immer der große Unterschied zur Dragon Quest Monsters-Serie, aber der Menüpunkt "PokéPause" führt euch in einen Modus, der 1:1 (!) von Nintendogs übernommen wurde: Ihr krault euren Liebling, füttert ihn, wascht ihn etc. Das ist zwar nett, da es nur optional ist (und meine Freundin reißt mir ständig den 3DS aus der Hand um meine Pokémon zu knuddeln, was ich ganz witzig finde), aber diese "Knuddelatmosphäre" zieht sich durch das ganze Spiel (soweit ich bis jetzt bin :P). Ich weiß, dass Teenager die Hauptzielgruppe sind, aber das halte ich dennoch für etwas übertrieben.
    • Selbst bei deaktivierten Kampfanimationen dauert es viel zu lange, bis ein Kampf mal beginnt etc., das nimmt einem wirklich die Lust, im hohen Gras herumzulaufen.



    Pro
    • Wie auch schon der Tester schrieb: Der Soundtrack ist wirklich grandios und sucht seinesgleichen.
    • Ich muss gestehen, dass ich alle 3D-Abstecher (also alles nach dem Gameboy Advance) in der Pokémonserie nicht so hübsch fand (die Spiele, die ich ausließ, kenne ich zumindest von Youtube oder Screenshots), aber Pokémon Sonne/Mond haben es wirklich hinbekommen, ein 3D-Pokémon abzuliefern, das (vor allem gemessen an der schwachen 3DS-Hardware) fantastisch aussieht!
      • Dies trifft insbesondere auf die Kämpfe und die Attacken zu, die super aussehen und klasse animiert sind. Ich weiß noch nicht, was ich von diesen Z-Attacken halten soll, aber vor allem die sind bombastisch inszeniert.


    Klingt nach wenig Pro, aber Grafik, Sound und das gewohnt gute Gameplay (von den zu langen Animationen mal abgesehen) sorgen wirklich für enorm viel Vergnügen. Ich würde aktuell eine 8,5 - 9 / 10 vergeben.
  • RPGKING.FOREVER - 15.11.2016 - 18:19

    Die Bewertung und der Spiele Hit Award,hat Pokemon Sonne auf jeden Fall verdient,die Grafik,der Sound,soviele neue Sachen,die man machen kann,und ich freue mich schon richtig drauf Pokemon Sonne zu Spielen,nur noch 8 Tage,kann es gar nicht mehr abwarten. :) :D :thumbsup: :thumbup: :wario: :mldance: :rover: :kirby_happy:
  • Kraxe - 15.11.2016 - 18:52

    Kein Interesse, nicht einmal wenn es das beste Spiel aller Zeiten wäre. Mich nerven die Änderungen einfach. Z-Attacken, Hilfestellungen, hässliches Pokemondesign, veraltete 3DS-Grafik.

    Mich sprechen die neuen Editionen leider überhaupt nicht an. Ich warte lieber auf HD-Editionen für Switch. :love:
  • The Last of Us - 15.11.2016 - 19:33

    @Kraxe
    Genau meine Denkweise

    Nicht mehr lange, dann erscheint endlich Final Fantasy XV :D
  • nico46646 - 15.11.2016 - 19:59

    @Kraxe
    Hieß es nicht die Pokemon Hauptedition bleiben auf dem 3DS?
  • BobbyMC - 16.11.2016 - 07:50

    Kaum hat das Pokémon-Franchise eine Pause gemacht und mal ein Jahr ausgesetzt, schon kommt da anscheinend ein richtig gutes Spiel hervor. Bitte genauso auch beim nächsten Ableger. Danke für den guten Test!
  • Booyaka - 16.11.2016 - 08:01

    @The Last of Us das genau so scheiße wird wie jeder Teil ab 13 :troll:
  • otakon - 16.11.2016 - 16:52

    Hui krasse Wertung O.O
    Bin ja sehr gespannt auf das Spiel, die Demo hat mir sehr gut gefallen - vorallem die Atmosphäre (man fühlt sich wie auf Hawaii).